Unihockey Skills – Tipps und Tricks

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In den vielen Jahren, in welchen ich bereits leidenschaftlich Unihockey spiele, bin ich in Kontakt mit zahlreichen Experten und Profis gekommen. Unter dem Namen “Unihockey Skills” lade ich in den nächsten Wochen regelmässig Beiträge über verschiedene Themen im Unihockey hoch. Diese bieten nützliche Informationen zu wichtigen Bereichen des Unihockeylebens. Dabei versuche ich, meine Erfahrungen zusammen mit dem Wissen von Experten zusammen zu bringen, um dir eine möglichst breite Palette an Tipps und Tricks weiterzugeben. Doch bevor ich detaillierter in die Themen eintauche, möchte ich dir mehr über die Sportart sowie meine Person erzählen!

 

Unihockey in der Schweiz

Unihockey ist in der Schweiz auf dem Vormarsch! Was früher noch als Schulsport galt, ist heute eine angesehene Disziplin, welche sich stetig professionalisiert. Auch das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat zu diesem Erfolg beigetragen. Seit einigen Jahren übertragen sie regelmässig ein Playoffspiel pro Woche live im Fernsehen. Und die Zuschauer blieben nicht aus. Die Playoff-Halbfinalserie 2019 zwischen GC und Alligator Malans (letzte vollständige Playoffs seit Corona) wurde von durchschnittlich 41’000 Personen aus der Deutschschweiz mitverfolgt. Die Zahlen blieben in der Folge konstant und Unihockey hatte zu dieser Zeit einen Marktanteil von rund 7%. Bis zu 384’000 Personen sahen sich gar den Frauen WM-Final 2019 zwischen der Schweiz und Schweden an (Quelle: swissunihockey.ch). Es zeigt sich also auch in den Medien: Unihockey ist im Trend!

So wundert es nicht, dass sich immer mehr Schweizerinnen und Schweizer für diese schnelle, dynamische Sportart interessieren. Nachdem im Jahr 2014 erstmals über 30’000 lizenzierte Spielerinnen und Spieler bei Swiss Unihockey angemeldet wurden, sind es heute bereits knapp 34’000 vergebene Lizenzen. Was mehr verwundert ist, wie ein ehemaliger Eishockeyspieler, der sich mit 16 Jahren für einen Wechsel zum Unihockey entschied, es in die höchste Schweizer Liga geschafft hat.

 

Meine Karriere

Mein Name ist Marcel Kramelhofer und ich spiele bei Ad Astra Sarnen in der Nationalliga A. Eines kann ich gleich vorwegnehmen, ich bin Verteidiger, eher defensiv orientiert und nicht sehr auffällig auf dem Spielfeld. Doch das, was ich mache, ist meistens gut.

Mit Ad Astra Sarnen spielt Marcel Kramelhofer seit 2019 in der Nationalliga A.

Mit Ad Astra Sarnen spielt Marcel Kramelhofer seit 2019 in der Nationalliga A.

Mein Weg führte über viele Teams, Trainer und Taktiken. Doch alles begann (wie es im Bündnerland üblich ist) mit Eishockey. Ich war talentiert und habe es in mehrere Auswahlteams geschafft. Dabei spielte ich auch mit grossen Namen wie Nino Niederreiter oder Sven Bärtschi zusammen. Leider setzte mein Wachstum zu spät ein und der Sprung auf das nächste Level blieb aus. Meine Motivation verschwand und ich suchte nach einer neuen Leidenschaft. Da meine Cousins beide Unihockey spielten und wir an den freien Nachmittagen stundenlang hinter unserem Haus dem weissen Ball nachrannten, war meine Wahl schnell klar. Die ersten Unihockeyschritte machte ich bei den Iron Marmots Davos Klosters. Hier lernte ich die Basics und spielte mich hoch bis zur 1. Mannschaft, mit welcher wir 2014 sogar Qualifikationssieger der NLB wurden. Nach dieser Saison zog es mich wegen meines Bachelorstudiums nach Luzern. Mein Umzug sickerte irgendwie bis zu Ad Astra Sarnen durch und so erhielt ich schon bald einen Anruf vom Trainer. Nach zwei Saison und wechselte ich zum 1. Ligisten Unihockey Luzern. In einem jungen Team konnte ich als Leader eine für mich komplett neue Rolle übernehmen und lernte viel dazu. Obwohl ich mich sehr wohl gefühlt habe und wir ein kompetitives Team auf die Beine stellten, erhielt ich erneut einen Anruf von Ad Astra Sarnen. Diese sind gerade in die NLA aufgestiegen und such noch nach Spielern für die kommende Saison. Nach reiflicher Überlegung musste ich mir eingestehen, dass mein Ehrgeiz zu gross war, als dass ich dieses Angebot ausschlagen hätte können. Und so stand ich etwas unerwartet plötzlich in der höchste Schweizer Liga.

Seit 2013 bin ich ausserdem in der österreichischen Nationalmannschaft. Durch meine österreichischen Vorfahren besitze ich einen zweiten Pass und träumte schon immer davon, mich mit den allerbesten meines Faches zu messen. So kontaktierte ich eines Tages den Österreichischen Verband und erhielt direkt eine Einladung für ein Trainingscamp. Obwohl das Niveau anfangs noch Bescheiden war, konnten wir uns in den vergangenen acht Jahren stetig steigern und waren vor drei Jahren sogar nur knapp an einer WM-Qualifikation gescheitert.

Marcel Kramelhofer kämpft mit Österreichischen Nationalmannschaft um eine WM-Qualitifkation.

Marcel Kramelhofer kämpft mit Österreichischen Nationalmannschaft um eine WM-Qualitifkation.

 

Ein einfaches Rezept

Dass ich es jemals so weit bringen würde, hätte ich wohl nie gedacht. Doch von Verein zu Verein, Trainer zu Trainer und Team zu Team konnte ich mich immer weiter verbessern und lernte Neues dazu. Die Trainings wurden immer professioneller und intensiver. Die Zeit, welche ich für mein Hobby aufbringe, wurde immer mehr. Was früher noch zwei Mal pro Woche joggen im Wald war, ist heute ein Vier-Training-pro-Woche-Programm von einem professionellen «Trainer, Drillmaster, Coach, Begleiter». Und wenn die Meisterschaft einmal Pause macht, reise ich mit meinen Teamkameraden nach Österreich, um mich mit dem Nationalteam für die nächste WM-Qualifikation vorzubereiten. Unihockey wurde zu mehr als nur einem Hobby. Was mich aber bis heute anspornt, ist meine Leidenschaft zum Sport und mein Ehrgeiz, immer weiter zu kommen. Dieses einfache Rezept ist der Grund, wieso ich es so weit gebracht habe.

Stay tuned!
#12

 

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kramelhofer marcel

In den vielen Jahren, in welchen ich bereits leidenschaftlich Unihockey spiele, bin ich in Kontakt mit zahlreichen Experten und Profis gekommen. Unter dem Namen "Unihockey Skills" lade ich in den nächsten Wochen regelmässig Beiträge über verschiedene Themen im Unihockey hoch. Diese bieten nützliche Informationen zu wichtigen Bereichen des Unihockeylebens. Dabei versuche ich, meine Erfahrungen zusammen mit dem Wissen von Experten zusammen zu bringen um dir eine möglichst breite Palette an Tipps und Tricks weiterzugeben.

2 Comments

  1. Valentino Calligaris
    Valentino Calligaris on

    Hey Marcel, eine Frage die mich schon lange Wunder nimmt: Ist es möglich mit dem Sport in der Schweiz Geld zu verdienen?

    • kramelhofer marcel
      kramelhofer marcel on

      Hallo Valentino.

      Gute Frage! Dies ist immer wieder ein Thema, welches die Leute beschäftigt.

      Ja, im Normalfall haben die ausländischen Verstärkungsspieler einen Gehalt und/oder andere Vertragsbestandteile wie Wohnung, Auto usw. In der NLA gibt es auch viele Vereine, welche den einheimischen Spielern einen Lohn oder zumindest einen jährlichen Beitrag bezahlen. Jedoch ist es meistens zu wenig, um alleine vom Uniockey leben zu können.

      Gruss
      #12

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