Wieviel Kunst braucht die Kunstpädagogik?

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Die erste Publikation zum “Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010-12” ist erschienen: S h i f t # Globalisierung # Medienkulturen # Aktuelle Kunst. Herausgegeben von Christine Heil, Gila Kolb und Torsten Meyer bringt das Buch Essays und Berichte vom EduCamp am ZKM in Karlsruhe, das auf die Ausstellung “The global Contemporary. Kunstwelten nach 1989” fokussierte. Weiter gibt es ein Glossar zur Kunstvermittlung zum als Autor/innen auch Dozierende der Hochschule Luzern beigetragen haben: Alexandra D’Incau, Christoph Lang, Susanne Kudorfer und Bernadett Settele.

Informationen des Verlags und Bestellmöglichkeit

Heil, Kolb, Meyer (Hrsg.): s h i f t # Globalisierung # Medienkulturen # Aktuelle Kunst, München 2012, 250 Seiten
ISBN 978-3-86736-161-3 18,00 €

Publikation Kunstvermittlung in Transformation ist erhältlich

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Die Publikation (320 Seiten und DVD) zum Forschungsprojekt ist direkt beim Verlag Scheidegger & Spiess für CHF 42.- erhältlich.

Mörsch, Settele et. al. (Hrsg.): Kunstvermittlung in Transformation. Perspektiven und Ergebnisse eines Forschungsprojektes, Zürich 2012.

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Forschungsmodul «Kunst+Vermittlung» 2011

Daten: 28. bis 30. März und 4. bis 6. April
Studentenfutter: 7. April, 13. April, 19. April, jeweils 17.30 Uhr

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Im Forschungsmodul «Kunst+Vermittlung» das mit Studierenden des Master (MAPS/MAT) der Hochschule Luzern durchgeführt wird steht die Forschung zur aktuellen Kunstvermittlung im Zentrum der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung. Kunstvermittlung findet an verschiedenen Orten und in verschiedenen Kontexten statt: im Museum, in der Schule, in den Medien etc. “Vermittlung” ist zur Zeit in aller Munde. Was steckt dahinter? Wer sind die Vermittler/innen? Was wird vermittelt und wo?
Mit welchem Selbstverständnis wird vermittelt: als Wissensvermittler/innen, als Moderator/innen von gestalterischen Prozessen, als Ermöglicher von Erfahrungen, als Künstler/innen, als Animator/innen?
Wie kann Vermittlung selber “kunsthaft” sein? Und was könnte “künstlerische Vermittlung” sein? Was steht hinter der Forderung nach “künstlerischer Forschung”?

Beteiligte:

Christoph Lang (modulverantwortlich), Susanne Kudorfer (Leiterin Kunstvermittlung Kunstmuseum Luzern), Regine Bungartz (Assistentin Master), Gabrielle Schaad (wissenschaftliche Volontärin Kunstmuseum Luzern), Christoph Lichtin (Kurator und Sammlungskonservator Kunstmuseum Luzern), Peter Fischer (Direktor Kunstmuseum Luzern); Gäste: Catherine Gfeller (Künstlerin) und Robert Estermann (Künstler)

Folgende Ausstellungen im Kunstmuseum Luzern werden in den Blick genommen:

Catherine Gfeller: Pulsations
Max von Moos
Max von Moos gesehen von Peter Roesch, Christian, Kathriner und Robert Estermann
Patricia Bucher: Schlachtenpanorama
Studienraum Sammlung: Die Evangelien in ihrer künstlerischen Darstellung

Tagesprogramm:

Montag, 28. März
Vormittag: Littau
9.30 Uhr: Einführung ins Thema mit Christoph Lang
Überblick über das Modul und die Arbeitsmöglichkeiten
Begriffsklärungen
Vermittlungsmapping als Gruppenarbeit

Nachmittag: Littau
Vermittlungskunst
Vermittlung als Praxisfeld für Studienabgänger?
What is the “Edcational Turn in Curating”?
www.kultur-vermittlung.ch (Vermittlungsoffensive u.a. durch Pro Helvetia)
Praxisbeispiele aus der Vermittlung in anderen Disziplinen

Dienstag, 29. März
Vormittag: Kunstmuseum Luzern
ab 10 Uhr: individueller Ausstellungsbesuch
11.30 Uhr: Einführung in die “Max von Moos”-Ausstellung durch Christoph Lichtin

Nachmittag: Kunstmuseum Luzern
13.30 Uhr: Gespräch in der Ausstellung mit Robert Estermann
Gespräche in den Ausstellungen mit Peter Fischer, Susanne Kudorfer und Christoph Lang
16.00 Uhr Gespräch in der Ausstellung mit Catherine Gfeller
Beginn der Projektarbeit
18.00 Uhr: Künstlerinnen-Gespräch mit Catherine Gfeller und Peter Fischer

Mittwoch, 30. März
Vormittag: Littau
Reader Vermittlung, Literaturseminar mit Regine Bungartz

Nachmittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Literaturstudium und Projektarbeit
18 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellung “Max von Moos” mit Gisèle Mengis

Montag, 4. April
Vormittag: individuell (Littau)
Literaturstudium und Projektarbeit
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage

Nachmittag: Littau
Künstlerische Forschung, Einführung und Diskussion der Texte und Beispiele mit Christoph Lang

Dienstag, 5. April
Vormittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Literaturstudium und Projektarbeit

Nachmittag: Littau
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage mit Gabrielle Schaad und Christoph Lang
Literaturstudium und Projektarbeit

Mittwoch, 6. April
Vormittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage
Literaturstudium und Projektarbeit

Nachmittag: Littau oder Kunstmuseum
Vorstellen und Kritik der Projekte mit Susanne Kudorfer, Gabrielle Schaad und Christoph Lang
Planungsabsprachen
Schlussdiskussion
18 Uhr “Interventionen” Rundgang durch die Ausstellung mit Peter Roesch, Christian Kathriner und Robert Estermann

Donnerstag, 7. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”

Mittwoch, 13. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”

Dienstag, 19. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”

Arbeitsaufträge:

Das Vermittlungsformat “Studentenfutter” im Kunstmuseum Luzern wird von den Modulteilnehmern drei Mal gestaltet. Die Studierenden wählen während dem Modul eine Ausstellung bzw. einen Aspekt, der sie interessiert und für den sie ein vermittlerisches Vorhaben entwickeln möchten. Dies kann einzeln oder in Kleingruppen geschehen. Im Lauf des Moduls sollen die Ideen zusammengeführt und zu einem bis drei verschiedenen “Studentenfutter”-Angeboten ausgearbeitet werden.

Wahlweise kann ein Vermittlungsformat besucht und kritisch hinterfragen werden. Dies kann im Kunstmuseum Luzern oder anderswo sein (beispielsweise eine Führung, ein öffentliches Gespräch, ein Workshop, ein Ausstellungsbesuch mit einer Schulklasse etc.).

Zu zweit wird pro Halbtagesblock ein Protokoll erstellt, das zum Ende des Moduls an alle verteilt wird.

Literatur:

Literatur kann im Vorfeld heruntergeladen und gelesen werden. Die Texte werden im Modul diskutiert. Zudem ist eine Literaturübersicht (Reader) als einmalige Veranstaltung ins Modul integriert.
Sturm, Eva: Von Kunst aus-bilden PDF
Sturm, Eva: Kunst in der Vermittlung, Vermittlung in der Kunst PDF
Busch, Kathrin: Künstlerische Forschung: Potentialität des Unbedingten PDF
Christoph Schenker: Werturteilen PDF
Passagen (Pro Helvetia): Kunst(ver-)führer PDF

Links:

www.kultur-vermittlung.ch

www.kunstmuseumluzern.ch

Projekte und Texte zur Kunstvermittlung

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Kunstvermittlung findet in unterschiedlichen Kontexten statt. Künstlerische, museologische und pädagogische Methoden und Fragestellungen beschäftigen die Akteurinnen in Theorie und Praxis und eine dreiteilige Veranstaltungsreihe der Hochschule Luzern, Institut Kunst.

Sechs subjektiv ausgewählte Beispiele aus der Praxis werden vorgestellt, mit Ansätzen aus der Theorie verbunden und diskutiert. Im Zentrum stehen folgende Fragen: Welcher Methoden bedient sich aktuelle Kunstvermittlung? Was ist das spezifische an ihr? Wie ist die Rolle der Vermittlers/der Vermittlerin zu bestimmen? Kann Vermittlung Kunst sein und umgekehrt?

Download der Materialien als PDF.

Termine:
18. November, 17 – 19 Uhr: Projekte: Sammlungsloge – I am a curator / Texte: Pierangelo Maset
25. November, 17 – 19 Uhr: Projekte: RIK – Regie in Komplizenschaft – Alpineum Produzentengalerie / Texte: Helmut Hartwig
2. Dezember, 17 – 19 Uhr: Projekte: Palais Pinakothek: In Bewegung – Kunstmuseum Thun: Blicke sammeln / Texte: Annette Philp

Ort: Hochschule Luzern, Institut Kunst, Lädelistrasse 12, 6003 Luzern

Detailinformationen:

Kunstvermittlung findet in unterschiedlichen Kontexten statt. Künstlerische, museologische und pädagogische Methoden und Fragestellungen beschäftigen die Akteurinnen in Theorie und Praxis und eine dreiteilige Veranstaltungsreihe der Hochschule Luzern, Institut Kunst.

Sechs subjektiv ausgewählte Beispiele aus der Praxis werden vorgestellt, mit Ansätzen aus der Theorie verbunden und diskutiert. Im Zentrum stehen folgende Fragen: Welcher Methoden bedient sich aktuelle Kunstvermittlung? Was ist das spezifische an ihr? Wie ist die Rolle der Vermittlers/der Vermittlerin zu bestimmen? Kann Vermittlung Kunst sein und umgekehrt?

Die Teilnehmer/innen sind eingeladen, die vorgeschlagenen Texte als Vorbereitung auf die Veranstaltung zu lesen. Den Download-Link zu den Materialien gibt es mit einem Mail an email hidden; JavaScript is required.

Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem nationalen Forschungsprojekt “Kunstvermittlung in Transformation”, in dem Susanne Kudorfer und Christoph Lang das Luzerner Teilprojekt leiten und “RIK – Regie in Komplizenschaft” von Miriam Sturzenegger, Prof. Petra Wunderlich und Prof. Stephan Wittmer.

Christoph Lang, 18. November, 17 – 19 Uhr

– SAMMLUNGSLOGE, Projekt von value in der Stadtgalerie Bern
I am a Curator; Ausstellungsprojekt von Per Hüttner in der Chisenhale gallery London
– Pierangelo Maset: Ästhetische Operationen in der Kunstvermittlung, 2001 PDF
– Pierangelo Maset: Fortsetzung Kunstvermittlung, 2006 PDF

Christoph Lang ist Künstler und Teil des Labels value, das künstlerische Projekte im Bereich der Vermittlung realisiert, so beispielsweise SAMMLUNGSLOGE, das die Kunstsammlung der Stadt Bern zum Ausgangspunkt hatte. Das Projekt I am a Curator des Künstlers Per Hüttner etablierte ein Setting, das die Besucher zu Ausstellungsmachern machte, die für einen Tag eine eigene Ausstellungen realisierten. Der Ansatz der
“ästhetischen Operation”, wie ihn Pierangelo Maset vorschlägt, fokussiert auf künstlerische Strategien und Handlungsweisen als Form der Kunstvermittlung.

Stephan Wittmer, 25. November, 17 – 19 Uhr

RIK – Regie in Komplizenschaft
Alpineum Produzentengalerie Luzern
– Helmut Hartwig: Kunst – / – vermittlung als Handlungsform 2005 PDF

Prof. Stephan Wittmer ist Künstler, freier Kurator und Dozent an der HSLU Design und Kunst. Als vielseitiger Kunstaktivist (vergl. u.a.: SPAMAM, S16) hat die Fragestellung der künstlerischen Kunst-Vermittlung im Werk von Stephan Wittmer einen zentralen Stellenwert. Der Text von Helmut Hartwig wird als gedankliches und sprachliches Wortmaterial interpretiert und dient als Steinbruch für neue Ideen und Handlungsmomente, welche mit dem Forschungsprojekt RIK – Regie in Komplizenschaft verknüpft werden. Als weiterer Dreh- und Angelpunkt fungiert in Konzeption und Ausgestaltung die Alpineum Produzentengalerie in Luzern.

Susanne Kudorfer, 2. Dezember, 17 – 19 Uhr

Palais Pinakothek – In Bewegung
– Blicke sammeln, Kunstmuseum Thun
– Annette Philp: Sehen sie selbst. Warum nicht mehr Museumsarbeit mit Erwachsenen, 2000 PDF
– Annette Philp: Struktur eröffnet Kreativität. Mit Kindern zeitgenössische Kunst anschauen, 2000 PDF

Susanne Kudorfer ist Kunsthistorikerin und arbeitet seit 15 Jahren im institutionellen Kontext verschiedener Museen. Sie leitet die Kunstvermittlung im Kunstmuseum Luzern. Das Beispiel eines Programmschwerpunkts im Palais Pinakothek, München zeigt Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit eines Teams von KunstwissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und PädagogInnnen. Museologisches Vorgehen in der Kunstvermittlung wird im Projekt „Blicke sammeln“ von Sara Smidt im Kunstmuseum Thun vorgestellt. Die Texte von Annette Philp sind ein Beispiel für Theoriebildung aus der konkreten Praxis der Kunstvermittlung.