ISA-Modul “Was heisst Vermittlung?” abgesagt

Leider konnte die Mindestanmeldung von 16 Studierenden nicht erreicht werden, so dass das Modul im Herbstsemester 2010 nicht durchgeführt werden kann. Wir überlegen uns eine andere Form der Durchführung und informieren an dieser Stelle zu gegebener Zeit.  Wir bedanken uns trotzdem für das Interesse von Seiten der Kolleginnen und Kollegen, den eingeladenen Gastreferentinnen und -referenten und der Studierenden.

Christoph Lang und Marc-Antoine Camp

Was heisst Vermittlung? Fragen und Antworten aus verschiedenen Disziplinen

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Im Rahmen der intersziplinären ISA-Module bieten Christoph Lang und Marc-Antoine Camp im Herbstsemester 2010 ein Seminar zur Thematik der Vermittlung an. Das Seminar ist offen für alle Studierenden der Hochschule Luzern, Unversität Luzern und der Pädagogischen Hochschule. Interessierte Gäste und Hörer sind willkommen, eine Anmeldung ist erwünscht.

Universitäten und Hochschulen bilden in verschiedenen Disziplinen Vermittler/innen bzw. Pädagogen/-innen aus. Diese thematisieren in ihrem späteren Berufsleben kulturelle, gestalterische und künstlerische Prozesse und Produkte in schulischen und ausserschulischen Bereichen und vermitteln deren Gehalte.

Die Vermittlung von Kunst und Musik wird jüngst in der Kulturpolitik, Kulturförderung und Forschung intensiv diskutiert. Es ist eine starke Zunahme von Initiativen in Richtung Vermittlung und kulturelle Bildung zu beobachten. Über den Vermittlungsbegriff gibt es aber divergierende Verständnisse. Durch einen direkten Austausch mit Experten/-innen aus der Vermittlungspraxis ermöglicht der Kurs Orientierung in der Vielfalt dieser Verständnisse.

Termine und Ablauf des Seminars
29. September bis 8. Dezember 2010, mittwochs, 17 – 19 Uhr

In einer ersten Phase (2 Sitzungen) werden Theorie und Praxiserfahrungen der Vermittlung vorgestellt und die Begriffe und Fragestellungen im Allgemeinen geklärt. Dabei beziehen wir uns exemplarisch auf die Diskurse in der Bildenden Kunst und Musik.

In der zweiten Phase (5 Sitzungen) vertiefen wir die Diskussion im Dialog mit Experten/-innen aus unterschiedlichen Disziplinen , die von ihren Konzepten und Erfahrungen berichten: Susanne Kudorfer (Leiterin Kunstvermittlung, Kunstmuseum Luzern), Eva Richterich (Leiterin Vermittlung, Pro Helvetia), Michel Roth (Leiter Fachbereiche Komposition und zeitgenössische Musik, Hochschule Luzern – Musik), Werner Schmitt (Cellist; ehemaliger Direktor, Konservatorium Bern, Mus-e), Detlef Vögeli (Projektleiter Vermittlung, Stapferhaus Lenzburg), Mira Sack (Leiterin BA Theater, Zürcher Hochschule der Künste), Anton Rey (Leiter Institute for the Performing Arts and Film, Zürcher Hochschule der Künste).

In der dritten Phase (3 – 5 Sitzungen) erarbeiten die Modulteilnehmenden in interdisziplinären Kleingruppen Vermittlungsformate, die entweder auf geplante Projekte bezogen sind oder von einer hypothetischen Fragestellung ausgehen. In der Schlusssitzung stellen die Gruppen ihre Projekte zur Diskussion.

Detailprogramm, Literaturliste und Reader werden Ende August auf dieser Webseite zur Verfügung gestellt.

Fragen zur Anmeldung: email hidden; JavaScript is required Tel 041 228 52 20

Einladung Projektraum Kunstvermittlung

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Das Kunstmuseum Luzern realisiert im Rahmen seines aktuellen Entwicklungsschwerpunktes einen Projektraum für Experimente zur Bildungsarbeit mit Kunst.
Exemplarisch und modellhaft werden wir von 27. Februar –27. Juni 2010 Situationen und Methoden der Kunstvermittlung erproben und reflektieren – in unserem Projektteam, mit der Hochschule Luzern – Design und Kunst, mit lokalen Partnern, im Rahmen eines nationalen Forschungsprojekts und mit internationalen Gästen.

Ausgehend von einer weitgefächerten Ausstellung der Neuerwerbungen 2000–2010 der Sammlung des Kunstmuseums Luzern setzten wir uns intensiv mit der Kunst des 21. Jahrhunderts auseinander und sind gespannt auf Ihre Sichtweisen. Was ist relevant – für wen? Welche Bezüge gibt es zu anderen Wissensfeldern? Was hat das Gezeigte mit uns zu tun? Im Projektraum entwickeln wir Forschungswege, Darstellungsformen und ein Speichersystem für unterschiedliche Sichtweisen auf die Kunstwerke der Ausstellung. Mehr oder weniger intensive Formen der Zusammenarbeit sind möglich:

Workshops
Projektwochen
Semesterprojekte
Individuelle Besuche

Wir laden Sie herzlich ein mit uns zu arbeiten.

Kontakt und Information:
Susanne Kudorfer, Gioia Dal Molin
email hidden; JavaScript is required
Tel.: 041 226 78 46
Kunstmuseum Luzern (KKL, Lift Level K) Europaplatz 1, CH–6002 Luzern
www.kunstmuseumluzern.ch

Forschungsmodul “Kunst + Vermittlung”

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Das Forschungsmodul “Kunst + Vermittlung” bietet den Masterstudierenden einen Einblick in eines der laufenden Forschungsprojekte am Institut Kunst. Im Frühlingssemster (29. 3. – 7. 4. 2010) wird das Forschungsprojekt “Kunstvermittlung in Transformation” thematisiert, das auf nationaler Ebene in mehreren Teilprojekten verschiedene Aspekte der aktuellen Kunstvermittlung untersucht. Die Hochschule Luzern, D&K untersucht gemeinsam mit dem Kunstmuseum Luzern räumliche und dialogische Möglichkeiten der Kunstvermittlung mit Erwachsenen im Museum. Zu diesem Zweck wird für die Dauer der Sammlungsausstellung “Referenz und Neigung” der “Projektraum Kunstvermittlung” betrieben, von
dem ausgehend verschiedene Projekte und Vermittlungsformate formuliert und erprobt werden.
Die Studierenden vertiefen sich in die Thematik des Forschungsprojektes und machen sich mit den angewandten Forschungsmethoden bekannt. Sie werden zudem eigene Vermittlungsangebote entwickeln, diskutieren und auszuprobieren. Im Rahmen des Moduls werden zusätzlich eingeladene Künstler und Referenten spezifische Positionen der Kunstvermittlung praktisch und theoretisch erörtert.

Bitte die untenstehende Literatur und das abgegebene Passagenheft “Die Kunst(ver-)führer” vor dem Modul lesen:

Nora Sternfeld: Der Taxispielertrick. Vermittlung zwischen Selbstregulierung und Selbstermächtigung PDF
Eric Gable: Ethnographie: Das Museum als Feld PDF
Dagmar Reichert: Zur Forschung der Kunst PDF
Christoph Schenker: Werturteilen PDF
Bill Masuch: Der offene Raum – HandlungsRäume in Kunst und Kunstvermittlung PDF
Anna Schürch: Produktive Sprachmomente. Nachdenken über Sprchweisen in der Kunstvermittlung und über das, was Sinn macht PDF

Gäste des Forschungsmoduls:
Peter Radelfinger (Künstler und Professor an der Züricher Hochschule der Künste) web
Christian Ratti (Künstler Zürich) web
Michael Lingner (Professor für Kunstwissenschaft an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg) web

Links:
Webseite Projektraum Kunstvermittlung
Ausstellung Referenz und Neigung

Forschungsmodul im Master of Fine Arts (MAPS/MAT), Hochschule Luzern
Blockseminar vom 29. März bis 7. April 2010
Verantwortlich: email hidden; JavaScript is required

Projekte und Texte zur Kunstvermittlung

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Kunstvermittlung findet in unterschiedlichen Kontexten statt. Künstlerische, museologische und pädagogische Methoden und Fragestellungen beschäftigen die Akteurinnen in Theorie und Praxis und eine dreiteilige Veranstaltungsreihe der Hochschule Luzern, Institut Kunst.

Sechs subjektiv ausgewählte Beispiele aus der Praxis werden vorgestellt, mit Ansätzen aus der Theorie verbunden und diskutiert. Im Zentrum stehen folgende Fragen: Welcher Methoden bedient sich aktuelle Kunstvermittlung? Was ist das spezifische an ihr? Wie ist die Rolle der Vermittlers/der Vermittlerin zu bestimmen? Kann Vermittlung Kunst sein und umgekehrt?

Download der Materialien als PDF.

Termine:
18. November, 17 – 19 Uhr: Projekte: Sammlungsloge – I am a curator / Texte: Pierangelo Maset
25. November, 17 – 19 Uhr: Projekte: RIK – Regie in Komplizenschaft – Alpineum Produzentengalerie / Texte: Helmut Hartwig
2. Dezember, 17 – 19 Uhr: Projekte: Palais Pinakothek: In Bewegung – Kunstmuseum Thun: Blicke sammeln / Texte: Annette Philp

Ort: Hochschule Luzern, Institut Kunst, Lädelistrasse 12, 6003 Luzern

Detailinformationen:

Kunstvermittlung findet in unterschiedlichen Kontexten statt. Künstlerische, museologische und pädagogische Methoden und Fragestellungen beschäftigen die Akteurinnen in Theorie und Praxis und eine dreiteilige Veranstaltungsreihe der Hochschule Luzern, Institut Kunst.

Sechs subjektiv ausgewählte Beispiele aus der Praxis werden vorgestellt, mit Ansätzen aus der Theorie verbunden und diskutiert. Im Zentrum stehen folgende Fragen: Welcher Methoden bedient sich aktuelle Kunstvermittlung? Was ist das spezifische an ihr? Wie ist die Rolle der Vermittlers/der Vermittlerin zu bestimmen? Kann Vermittlung Kunst sein und umgekehrt?

Die Teilnehmer/innen sind eingeladen, die vorgeschlagenen Texte als Vorbereitung auf die Veranstaltung zu lesen. Den Download-Link zu den Materialien gibt es mit einem Mail an email hidden; JavaScript is required.

Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem nationalen Forschungsprojekt “Kunstvermittlung in Transformation”, in dem Susanne Kudorfer und Christoph Lang das Luzerner Teilprojekt leiten und “RIK – Regie in Komplizenschaft” von Miriam Sturzenegger, Prof. Petra Wunderlich und Prof. Stephan Wittmer.

Christoph Lang, 18. November, 17 – 19 Uhr

– SAMMLUNGSLOGE, Projekt von value in der Stadtgalerie Bern
I am a Curator; Ausstellungsprojekt von Per Hüttner in der Chisenhale gallery London
– Pierangelo Maset: Ästhetische Operationen in der Kunstvermittlung, 2001 PDF
– Pierangelo Maset: Fortsetzung Kunstvermittlung, 2006 PDF

Christoph Lang ist Künstler und Teil des Labels value, das künstlerische Projekte im Bereich der Vermittlung realisiert, so beispielsweise SAMMLUNGSLOGE, das die Kunstsammlung der Stadt Bern zum Ausgangspunkt hatte. Das Projekt I am a Curator des Künstlers Per Hüttner etablierte ein Setting, das die Besucher zu Ausstellungsmachern machte, die für einen Tag eine eigene Ausstellungen realisierten. Der Ansatz der
“ästhetischen Operation”, wie ihn Pierangelo Maset vorschlägt, fokussiert auf künstlerische Strategien und Handlungsweisen als Form der Kunstvermittlung.

Stephan Wittmer, 25. November, 17 – 19 Uhr

RIK – Regie in Komplizenschaft
Alpineum Produzentengalerie Luzern
– Helmut Hartwig: Kunst – / – vermittlung als Handlungsform 2005 PDF

Prof. Stephan Wittmer ist Künstler, freier Kurator und Dozent an der HSLU Design und Kunst. Als vielseitiger Kunstaktivist (vergl. u.a.: SPAMAM, S16) hat die Fragestellung der künstlerischen Kunst-Vermittlung im Werk von Stephan Wittmer einen zentralen Stellenwert. Der Text von Helmut Hartwig wird als gedankliches und sprachliches Wortmaterial interpretiert und dient als Steinbruch für neue Ideen und Handlungsmomente, welche mit dem Forschungsprojekt RIK – Regie in Komplizenschaft verknüpft werden. Als weiterer Dreh- und Angelpunkt fungiert in Konzeption und Ausgestaltung die Alpineum Produzentengalerie in Luzern.

Susanne Kudorfer, 2. Dezember, 17 – 19 Uhr

Palais Pinakothek – In Bewegung
– Blicke sammeln, Kunstmuseum Thun
– Annette Philp: Sehen sie selbst. Warum nicht mehr Museumsarbeit mit Erwachsenen, 2000 PDF
– Annette Philp: Struktur eröffnet Kreativität. Mit Kindern zeitgenössische Kunst anschauen, 2000 PDF

Susanne Kudorfer ist Kunsthistorikerin und arbeitet seit 15 Jahren im institutionellen Kontext verschiedener Museen. Sie leitet die Kunstvermittlung im Kunstmuseum Luzern. Das Beispiel eines Programmschwerpunkts im Palais Pinakothek, München zeigt Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit eines Teams von KunstwissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und PädagogInnnen. Museologisches Vorgehen in der Kunstvermittlung wird im Projekt „Blicke sammeln“ von Sara Smidt im Kunstmuseum Thun vorgestellt. Die Texte von Annette Philp sind ein Beispiel für Theoriebildung aus der konkreten Praxis der Kunstvermittlung.