Forschungsmodul Community Art und Partizipation

Modulverantwortlich: Christoph Lang
In Zusammarbeit mit Rahel El-Maawi und Reto Stäheli. Mit Inputs von Siri Peyer und Mieke Klaver.

1. Sitzung: 2. März, 9.30 Uhr Littau (Seminarraum, 3. Stock) weitere Termine: 3. März, 4. und 5. Mai, 12. Mai 2015

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Inhalt/Abstract:

Die Studierenden des Masters Kunst spezialisieren sich entweder als Künstlerautoren (Major MAPS) oder erlangen zusätzlich zu ihrer Kunstpraxis das Lehrdiplom für Bildnerisches Gestalten auf Sekundarstufe 2 (Major MAT). Beiden Vertiefungen ist gemeinsam, dass sie sich mit der Gesellschaft und der Öffentlichkeit auseinandersetzen und kontextbezogen agieren. Neben hohen ästhetischen Ansprüchen an die Projekte der Studierenden werden auch ethische Fragen diskutiert, insbesondere wenn Laien und Communities in Projekte involviert werden. Für manche Studierende sind kollaborative Arbeitsweisen neu und herausfordernd, denn sie bedingen neben einem anderen Verständnis von Autorenschaft, neue Kommunikations- und Darstellungsformen. Damit künstlerische Prozesse in Kooperationen erfolgreich initiiert werden können, brauchen Studierende der Kunst ein reflektiertes Wissen über Beteiligungsprozesse und deren Steuerung.

Die gestalterische Praxis in soziokulturellen Prozessen ist relativ bescheiden, birgt aber grosses Potenzial zur Beteiligung von diversen Gruppen und zur Sichtbarmachung von Entwicklungsprozessen. Die Verbindung (wie sie auch in der welschen Schweiz stärker gelebt wird) zur Kultur ist ein grosses Potenzial für die Verständigung/Vermittlung der Ziele der Soziokultur.

In einem teilweise gemeinsamen Unterrichtsprojekt soll der Austausch zwischen Kunst und Soziokultureller Animation ermöglicht werden und entlang den Begriffen Community Art und Partizipation eine gegenseitige Information stattfinden. Durch die Reflexion von künstlerischen Praxen und Theoriepositionen soll für beide Studierendengruppen eine Orientierung und eine Perspektivierung der eignen Praxis ermöglicht werden.

Das Modul steht im Zusammenhang mit einem anlaufenden Forschungsprojekt zur gleichen Thematik, das gemeinsam von der Forschungsgruppe Kunst, Design & Öffentlichkeit und dem Institut für Soziokulturelle Entwicklung verfolgt wird. Eine gemeinsame Inputreihe findet voraussichtlich im Herbstsemester 2015 statt.

Lernziel:

Die Studierenden lernen Konzepte der Partizipation und der Community Art kennen und reflektieren exemplarische Projekte und perspektivieren diese mit der Theorie. Gleichzeitig sollen Ziele und Problemstellungen sowohl in der Kunst als auch in anderen sozialen Praxen diskutiert werden.

Methoden:

Das Modul findet in Seminarform statt. Einzelne Termine finden gemeinsam mit zwei parallelen Lehrveranstaltungen des BA Soziokulturelle Animation statt. Einzel- und Gruppenbesprechungen, sowie eine freiwillige Studienreise nach Den Haag vom 11. bis 13. April.

Leistungsnachweis:

Kurzreferat zu einem Projekt oder einer Theorieposition.

Literatur:

Owen Kelly: Community, Art and the State: Stroming the citadels. PDF
Claire Bishop: Artifical Hells: Participatory Art and the politics of spectatorship. PDF

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Datum

Inhalt

2. März: 9.30 bis 16 Uhr

Modulstart, Literatur, Thematik, Vorhaben, Fragen

3. März: 9.30 bis 12.30 Uhr

Partiziplationskonzepte (gemeinsamer Unterricht mit SA)

11. – 13- April (ganztägig)

Studienreise nach Den Haag zusammen mit SA (Teilnahme freiwillig)

4. Mai (Zeit nach Ansage)

individuelle Besprechungen (und Vortrag von Siri Peyer)

5. Mai (Zeit nach Ansage)

individuelle Besprechungen (und Vortrag von Mieke Klaver)

12. Mai: 9.30 bis 17 Uhr

Studierendenkolloquium (Schlusspräsentation) zusammen mit SA im Stadtmuseum Aarau