Arbeit am Glossar: Forschungsmodul “Kunst + Vermittlung”

«Es gibt kein besseres System, um Chaos zu erzeugen, als das Alphabet. Bring etwas in eine alphabetische Ordnung, und schon hast du das totale Chaos! Und genau an diesem Chaos liegt mir etwas.» Michael Glasmeier

Forschungsmodul “Kunst + Vermittlung” Master of Arts in Fine Arts Hochschule Luzern, Design & Kunst
12. und 13. November und 19. und 20. November 2012
Leitung: Christoph Lang und als Gast Anna Bühler

Im Zentrum des Moduls steht die gemeinsame Erarbeitung eines Glossars zur Kunstvermittlung. Der soeben erschienene erste Band zum „Bundeskongress Kunstvermittlung“ 1 enthält ein solches Glossar, das als Ausgangspunkt für unsere Aufgabe dient. Auch das Buch 2 zur Kunstvermittlung an der documenta 12 enthält ein thematisches Glossar; weitere Literatur wird natürlich hinzugezogen werden.
Die Aufgabe der Studierenden wird es sein, erstmals die relevanten Begriffe für „unser“ Glossar zur Kunstvermittlung festzulegen und anschliessend dafür selber Einträge zu verfassen, bestehende Einträge zu kommentieren und die Begriffe miteinander in Beziehung zu setzen (dafür müssen gelegentlich auch Primärtexte konsultiert werden). Diese Tätigkeit wird individuell und in Kleingruppen erfolgen und laufend für die Gesamtgruppe transparent gemacht.

Das Forschungsmodul „Kunst+Vermittlung“ findet im Herbstsemester 2012 zum vierten Mal statt und jede Durchführung hatte einen anderen Fokus auf die Vermittlungsforschung gelegt. Im Sinne einer Bilanz werden während dem Modul Ansätze und Projektideen (auch von Studierenden) aus diesen Modulen vorgestellt und diskutiert. Als Gast wird die MAT-Absolventin Anna Bühler den Hintergrund ihres Projekts Rezipientenproduktion erörtern und ihren Bezug zur Kunstvermittlung herstellen.

Ursprünglich stand das Forschungsmodul in direktem Zusammenhang mit dem SNF-Forschungprojekt „Kunstvermittlung in Transformation“ (Forschungsphase 2009-2010, Publikation 4 und Symposium 2012). Seither wurden in diesem Forschungsfeld weitergearbeitet und dies wird anhand von kurzen Inputs dargelegt („Feldforschend Kunst vermitteln“ Workshop mit Christine Heil und Susanne Kudorfer und „Diversity in Vermittlung von Kunst und Musik!“ Statement für www.kultur-vermittlung.ch).

Literatur:
1) Heil, Kolb, Meyer (Hrsg.): s h i f t # Globalisierung # Medienkulturen # Aktuelle Kunst, München 2012, S. 95-165.
2) Mörsch, Carmen (Hrsg.): Kunstvermittlung 2. Zwischen kritischer Praxis und Dienstleistung auf der documenta 12, Zürich/Berlin 2009, S. 357-381.
3) Mörsch, Settele et. al. (Hrsg.): Kunstvermittlung in Transformation. Perspektiven und Ergebnisse eines Forschungsprojektes, Zürich 2012.
Die Literatur wird direkt im Seminar abgegeben und kann dann auch als PDF bezogen werden.

Als Einstieg wird folgender Text gelesen und diskutiert:
Sternfeld, Nora: €œDer Taxispielertrick. Vermittlung zwischen Selbstregulierung und Selbstermäˆchtigung, in: ed. Schnittpunkt (Beatrice Jaschke, Charlotte Martinz-Turek und Nora Sternfeld), Wer spricht? Autorität und Autorschaft in Ausstellungen, Wien: Turia und Kant 2005, pp. 15-30. PDF