Forschungsmodul «Kunst+Vermittlung» 2011

Daten: 28. bis 30. März und 4. bis 6. April
Studentenfutter: 7. April, 13. April, 19. April, jeweils 17.30 Uhr

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Im Forschungsmodul «Kunst+Vermittlung» das mit Studierenden des Master (MAPS/MAT) der Hochschule Luzern durchgeführt wird steht die Forschung zur aktuellen Kunstvermittlung im Zentrum der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung. Kunstvermittlung findet an verschiedenen Orten und in verschiedenen Kontexten statt: im Museum, in der Schule, in den Medien etc. “Vermittlung” ist zur Zeit in aller Munde. Was steckt dahinter? Wer sind die Vermittler/innen? Was wird vermittelt und wo?
Mit welchem Selbstverständnis wird vermittelt: als Wissensvermittler/innen, als Moderator/innen von gestalterischen Prozessen, als Ermöglicher von Erfahrungen, als Künstler/innen, als Animator/innen?
Wie kann Vermittlung selber “kunsthaft” sein? Und was könnte “künstlerische Vermittlung” sein? Was steht hinter der Forderung nach “künstlerischer Forschung”?

Beteiligte:

Christoph Lang (modulverantwortlich), Susanne Kudorfer (Leiterin Kunstvermittlung Kunstmuseum Luzern), Regine Bungartz (Assistentin Master), Gabrielle Schaad (wissenschaftliche Volontärin Kunstmuseum Luzern), Christoph Lichtin (Kurator und Sammlungskonservator Kunstmuseum Luzern), Peter Fischer (Direktor Kunstmuseum Luzern); Gäste: Catherine Gfeller (Künstlerin) und Robert Estermann (Künstler)

Folgende Ausstellungen im Kunstmuseum Luzern werden in den Blick genommen:

Catherine Gfeller: Pulsations
Max von Moos
Max von Moos gesehen von Peter Roesch, Christian, Kathriner und Robert Estermann
Patricia Bucher: Schlachtenpanorama
Studienraum Sammlung: Die Evangelien in ihrer künstlerischen Darstellung

Tagesprogramm:

Montag, 28. März
Vormittag: Littau
9.30 Uhr: Einführung ins Thema mit Christoph Lang
Überblick über das Modul und die Arbeitsmöglichkeiten
Begriffsklärungen
Vermittlungsmapping als Gruppenarbeit

Nachmittag: Littau
Vermittlungskunst
Vermittlung als Praxisfeld für Studienabgänger?
What is the “Edcational Turn in Curating”?
www.kultur-vermittlung.ch (Vermittlungsoffensive u.a. durch Pro Helvetia)
Praxisbeispiele aus der Vermittlung in anderen Disziplinen

Dienstag, 29. März
Vormittag: Kunstmuseum Luzern
ab 10 Uhr: individueller Ausstellungsbesuch
11.30 Uhr: Einführung in die “Max von Moos”-Ausstellung durch Christoph Lichtin

Nachmittag: Kunstmuseum Luzern
13.30 Uhr: Gespräch in der Ausstellung mit Robert Estermann
Gespräche in den Ausstellungen mit Peter Fischer, Susanne Kudorfer und Christoph Lang
16.00 Uhr Gespräch in der Ausstellung mit Catherine Gfeller
Beginn der Projektarbeit
18.00 Uhr: Künstlerinnen-Gespräch mit Catherine Gfeller und Peter Fischer

Mittwoch, 30. März
Vormittag: Littau
Reader Vermittlung, Literaturseminar mit Regine Bungartz

Nachmittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Literaturstudium und Projektarbeit
18 Uhr: öffentliche Führung durch die Ausstellung “Max von Moos” mit Gisèle Mengis

Montag, 4. April
Vormittag: individuell (Littau)
Literaturstudium und Projektarbeit
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage

Nachmittag: Littau
Künstlerische Forschung, Einführung und Diskussion der Texte und Beispiele mit Christoph Lang

Dienstag, 5. April
Vormittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Literaturstudium und Projektarbeit

Nachmittag: Littau
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage mit Gabrielle Schaad und Christoph Lang
Literaturstudium und Projektarbeit

Mittwoch, 6. April
Vormittag: individuell (Littau/Kunstmuseum)
Einzel- und Gruppenbesprechungen nach Ansage
Literaturstudium und Projektarbeit

Nachmittag: Littau oder Kunstmuseum
Vorstellen und Kritik der Projekte mit Susanne Kudorfer, Gabrielle Schaad und Christoph Lang
Planungsabsprachen
Schlussdiskussion
18 Uhr “Interventionen” Rundgang durch die Ausstellung mit Peter Roesch, Christian Kathriner und Robert Estermann

Donnerstag, 7. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”

Mittwoch, 13. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”

Dienstag, 19. April
17.30 Uhr “Studentenfutter”

Arbeitsaufträge:

Das Vermittlungsformat “Studentenfutter” im Kunstmuseum Luzern wird von den Modulteilnehmern drei Mal gestaltet. Die Studierenden wählen während dem Modul eine Ausstellung bzw. einen Aspekt, der sie interessiert und für den sie ein vermittlerisches Vorhaben entwickeln möchten. Dies kann einzeln oder in Kleingruppen geschehen. Im Lauf des Moduls sollen die Ideen zusammengeführt und zu einem bis drei verschiedenen “Studentenfutter”-Angeboten ausgearbeitet werden.

Wahlweise kann ein Vermittlungsformat besucht und kritisch hinterfragen werden. Dies kann im Kunstmuseum Luzern oder anderswo sein (beispielsweise eine Führung, ein öffentliches Gespräch, ein Workshop, ein Ausstellungsbesuch mit einer Schulklasse etc.).

Zu zweit wird pro Halbtagesblock ein Protokoll erstellt, das zum Ende des Moduls an alle verteilt wird.

Literatur:

Literatur kann im Vorfeld heruntergeladen und gelesen werden. Die Texte werden im Modul diskutiert. Zudem ist eine Literaturübersicht (Reader) als einmalige Veranstaltung ins Modul integriert.
Sturm, Eva: Von Kunst aus-bilden PDF
Sturm, Eva: Kunst in der Vermittlung, Vermittlung in der Kunst PDF
Busch, Kathrin: Künstlerische Forschung: Potentialität des Unbedingten PDF
Christoph Schenker: Werturteilen PDF
Passagen (Pro Helvetia): Kunst(ver-)führer PDF

Links:

www.kultur-vermittlung.ch

www.kunstmuseumluzern.ch