Silicon Valley, wir kommen!

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Ein Traum für die Wirtschaftsinformatik-Studierenden wird wahr: Sie gehen zwischen dem 4. und 5. Semester für sechs Wochen ins Silicon Valley. Ursulina Kölbener und Matthias Perrollaz berichten von ihren Erlebnissen.

Während der International Project Experience (IPE) können wir in Teams ein IT-Projekt für ein Unternehmen im Silicon Valley realisieren. Im ersten Gastbeitrag der Serie, möchten wir euch in vier Akten Einblick in unsere Vorbereitungen geben.

  1. Unterkunft: Von Wohnung bis Wohnwagen ist alles möglich

Plötzlich war es nicht mehr nur ein Gedankenexperiment, es wurde fassbar: Mitte des 4. Semesters erhielten wir die Daten und den Standort für den Aufenthalt im Silicon Valley. Endlich konnten wir die Unterkünfte organisieren. Für eine Dauer von sechs Wochen ist ein Hotel (für Studierende) schlicht zu teuer, deshalb suchten die meisten auf Airbnb eine Unterkunft.

Dabei entstanden spannende Diskussionen bezüglich des Wohnstandards. Während die einen nach Unterkünften mit Pool Ausschau hielten, hatten andere bereits eine Wohnung gebucht und wieder andere wählten einen Wohnwagen – dort ist das Start-up-Feeling garantiert! Auf jeden Fall lohnt es sich rechtzeitig mit der Suche zu beginnen, da sich zahlbare Möglichkeiten in Grenzen halten.

  1. Anreise: Über kurz oder lang kommen alle an

Fast zeitgleich mussten wir einen Flug über den grossen Teich buchen. Hier lautete die Devise: Je früher desto besser. Denn die IPE findet in den Sommerferien statt und dort sind die Preise bekanntlich hoch. Die einen wählten den abenteuerlichen dafür aber günstigeren Weg mit unzähligen Zwischenstopps. Andere buchten einen teureren Direktflug nach San Francisco oder San Jose.

Und wie wäre es mit einer kleinen Reise vor dem Aufenthalt? Wenn wir schon mal dort sind… Die berufsbegleitenden Studierenden hatten hier das Nachsehen, da nicht jeder Arbeitgeber die Zeit überbrücken konnte. Doch nicht bei allen Vollzeitstudierenden lag eine Reise zuvor drin, denn teilweise standen finanzielle Gründe im Weg.

Trotzdem entschieden sich viele, das Land ein paar Tage bis Wochen vorher zu bereisen. Einige flogen direkt nach den letzten Prüfungen, andere ein bis zwei Wochen vor dem Start der IPE und wieder andere einen Tag vor Projektbeginn. Hauptsache wir kommen alle pünktlich und wohlauf am ersten Tag zum verabredeten Treffpunkt in der Dr. Martin Luther King Jr. Library, San Jose, an.

  1. Einreise: Pass und Social Media Profile, bitte

Nebst dem übrigen Papierkram mussten wir uns auch um ein Visum kümmern. Obwohl die Einreisebestimmungen eher strikt sind (wann musstet ihr das letzte Mal eure Social Media Präsenz angeben, wenn ihr in ein Land einreisen wolltet?), kann das Electronic System for Travel Authorization (ESTA) online beantragt werden. Nachdem man die unzähligen Fragen beantwortet hat und die Passnummer schon bald auswendig weiss, geht es im Normalfall nur ein paar Tage, bis das Visum kommt.

Wer noch keine Kreditkarte hatte, hat sich spätestens jetzt eine angeschafft. Denn das ESTA kann nur mit Kreditkarte oder PayPal bezahlt werden. Eine Kreditkarte ist sowieso empfehlenswert. Wir haben sie bereits öfters benötigt: Für die Automiete, Airbnb, die Flugtickets und verschiedene Aktivitäten. 

  1. Projekte: Von Machine Learning bis Smart Home

Was hat man uns doch auf die Folter gespannt, uns warten und uns leiden lassen. Gemeint ist natürlich die Wartezeit auf die Informationen zu den künftigen Projekt-Gebern. Zuvor haben wir unsere CVs auf Hochglanz poliert, Berufserfahrungen beschrieben (in Englisch natürlich) und diese dann unserem Dozenten gesendet. Endlich war es soweit und wir erhielten die Projektbeschriebe. Daraufhin sollten wir uns für drei bewerben und unsere Prioritäten angeben. So wurden die Gruppen gebildet. Ein Schelm wer denkt, dass dies in umgekehrter Reihenfolge passiert ist.

Nach einer diskussionsreichen Vorlesung konnten die Gruppen schliesslich fixiert werden. Die Palette der Auftraggeber ist breit: Twitter, Swisscom, Varian, Valora sowie diverse Start-Ups sind unter den Firmen. Die Projekte reichen von Machine Learning über Marktforschungsaufträge bis hin zum Smart Home.

Nun sind wir bereit. Die International Project Experience 2018 kann kommen. Die Vorfreude ist enorm! Doch alles der Reihe nach. Zuerst werden noch die letzten Prüfungen geschrieben.

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4 Kommentare

  1. Konrad Marfurt on

    At the moment the field „social media“ is still marked as optional! You can leave it blank on the immigration form, too. ESTA is not a visa! It is the authorization to travel to (not to enter!) the U.S. The immigration officer decides.
    Enjoy your trip!
    Nice picture! Don’t forget an adapter for electricity (as shown in the lecture slides).

    • Hello Mr. Marfurt
      This is so correct. We found it very entertaining that you can list your social media activities.
      Regarding the ESTA / VISA term you are right. Thank you very much for the correction.

  2. Konrad Marfurt on

    I hope that nobody booked a direct flight from Zurich to San José. It would land in the wrong Country (Costa Rica) at the Juan Santamaria airport (SJO).
    San José California’s code is SJC! There are no direct flights to SJC from Switzerland but from a few U.S. hubs.

    • Hello Mr. Marfurt
      This is true. I think we’ve made a mistake. We also hope that everyone has chosen their destination airport correctly.

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