Die App und das Ei

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Eine nützliche App ist gut. Eine App, die ein Mysterium löst, ist besser. Im Modul «Programmieren für iOS» lernen Studierende individuelle Apps zu entwickeln und präsentieren diese zum Abschluss. Sie lösen dabei ganz unterschiedliche Probleme.

«Es ist wie im richtigen Leben: Wer sich gut verkauft, der kommt weit», sagt Prof. Dr. Ruedi Arnold bei den Abschlusspräsentationen im Modul «Programmieren für iOS». Acht Teams pitchten hier ihre selbst geschriebenen Apps. Was die App kann, war ganz der Fantasie der Studierenden überlassen. Hauptsache nützlich, lautete die Devise.

Einige Apps spiegeln die Hobbys der Studierenden wieder: Etwa der «ReefChecker», eine App für Aquaristik-Fans, welche hilft, die wichtigsten Wasserwerte in einem Aquarium zu überwachen. Oder der «ScoreMaster», eine App für den Volleyball-Verband, die das Punkte-Zählen erleichtert. Auch der «Rubic Cube Timer» verrät eine Leidenschaft: Der Student, ein Speed Cuber, kann mit der App trainieren, den Zauberwürfel so schnell wie möglich zu lösen.

Eine andere App nutzt Augmented Reality: «Measure with Pleasure» trackt die Modell-Seilbahn, die das Team im PREN-Modul (einem interdisziplinären Engineering Lernprojekt) gebaut hat. «Eine aufwändige Geschichte», sagt Arnold. Wieder andere sind pragmatisch: Etwa der «HSLU Task Master», eine App, die Aufgaben verwaltet. Oder die App «BlueBC», die den Austausch von Visitenkarten via Bluetooth ermöglicht.

Mysterium Frühstücks-Ei

Und dann war da noch eine App, die versprach, ein grosses Mysterium zu lösen – jenes um das perfekte Frühstücks-Ei. Sie kennen das Problem: Mal ist das Eiweiss noch glibberig, mal das Eigelb zu hart und das, obwohl man es immer gleich zubereitet.

Neben dem Umfang und dem Gewicht des Eis, spiele auch die Höhe über Meer eine Rolle, da diese die Siedetemperatur des Wassers bestimme, erklären Nico Rubeli und Alex Duong. Die Studierenden kamen per Zufall auf die Idee, eine App für das ideale Frühstücks-Ei zu entwickeln. Dank einer Formel des Physikers Werner Gruber, berechnet ihre «Egg-App», je nach gewünschter Konsistenz, die optimale Kochzeit.

Den Beweis lieferten sie auch gleich. Ausgerüstet mit Ei, Becher, Wasserkocher und Salz konnten sie Dozent Ruedi Arnold als Testperson gewinnen. Sie legten das Ei zum Wiegen auf das iPhone, grenzten den Umfang auf dem Display ein und erhielten die Kochzeit. Das Ei wanderte nun in den Wasserkocher und blieb dort bis zum «Kikerikii», welches aus dem iPhone ertönte. Ruedi Arnold erhielt sein Ei wie gewünscht: Das Eigelb wachsweich, das Eiweiss fest.

Nachdem alle ihre Apps präsentiert hatten, wurde die Sieger-App durch die Klasse gewählt. Den von der Firma bbv Software Services AG gesponserten Preis hat die «Egg-App» gewonnen. Alex Duong und Nico Rubeli waren überrascht: «Damit haben wir nicht gerechnet.» Wollen Sie die App in den App-Store bringen? «Ja das haben wir vor», sagten sie. Jedoch sei nicht sicher, ob Apple die App zulasse, da das iPhone eigentlich nicht als Waage genutzt werden darf.

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