Information & Cyber Security: Jetzt gilt es ernst

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Die Schweizer Cyber-Security-Szene traf sich an der Hochschule Luzern – Informatik. Wir haben Stimmen von Bundesrat Guy Parmelin und Teilnehmenden auf Video eingefangen und mit dem Leiter des neuen Studiengangs, Prof. Dr. Bernhard Hämmerli, gesprochen.

Anlass für die ausgebuchte Tagung war die Eröffnung des neuen Bachelor-Studiengangs Information & Cyber Security. Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und IT kamen um zu Netzwerken und über die aktuelle Lage und die künftige Entwicklung der Informations- und Cyber-Sicherheit in der Schweiz zu diskutieren.

Video: Bundesrat Guy Parmelin im Gespräch mit Studiengangleiter Prof. Dr. Bernhard Hämmerli


Video: Besucher-Stimmen von der Eröffnung des Studiengangs Information & Cyber Security


Drei Fragen an Prof. Dr. Bernhard Hämmerli

1. Herr Hämmerli, die Eröffnung des Studiengangs Information & Cyber Security war ein voller Erfolg. Was nehmen Sie mit?

Prof. Dr. Bernhard Hämmerli: Es hat mich ausserordentlich gefreut, dass die Eröffnungsfeier auf so grosses Interesse bei den Teilnehmenden, den Medien und den Studierenden gestossen ist. Cyber Security ist in der Fachgemeinschaft schon lange bekannt, nun scheint auch die Politik ernst machen zu wollen: Das Gespann Ständerat Eder und Bundesrat Parmelin, mit Unterstützung des Präsidenten der Sicherheitspolitischen Kommission, Ständerat Josef Dittli, hat viel bewirkt, wie beispielsweise die Cyber-Lehrgänge der Armee und den Aktionsplan für Cyberdefence.

2. Warum werden Cyber-Risiken von Unternehmen oft noch unterschätzt?

Hämmerli: Die Vorfallsumme von Cyber-Schäden war in der Vergangenheit relativ gering und viele Firmen sind nicht schlecht damit gefahren, auch Risiken einzugehen. Inzwischen hat eine beträchtliche Zahl der Unternehmen schon einmal einen Cyber-Vorfall gehabt. Es wäre gut, wenn diese sich das Sprichwort «Durch Schaden wird man klug» zu Herzen nehmen würden. Noch klüger wäre es, aus den publizierten Fällen zu lernen. In Zukunft wird es nicht mehr funktionieren, Risiken in Kauf zu nehmen, da die heutigen und kommenden Schäden, meist massiven Einfluss auf die Bilanz haben werden. Ich denke, dass diese Schadensummen von einigen unterschätzt werden und die ergriffenen Massnahmen nicht dem Risikoprofil entsprechen.

Statistik: Zunahme von Cybercrime in der Schweiz

Innert fünf Jahren haben sich die Meldungen beim Fedpol fast verdreifacht. (Grafik: Bundesamt für Polizei (Fedpol))

3. Der Studiengang Information & Cyber Security ist Mitte September gestartet. Wie sind die Rückmeldungen bis jetzt?

Hämmerli: Einen Studiengang neu aufzusetzen, bedeutet primär viel Arbeit. Diese sind wir proaktiv angegangen und hatten Erfolg beim Anwerben von Studierenden, sodass wir den Lehrgang zwei Mal im Jahr, Mitte Februar und Mitte September, anbieten können. Die Rückmeldungen der Studierenden sind so, wie sie sein sollten: Etwa ein Drittel findet das Studium etwas streng, mit den Inhalten sind sie jedoch mehrheitlich glücklich.

Ehrengast der Veranstaltung war Bundesrat Guy Parmelin. Die Ausbildung von Expertinnen und Experten im Bereich Cyber Security ist für ihn essentiell für eine sichere Schweiz. (Bild: Ingo Höhn)


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