News aus dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Dr. Anina Hille: Key Takeaways vom 3rd Women’s Business Supper

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von Dr. Anina Hille, Dozentin und Projektleiterin am Insitut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Am 8. November 2018 fand das 3rd Women’s Business Supper statt. Die Rückmeldungen zum Anlass mit rund 180 Teilnehmerinnen waren wiederum äusserst positiv. Im Zeichen des heutigen Zeitgeistes und des Austausches setzten sich dabei die Teilnehmerinnen mit Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft wortwörtlich gemeinsam an den Tisch – zum interaktiven Abendessen („Supper“). Diese gelungene, dritte Durchführung fand nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen – einmal mit Frauen und Männern seitens der Führungspersonen – dieses dritte Mal ausschliesslich mit weiblichen Entscheidungsträgerinnen statt.

Ziel des Supper war auch dieses Jahr, „hands on“ generationen- und hierarchieübergreifend voneinander zu lernen, zu interagieren und sich zu vernetzen. Dabei sollte ein gemeinsames Bewusstsein geschaffen werden für optimales Agieren und Positionieren, damit qualifizierte Frauen vermehrt in attraktive Wirtschaftspositionen kommen. Während drei Gängen wurde an den zwanzig Tischen jeweils simultan ein Thema pro Gang diskutiert. Dabei teilten die Entscheidungsträgerinnen aus der Wirtschaft ihre persönlichen Erfahrungen zu ihrer beruflichen Laufbahn mit Frauen, die sich noch mitten auf ihrem Karriereweg befinden. Gemeinsam wurden Wünsche und Massnahmen erarbeitet, welche für die Karriere von Frauen essentiell sind.

Die Key Takeaways  aus diesen Diskussionen hat die Hochschule Luzern nun ausgewertet und aggregiert. Diese sollen konkrete Anregungen und Tipps liefern, um Frauen vermehrt in Führungspositionen zu bringen.

In der ersten Diskussionsrunde setzten sich die Wirtschaftsfrauen mit dem Thema Auftrittskompetenz auseinander. An den Tischdiskussionen wurde bestätigt, was in der Literatur bereits belegt ist: Nämlich, dass bei erfolgreichen Auftritten die Form vor dem Inhalt steht. Dabei sei eine gute Vorbereitung wichtig: nicht nur auf inhaltlicher Ebene, sondern genauso auf der para- und nonverbalen Ebene. Alle drei Ebenen können geübt werden. Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor, welcher breit diskutiert wurde, ist Authentizität. Ein Auftritt wirkt dann authentisch, wenn die transportierten Informationen mit den Worten, der Stimme, der Lautstärke, der Sprechmelodie und den nonverbalen Äusserungen übereinstimmen. Unter anderem bedeutet dies, mittels Herzblut und einer Vision etwas zu vertreten und damit zu begeistern und zu überzeugen

Ziel der zweiten Tischdiskussion war, ein offener Austausch zu Tipps, Erfahrungen, Erfolgsfaktoren und Hindernisbewältigungsstrategien von Frauen fürs Top-Management. Diese Diskussion hatte bewusst den offenen Titel: „Was ich schon immer von einer Führungspersönlichkeit wissen wollte … ?“. Besprochene Erfolgsfaktoren für die Karriere, die Frauen selber beeinflussen können, haben hauptsächlich die Themenbereiche Motivation, „sich selber treu bleiben“ und die eigene Sozialkompetenz umfasst. Viele Führungsfrauen teilen die Meinung, dass es zentral ist, an die eigene Vision zu glauben, für die eigenen Forderungen einzustehen und sich nicht von Stereotypen beeinflussen zu lassen. Weiter als wichtig erachtet wurden klare Kommunikation, Gelassenheit, Selbstbewusstsein – aber auch das regelmässige Einholen von Feedback und sich mit Personen umgeben, die auch durchaus kritisch sind. Dies führt zu einer stetigen Verbesserung und Erweiterung des Horizonts und hilft, offen für Neues zu bleiben. Viele weitere Karrieretipps und persönliche Erfahrungen wurden im intimen Rahmen der jeweiligen Tischrunden diskutiert, diese bleiben aber wohlbehütetes Geheimnis unter den Teilnehmerinnen.

In der dritten und letzten Diskussionsrunde wurden die im Rahmen von Women’s Business Inspirations eingereichten Massnahmen zur Erhöhung der Chancengleichheit der Geschlechter diskutiert. Diese haben verschiedenste Themenbereiche umfasst: flexible Arbeitsmodelle, Reskilling, Wiedereinstiegsprogramme nach Elternschaft, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gemischte Teams und Zusammenarbeit in Bezug auf Alter und Geschlecht sowie aktiver Einbezug von Männern. Dass die Forderung nach vermehrtem Einbezug von Männern dem aktuellen Zeitgeist entspricht, zeigte auch die Tatsache, dass die Mehrheit der eingereichten „Inspirations“ Massnahmen auf beide Geschlechter zielt. Nur durch die Einbindung der Männer kann Chancengleichheit erreicht werden – ganz getreu des Leitsatzes vom Women’s Business Supper: „Gender TOGETHER“.

Zahlreiche konkrete Tipps und Massnahmen aus den einzelnen Diskussionsrunden entnehmen Sie der Publikation Key Takeaways – 3rd Women’s Business Supper.

Besuchen Sie unsere Seminare oder ein Women’s Business Lunch, um von Experten/-innen geschult zu werden und Ihre Karriere zu forcieren oder nehmen Sie am 4th Women’s Business Supper teil – bis Ende August 2019 können Sie von Early Bird Tickets profitieren.

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