News aus dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Women’s Business Inspirations: Massnahmen zur Erhöhung der Chancengleichheit ausgezeichnet

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Dr. Anina Hille, Dozentin und Projektleiterin am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Die Hochschule Luzern hat mit der Plattform Women’s Business Inspirations zum zweiten Mal umgesetzte Massnahmen von Unternehmen zur Erhöhung der Chancengleichheit und dem Miteinander der Geschlechter sichtbar gemacht, damit der Markt vom Markt lernen kann. Im feierlichen Rahmen vom 3rd Women’s Business Supper wurden am 8. November im Ballsaal des Hotels Park Hyatt in Zürich die drei populärsten Massnahmen ausgezeichnet. (Bild v.l.n.r.: Dr. Anina Hille, Hochschule Luzern; Ina Rhöös, IKEA; Dr. Doris Aebi, aebi+kuehni AG)

Was ist Women’s Business Inspirations?
Mittels der neutralen Plattform Women’s Business Inspirations sammelt die Hochschule Luzern umgesetzte Massnahmen aus der Wirtschaft, welche zum Ziel haben, die Chancengleichheit von Frauen und Männer zu erhöhen. Mit dem Sichtbarmachen dieser Massnahmen sollen weitere Organisationen und Privatpersonen inspiriert und zur Thematik sensibilisiert werden. Unternehmen, die Massnahmen einreichen, haben hierbei Gelegenheit, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren.

Die drei populärsten Massnahmen 2018
Insgesamt wurden 13 Massnahmen eingereicht und sichtbar gemacht. Mittels Schwarmintelligenz wurden die drei populärsten Massnahmen ermittelt: Auf Platz 1 «Zwei Monate Vaterschaftsurlaub» von IKEA, auf Platz 2 «Role Model Events» der Deutschen Bank Schweiz und auf dem 3. Platz «Comeback Programme für Mütter und Väter» von IKEA. Am 3rd Women’s Business Supper vom 8. November 2018 sind diese Massnahmen vorgestellt und im feierlichen Rahmen ausgezeichnet worden.

Übersicht zu allen Massnahmen (alphabetisch geordnet)

Baby Boomers treffen Generation Y
Eine Massnahme der Unternehmung Julius Baer
Ziel: Förderung des generationenübergreifenden Dialoges, um die unterschiedlichen Stärken und Schwächen der beiden Gruppen zu erkennen und greifbar zu machen.
Weg: 1-jähriges Mentoring Programm, bei dem sich Personen aus der Generation Y mit Personen aus der Generation Baby Boomers treffen. Das Programm startet mit einer Kick-off Veranstaltung, an welcher in interaktiven Workshops die Sichtweisen und Eigenschaften der unterschiedlichen Generationen erarbeitet werden.

Comeback Programm für Mütter und Väter
Eine Massnahme der Unternehmung IKEA
Ziel: Erhöhung der Rückkehrquote von Eltern nach der Babypause
Weg: Eltern werden während des Mutter- oder Vaterschaftsurlaubes per E-Mail regelmässig über Entwicklungen am Arbeitsplatz informiert. Ein dreitägiges Wiedereinstiegsprogramm vereinfacht die Rückkehr ins Erwerbsleben. Zudem können Mitarbeitende mit klarer Karriereplanung von bezahlten, berufsspezifischen Schulungen profitieren.

FAMIES
Eine Massnahme der Unternehmung Basellandschaftliche Kantonalbank
Ziel: Rückkehr von Mütter mit Spezialistinnen- oder Führungsfunktion nach Mutterschaft
Weg: Die BLKB bietet ein familienfreundliches Arbeitsumfeld mit flexiblen Lösungsstrategien, interne Seminare für interessierte Eltern, Führungspositionen bei einem Pensum von min. 60% und Spezialistinnen-Funktionen bei einem min. Pensum von 40% sowie weitere Angebote.

Flexible Working @ Sandoz
Eine Massnahme der Unternehmung Sandoz Pharmaceuticals
Ziel: Förderung flexibler Arbeitsformen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Weg: Diverse Angebote für flexibles Arbeiten wie Teilzeit, 1 Tag Home-Office pro Woche, mehr Ferien für weniger Lohn, Job sharing / Job Splitting und weiteres.

Migros-Portraits: Kaderfrauen stellen sich vor
Eine Massnahme der Unternehmung Migros-Gruppe
Ziel: Verbreitung von positiven Frauen-Rollenbilder
Weg: Im Migros-Magazin werden regelmässig Kaderfrauen portraitiert, um darauf aufmerksam zu machen, dass auch Frauen erfolgreiche Karrierewege einschlagen können.

Parents Sharing Session: Austausch für Eltern
Eine Massnahme der Unternehmung PwC
Ziel: Problemlösung in der Schnittstelle Firma – Eltern, Vereinbarkeit Beruf und Familie
Weg: Jährliche Sessions mit interessierten Eltern bei denen ein offener Austausch zu Themen wie Flexibilität, Ausgleich, Teilzeitbeschäftigung, usw. diskutiert wird.

Role Model Events bei der Deutschen Bank Schweiz
Eine Massnahme der Unternehmung Deutsche Bank
Ziel: Verbreitung von positiven Frauen-Rollenbilder
Weg: Austausch von jungen weiblichen Talenten mit Kolleginnen in internationalen Management-Positionen – persönlich oder via Videokonferenz – zu Themen wie Zeitmanagement, Einfluss ausüben oder die Frage wie man mit schwierigen Situationen umgeht.

Sonova verschafft ihren MitarbeiterInnen Gehör!
Eine Massnahme der Unternehmung Sonova
Ziel: Dialog mit Mitarbeitenden zur Weiterentwicklung von Diversity & Inclusion
Weg: Mittels eines virtuellen Roundtables können Mitarbeitende von der ganzen Welt darüber diskutieren, was für sie Vielfalt bedeutet und welche Herausforderungen prioritär zu lösen sind.

SWISS Case Carousel – Ladies Special
Eine Massnahme der Unternehmung SWISS
Ziel: Rekrutierung von weiblichen Nachwuchsführungskräften
Weg: Mit dem Event SWISS Case Carousel – Ladies Special, können Masterstudentinnen einen Blick hinter die Kulissen von SWISS werfen und sich mit weiblichen Führungspersonen vernetzen.

Swisscom: Diversität mit Talent Management fördern
Eine Massnahme der Unternehmung Swisscom
Ziel: Faire und eigenverantwortliche Selektion der Nachwuchsführungskräfte
Weg: Talente können sich bei der Swisscom neu mittels Selbstnomination bewerben und werden so objektiver für die Talent Programme ausgewählt. Seit der Einführung des Systems hat sich der Frauenanteil in den Talent Programmen fast verdoppelt.

Wer bin ich? – Train MyBrand
Eine Massnahme der Unternehmung Julius Baer
Ziel: Selbstbewusstes und gezieltes Einsetzten der eigenen Person
Weg: Mit dem MyBrand Training, dass von externen Trainern durchgeführt wird, können Frauen und Männer an ihrem eigenen Brand arbeiten. In einem eintägigen Training wird dieser in interaktiven Sessions angewendet und getestet wie er bei Kollegen/-innen ankommt. Im Berufsalltag kann der eigene Brand dann weiterentwickelt werden.

2 Monate Vaterschaftsurlaub
Eine Massnahme der Unternehmung IKEA
Ziel: Teilen der elterlichen Pflichten, Vereinbarkeit Beruf und Familie
Weg: IKEA bietet seit dem 1. September 2017 allen Vätern 2 Monate Vaterschaftsurlaub an, wobei der erste Monat voll und der zweite Monat zu 50% bezahlt ist.

25% weibliche Partner bis 2020 bei EY Schweiz!
Eine Massnahme der Unternehmung EY Schweiz
Ziel: Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen
Weg: EY trifft Massnahmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen bei der Rekrutierung, der Entwicklung und auch wenn es darum geht bei EY zu bleiben (80-100% Pensum möglich, Interne Coaching-Programme, flexible Arbeitsmodelle).

Mehr Informationen zur Initiative und zu den Massnahmen 2017 sowie 2018 finden Sie unter blog.hslu.ch/inspirations.

Sind Sie interessiert am Women’s Business Network? Dann vernetzten Sie sich in unserem Network oder auf Xing und LinkedIn mit anderen Business Frauen und tauschen Sie sich zu Massnahmen in Ihrem Unternehmen aus.

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