News aus dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Philippe Oster: Rückblick auf die Konferenz Schweizer Vermögensverwalter

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von Philippe Oster, Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

An der dritten IFZ Konferenz «Schweizer Vermögensverwalter» wurde den Teilnehmenden der erstmals publizierte IFZ Vermögensverwalter Guide 2017 sowie neuste Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung von externen Vermögensverwalter (eVV) Desks in Schweizer Banken als auch von der hiesigen Zulieferindustrie präsentiert. Zugleich wurden Einblicke in die jüngsten Entwicklungen der für eVV relevanten nationalen und internationalen Regulierungen aufgezeigt. Über 90 Personen besuchten die Konferenz in Zug. Nachfolgend ein kurzer Rückblick.

Nach der Begrüssung der Teilnehmenden und Eröffnung der Konferenz durch Prof. Dr. Dominik Erny, Dozent im Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, präsentierte Philippe Oster, Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, die wesentlichen Ergebnisse aus der erstmals publizierten Umfrage Vermögensverwalter Guide 2017. Der Guide zeigt auf, dass die offerierten Dienstleistungen von Vermögensverwalter Desks Schweizer Banken sowie der hiesigen Zulieferindustrie einer erhöhten Dynamik unterliegen und eine erhebliche Spannweite im Sinne des Leistungsumfangs sowie auch der damit verbundenen Konditionen aufweisen. Der Vermögensverwalter Guide 2017 kann kostenlos in elektronischer Form oder auf Anfrage auch physisch bezogen werden.

Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit den Sponsoren Bank Vontobel AG und Expersoft Sytems AG sowie dem Partner VQF Academy durchgeführt. Wir bedanken uns herzlich für das Engagement unserer Partner sowie Referierenden.

Digitalisierung für externe Vermögensverwalter

François Jeannet, management & advisory services mas ltd., zeigte den Gesamtrahmen des eVV Geschäfts auf. Er ist überzeugt, dass Tradition und Umbruch zusammengehören. François Jeannet ermutigt eVVs, den Handlungsbedarf zu verinnerlichen und die bereits heute erprobten und existierenden Lösungen zu nutzen, denn erst die erfolgreiche Bewältigung des Umbruchs erlaubt die Fortführung der Tradition.

Brian Fischer und Stefan Bütler, Bank Vontobel AG, beleuchteten die Evolution der Bankendienstleistungen für externe Vermögensverwalter anhand von konkreten Beispielen und Erkenntnissen. Die Plattformen der Banken werden umfassender und flexibler bei durchgängigen Prozessen und geringerer Komplexität. Auch zeigten die beiden Experten auf, dass weiterhin in die Schnittstelle zum Kunden und der Zulieferindustrie investiert wird.

Alex Geissbühler, Geissbühler Weber & Partner AG, erläuterte anhand eines konkreten Digitalisierungsprojektes im Bereich Kunden-Onboarding, dass ein Finanzdienstleister ohne Compliance Verlust abspecken kann. Er gab zudem konkrete Empfehlungen zu den notwendigen Angaben und zur Struktur im Basisvertrag. Ebenfalls zeigte er die Prozessschritte bei der Video- und Online-Identifizierung sowie weitere mögliche digitale Prozesse auf.

Matthias Plattner, UBS Switzerland AG, nahm die Teilnehmenden auf eine Reise ins Jahr 2030 – ein Tag im Leben eines Vermögensverwalters, der von zahlreichen digitalen Prozessen unterstützt wird. Zudem gab er einen Einblick in den architektonischen «Blueprint» und thematisierte u.a. die Wichtigkeit von Datenschnittstellen und IT Sicherheit.

Kaspar Wohnlich, Evolute AG, sprach über das Marktumfeld der eVVs und legte dar, wie FinTech und RegTech als Teilmenge zusammenwirken. Zugleich zeigte er an konkreten Beispielen Hürden und Herausforderungen für RegTech auf. In einer Live Demo wurde zum Schluss exemplarisch demonstriert, dass der eVV heute schon auf die plattformbasierte Unterstützung von Compliance bezogenen Vorgaben zählen kann.

FIDLEG/FINIG – das Wichtigste für externe Vermögensverwalter für 2018+

Elmar Meyer und Simon Wälti, Lexpert Partners AG, zeigten neben der für eVV relevanten Regulierungslandschaft Schweiz auch Auswirkungen aus dem Rechtsverhältnis der Europäischen Union und der Schweiz für den hiesigen Finanzsektor auf. Ebenfalls gaben sie ein umfassendes Update hinsichtlich der Gesetzesentwürfe FIDLEG/FINIG und erläuterten Inhalte daraus anhand von konkreten Beispielen.

Dr. Beatrix Jäger, Primecoach AG, zeigte aus verschiedenen Perspektiven auf, welche Kriterien für eVVs ausschlaggebend sind, um die anstehenden Regulierungsanforderungen sowie allfällig angestrebte Bewilligungsverfahren erfolgreich umzusetzen. Die Referentin berichtete aus abgeschlossenen Projekten über die unterschiedlich starke Betroffenheit von eVV Aufbauorganisationsstellen und über best practices beim Management einer Ablauforganisation.

Nicolas Ramelet, VQF, machte eine Standortbestimmung hinsichtlich Fintech und dem Erwartungsmanagement im eVV Sektor. Er zeigte beispielhaft auf, wo eVVs schon heute auf eine digitale Unterstützung zählen können. Zugleich erläuterte er, dass Fintech in die bestehenden Geschäftsmodelle integriert wird und neue Marktsegmente erobern kann. Für Nicolas Ramelet ist Fintech ein «Can», nicht ein «Must».

Prof. Dr. Maurice Pedergnana, Dozent im Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ , fasste die verschiedenen Referate zusammen und stellte den Referenten und Referentinnen  Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Lebenssituationen. Ein fachlich interessanter und mit einer Prise Humor versehener Dialog erfolgte zum Abschluss der Konferenz.

Hier geht es zu den einzelnen Interviews der Referierenden.

SAVE THE DATE: Am 28. Juni 2018 findet die IFZ Konferenz «Schweizer Vermögensverwalter 2018» in Zug statt. Auch im nächsten Jahr werden sich hochkarätige Referierende aus der Branche praxisnah zu aktuellen Herausforderungen äussern und Lösungen bieten. Ebenso werden die Resultate des Vermögensverwalter Guides 2018 an der Konferenz veröffentlicht. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

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