Geschichten hinter den Kulissen des Departements Technik & Architektur

Eine Innenarchitektin im Norden – Julia im Austausch

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Wie aufmerksame Instagram-Follower der Hochschule Luzern – Technik & Architektur (@hsluta1958) bereits bemerkt haben, posted unsere Influencerin Julia Egli (@elfinamerline) immer mal wieder aus dem schönen Great Britain. Aktuell verbringt sie ein Austauschsemester an unserer Partnerschule Northumbria University in Newcastle.

In einem kurzen Interview erzählt sie uns, was sie in den ersten drei Monaten so erlebt hat.

Dies ist die 7te Brücke und wohl die bekannteste von Newcastle. Sie kann sich kippen sobald ein Schiff entlang fährt.

Liebe Julia, wie ist es bis jetzt in England? Hast du gut gestartet?
Der Anfang war wirklich hart, da ich hier in den ersten Wochen noch für Prüfungen an der HSLU lernen musste. Doch dies habe ich gerne in Kauf genommen, um nur nicht nochmal an die D&K gehen zu müssen.
Die erste Woche war eine Einführungswoche mit allen Incoming-Studierenden von überall aus der Welt. Ich habe sogleich meine «homies» gefunden, doch wir sind alle sehr offen und unternehmen fast jeden Abend etwas mit der ganzen Gruppe. In der zweiten Woche habe ich meine Klassenkameraden kennengelernt, also nur englische Studierende, da ich die einzige Incoming-Studentin bei den Innenarchitekten bin.

Welche Erwartungen hast du an das Auslandsemester? Wo denkst du, bringt es dich weiter?
Bevor ich nach England gekommen bin, war mein Ziel vor allem eine gute und interessante Zeit zu haben. Sobald ich aber hier war, habe ich gemerkt wie viel ich wirklich profitieren kann. Die Innenarchitektur-Studierenden hier arbeiten fast ausnahmslos mit Photoshop für ihre Pläne und Layouts. Wir in der Schweiz sind eher mit schwarz-weiss Plänen unterwegs oder auch sehr viel mit Handskizzen. Also kann ich sehr viel lernen, aber auch viel weitergeben.

Auf was freust du dich besonders?
Ich konnte ein Modul wählen, in dem es darum geht, die Geschichte von England näher gebracht zu bekommen. Da wir viel zu den historischen Orten reisen werden, werde ich natürlich viel von England sehen und nicht nur von meiner Universitätsstadt Newcastle.
Ausserdem freue ich mich auf die Andersartigkeit wie die Menschen hier an den Tag heran gehen. Im Vergleich zu der Schweiz sind die Leute hier sehr offen.

Gibt es etwas, vor dem du Respekt hast?
Da ich noch nicht fliessend Englisch spreche und den Dialekt vielfach nicht verstehe, habe ich grossen Respekt vor meinen Kursen hier an der Schule.

Was war die grösste Herausforderung im Vorfeld?
Die Heizung in meiner Unterkunft zu verstehen. Hier in England schalten diese sich all 2 Stunden automatisch aus und ich bin in der Nacht ständig aufgewacht, weil ich gefroren habe.

Was vermisst du aus der Schweiz?
Haha! Ein typisches Klischee der Schweiz: das ich nicht das wunderbare Schweizer Hahnenwasser trinken kann.

Was ist der grösste Unterschied zwischen dem Studentenleben in der Schweiz im Vergleich zu England?
Bis anhin kann ich nur so viel sagen:

  • Die Leute gehen jeden Tag ins Pub und trinken Alkohol und am nächsten Tag ohne mit der Wimper zu zucken in den Unterricht.
  • Das gleiche gilt mit den Temperaturen. Regnet oder schneit es horizontal? Friert mir der Schal ein vom kalten Wind? Die Geordies (so nennt man die Bevölkerung hier oben im Norden, AYE!) fühlen sich dann in kurzen Hosen oder T-Shirt am Wohlsten.
  • Die Studenten haben viel mehr Zeit für die einzelnen Projekte. Das empfinde ich als sehr positiv, da es in der Schweiz zeitweise sehr viel Stress gibt mit allen Abgaben.
  • Im gleichen Atemzug merke ich aber, dass den Innenarchitektur-Studierenden im Vergleich zu unseren aus dem Atelier, der technische Hintergrund fehlt. Das liegt genau daran, dass hier viel weniger Module pro Semester angeboten werden und so das Wissen nicht so fortgeschritten ist wie bei uns. Im Handkehrum sind hier alle sehr gestalterisch, was die Pläne und das Layout angeht. Hier profitiere ich als technisch gelernte Zeichnerin enorm.

Alles Gute und weiterhin viel Spass in England, liebe Julia!

 

 

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