Geschichten hinter den Kulissen des Departements Technik & Architektur

CoolDownDrink – Kühle Getränke dank Phasenwechsel

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Lauwarme Abende, lauwarme Getränke? Das muss nicht sein, findet auch Silvan von Arx. Der Assistent am CC Thermische Energiespeicher hat das Start-up SCALORIC gegründet und verschafft Drinks wohltuende Kühlung an warmen Sommerabenden.

Der Sommer steht vor der Tür und die gemütlichen Abende rücken näher. Lauwarme Temperaturen am Ende des Tages sind toll, aber seien wir ehrlich: Lauwarme Getränke sind es mit Sicherheit nicht. Dieser Ansicht war auch Silvan von Arx. Er ist Assistent am Kompetenzzentrum für Thermische Energiespeicher und hat mit CoolDownDrink eine effiziente und äusserst formschöne Lösung für das Dilemma der warmen Getränke gefunden. 
Gemeinsam mit seiner Partnerin Ibolya Kovacsova hat er das das Start-up SCALORIC gegründet. Spezialisiert ist das kleine Unternehmen auf spezielle Trinkgläser, welche die Eigenschaft besitzen, Getränke zu kühlen und kalt zu halten, ohne sie zu verwässern. Wie das funktioniert? Die Gläser sind doppelwandig und im Hohlraum mit einem speziellen Material befüllt, welches einen Phasenwechsel von fest zu flüssig ausnutzt und dadurch auf konstantem Temperaturniveau mit hoher Leistung kühlt. Ein ganz besonderes Highlight ist die Optik der Gläser und Dessertschalen – die kristalline Struktur im Zwischenraum verändert sich während des Aufschmelzens und sorgt für ein einzigartiges Aussehen.
Wie es zu der Idee kam, welche Rolle Smart-up bei der Gründung von SCALORIC gespielt hat und mit welchen Schwierigkeiten er konfrontiert war, hat uns Silvan selbst erzählt.
 
Silvan, wie kam es zu der Idee, selbstkühlende Gläser herzustellen?
Ich arbeite im Kompetenzzentrum Thermische Energiespeicher. Wir nutzen in verschiedenen Projekten den Phasenwechsel von fest zu flüssig und von flüssig zu fest, um auf einem genau definierten Temperaturniveau thermische Energie zu speichern. Und ja, wenn man dann an einem Wochenende genug von „zu Warmem“ getrunken hat und sich zudem mit thermischen Energiespeicher befasst, kommen dabei solche Ideen heraus. 
Welches waren die grössten Schwierigkeiten auf dem Weg zum Start-up?
Manchmal sieht man eine Erfindung zu sehr von der erfinderischen Seite, dabei ist dies nur ein kleiner Teil des gesamten.  Bekannt zu werden und die Produkte in den Markt zu bringen ist eine besondere Herausforderung. 
Hast du Smart-up genutzt? Falls ja, inwiefern hat es dir geholfen?
Ja ich habe Smart-up genutzt. Es hat mir geholfen das Ganze aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und fokussierter auf spezielle Aspekte der Unternehmensgründung einzugehen.
Wie geht es weiter? Wo siehst du dein Unternehmen in fünf Jahren?
80% der Start-ups sind nach dieser Zeit wieder verschwunden. Unser Ziel ist es, nach 5 Jahren immer noch zu bestehen. Zudem ist ein Hauptziel, weitere Produkte auf den Markt zu bringen und zu wachsen.
Wie vereinbarst du dein Start-up und dein „Hauptstandbein“ Beruf?
Aktuell habe ich mein Arbeitspensum an der Hochschule Luzern etwas reduziert, so dass ich mehr Zeit für mein eigenes Unternehmen habe. Es lässt sich sehr gut vereinbaren. Ich kann viel wertvoll erarbeitetes Wissen aus meiner Tätigkeit im Kompetenzzentrum nutzen. Umgekehrt erfährt man im eigenen Geschäft viel Neues (weitere Experimente, Untersuchungen, unternehmerisches Denken), was ich wiederum an meiner Tätigkeit am Departement einsetzen kann. 
Was rätst du zukünftigen potentiellen Jungunternehmern, die ein Start-up ins Auge fassen?
Man braucht Geduld und muss am Ball bleiben. Wenn man eine gute Idee hat und daran glaubt, dann sollte man loslegen.
Mit dieser Gewissheit, dass laue Sommerabende unseren kühlen Getränken nichts mehr anhaben können, blickt man doch entspannt dem Sommer entgegen, nicht? 
 

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