Geschichten hinter den Kulissen des Departements Technik & Architektur

Blockwoche Erneuerbare Energien im Nahwärmeverbund – 2018

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In der Blockwoche «Erneuerbare Energien im Nahwärmeverbund» sind in diesem Jahr 22 Gebäudetechnik-Studierende, Studienrichtung HLKS, in den Raum Ansbach (Deutschland) gereist, um die Funktionsweise und Projektierung von Biogasanlagen und Holzfeuerungen intensiv kennenzulernen.Hier berichten die Studierenden von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen. Ganz schön spannend so eine Blockwoche!

«In einer Woche mit sehr interessanten Inputs und selbständigem Bearbeiten eines Projektes wurde das Wissen rund um die Wärmeerzeugung mit Biomasse stark gefördert. Doch auch der Gedanke der Teambildung und des Gruppenzusammenhalts kam während der ganzen Woche nicht zu kurz.

Montag, 12.02.2018
Die Reise begann für die Studierenden früh morgens um 07:10 Uhr am Bahnhof Luzern. Leider hatten es nicht ganz alle geschafft pünktlich vor Ort zu sein. Trotzdem fuhren wir los in Richtung Burgbernheim, Deutschland. Nach ein paar kleineren Boxen-Stopps erreichten wir Burgbernheim pünktlich um 13:00 Uhr, wo wir eine installierte Holzfeuerungsanlage der Firma Endress besichtigen durften. Es wurde uns vom Geschäftsleiter der Firma Endress Holzfeuerung GmbH, Markus Heese, gezeigt und erklärt, wie die Holzfeuerung funktioniert und welche Eigenschaften und Besonderheiten sie in diesem Fall hatte. Nach diesem ersten Eindruck wurden wir eingeladen, das Fabrikationswerk der Firma Endress zu besuchen. Was vorhin nur von aussen ersichtlich war, konnten wir im Werk genauer unter die Lupe nehmen. Eindrücklich waren hier die grossen, aus Stahl zusammengeschweissten Feuerräume für Leistungen bis zu einem Megawatt, sowie die technischen Finessen, welche die Firma über Jahre entwickelt hat (zum Beispiel die Verbrennung von Holzabfällen aus der  Verarbeitung sowie die Entwicklung eigener Filter zur Abgasreinigung).

Nach der Pflicht kommt bekanntlich die Kür. Diese kam in Form vom Zimmerbezug im Hotel und einem opulenten gemeinsamen Nachtessen beim Griechen in Ansbach. Den Rest des Abends durften die Studierenden individuell gestalten. Manche verschlug es ins Hotel, andere in eine Sportbar und wieder andere feierten «Fasching» in einem nahegelegenen Club.

Dienstag, 13.02.2018
Am Morgen war ein ausgiebiges Frühstück ein Muss um genügend Energie für den bevorstehenden Tag zu erhalten.

Wir trafen uns um 07:45 Uhr vor dem Hotel und fuhren mit dem Car von Ansbach nach Merkendorf. Bei der Firma agrikomp erhielten wir durch Philipp Heining einen kurzen gelungenen Einblick über Biogasanlagen. Die Planungsgrundlagen und Informationen waren interessant und erwiesen sich in der folgenden Konzeptarbeit als sehr nützlich. Nach dem Input konnten die werkseigene Biogasanlage und die Produktionshalle für die Blockheizkraftwerke besichtigt werden und wir hatten sogar noch Zeit für ein Gruppenfoto.

Für das Mittagessen fuhren wir ins Hotel zurück und konnten eine Pizza in der Pizzeria geniessen. Nach dem Essen erhielten wir die Konzeptaufgabe für die individuellen Strategien der einzelnen Teams. 
Am Nachmittag ging es weiter nach Kirchberg/Jagst. Hier hatten wir die Möglichkeit, einen Windpark zu besichtigen. Während der Besichtigung kam es zu spannenden Fragen und Gesprächen mit dem Betreiber Herr Thurau.

Während eines schönen Sonnenuntergangs fuhren wir zurück ins Hotel. Am Abend trafen wir uns zum Bowling und danach konnte der Abend individuell gestaltet werden. Einige nützten dies für ein Ave-Maria im Chillis.

Mittwoch, 14.02.2017
Am Mittwoch trafen wir uns um 08:30 Uhr vor dem Hotel und fuhren mit dem Car zum Technologie- und Innovationszentrum, wo wir einen Projektraum zum Ausarbeiten der Konzeptaufgabe beziehen konnten. 

Dabei sind durch die fünf Teams verschiedene Konzeptstrategien zur Auslegung einer Biogasanlage ausgearbeitet worden.

  • Team 1: Autarke Energieversorgung für das Areal
  • Team 2: Umwelteinfluss einer Biogasanlage CO2 vs. CH4
  • Team 3: Auslegung der Biogasanlage auf den Sommerfall
  • Team 4: Auswirkungen und Vorgehen bei der Sanierung des bestehenden Nahwärmeverbundes
  • Team 5: Autarke Stromversorgung für das Areal

Damit wir mit den gleichen Berechnungs- und Projektgrundlagen die Auslegungen durchführen konnten, wurden zu Beginn die Leistungen (elektrisch und thermisch) sowie die Energien (elektrisch und thermisch) vom Areal berechnet. Zur Verfügung stand hierfür ein Plan im Massstab 1:250 und ein Luftbild vom Areal.

Das Mittagessen konnte von den Studierenden im nahegelegenen Green & Bean genossen werden. Speziell waren die Kaffees, welche vom zweifachen Barista-Weltmeister serviert wurden. Nach dem Mittagessen arbeiteten die Studierenden an der Projektaufgabe weiter.

Der Abend wurde individuell durch die Studierenden gestaltet. 

Donnerstag, 15.02.2018
Am Donnerstag arbeiteten die Studierenden an der Ausarbeitung der Konzeptaufgabe weiter. Am Nachmittag nutzten sie die Zeit, um die Plakate für die Präsentation der MEP vorzubereiten.

Nach einem gemeinsamen Abendessen beschäftigten sich einige Studierenden mit der Vorbereitung der Präsentation, andere trafen sich noch in einer Bar um etwas zu trinken und den Abend ausklingen zu lassen. 

Freitag, 16.02.2018
Der Freitagmorgen startete bereits früh mit einer Carfahrt vom Hotel in Richtung Gösselsdorf, was für viele Teilnehmer fast zu früh war, da man am Donnerstagabend noch den letzten gemeinsamen Abend genutzt hat, um sich auf die MEP vorzubereiten. Nichts desto trotz haben es alle pünktlich geschafft und wir erreichten Gösselsdorf zur geplanten Zeit.

In der Gastwirtschaft Zur Linde starteten wir mit den Teampräsentationen der MEP. Alle Teams präsentierten ihre Arbeiten von Mittwoch und Donnerstag. Dadurch konnten alle Anwesenden einen vertieften Einblick in die Planung und Auslegung von Biogasanlagen und BHKW’s nach verschiedenen Projektschwerpunkten gewinnen. Das Highlight war jedoch das Quiz von unserem Kommilitonen Weipeng Guo über das chinesische Neujahrsfest, bei dem er uns in die Kultur, die Hintergründe und Gepflogenheiten zu diesem grossen Ereignis eingeweiht hat. 

Nach den Präsentationen konnten wird das Areal der Hochschule für Landwirtschaft in Triesdorf, welches die Grundlage unserer Konzeptarbeiten war, besichtigen. Unter der fachkundigen Leitung des Anlagenwarts Herr Walter Schmidt konnte die ganze Anlage besichtigt werden. Bei der Besichtigung der Biogasanlage, des Hackschnitzellagers und den Hackschnitzelkesseln konnten einige unserer Resultate aus der Projektarbeit verifiziert werden, was uns zusätzlich vom hohen Lerneffekt dieser Woche überzeugt hat.

Nach der Besichtigung der Hochschule für Landwirtschaft ging es für ein leckeres Mittagessen zurück ins Restaurant zur Linde. Die anschliessende Carfahrt zurück nach Luzern gestaltete sich sehr ruhig, da die meisten Studierenden die Fahrt nutzten um sich von der interessanten und gut organisierten Woche zu erholen.»


Weitere Links zum Thema

Informationen zum Bachelor-Studiengang Gebäudetechnik | Energie
Studienrichtung Heizung-Lüftung-Klima-Sanitär
Institut für Gebäudetechnik | Energie

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