Alles zum digitalen Wandel im Controlling vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Studierenden-Beiträge „Digital Controlling“ 2018/19 auf dem Controlling-Wiki

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von Prof. Viviane Trachsel, Dozentin und Studienrichtungsverantwortliche Controlling & Accounting, und Marcel Fallegger, Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Business Partner, Self-Service Business Intelligence und Software as a Service (SaaS) sind die drei neusten Themenbeiträge auf dem Controlling-Wiki der Hochschule Luzern. Studierende aus dem Kurs «Controlling und Digitalisierung» des MAS/DAS Controlling haben diese Seiten im Rahmen eines Leistungsnachweises erarbeitet. Damit wurde das Portal «Digital Controlling» um drei aktuelle Themen erweitert und mit Interviews und Fallbeispielen angereichert.

Zum zweiten Mal wurde das kompetenzorientierte Lehr-und Lernkonzept Controlling-Wiki in der Weiterbildung am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ im MAS/DAS Controlling eingesetzt. Die Studierenden entwickeln in einem mehrstufigen Verfahren eine Themenseite, die danach mithilfe des Wikis der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird. Bereits im Vorjahr konnte auf diese Weise die Grundlage für den Themenbereich «Digital Controlling» gelegt werden. Mit den folgenden Seiten erweitern nun drei hochrelevante Fachbeiträge das Controlling-Wiki.

  • Business Partner: Dieser Begriff, über den aktuell im Controlling-Umfeld intensiv diskutiert wird, umschreibt das Rollenbild eines Controllers. Im Fokus steht dabei das proaktive Handeln und Unterstützen des Managers sowie dessen Entlastung in Führungsaufgaben. Um die Erwartungen an das Rollenbild zu erfüllen, werden neue, dem „klassischen“ Controller bisher unbekannte Kompetenzen vorausgesetzt. So wird erwartet, dass ein Business Partner über hohe Sozial- und Kommunikationskompetenzen verfügt. Er muss fähig sein, Präsentationen zu halten und vor allem mit dem Management auf Augenhöhe diskutieren zu können. Neben den begrifflichen Grundlagen beschreiben die Autoren in ihrem Beitrag die Aufgabeninhalte sowie die dafür nötigen Kompetenzen, die einen Business Partner auszeichnen. Zusätzlich wird beleuchtet, wie stark sich dieses Rollenbild bereits in der Praxis etabliert hat. Zwei interessante Kurzinterviews (vgl. Interview mit Raphael Lupart, Leiter Finance Controlling bei CKW Gebäudetechnik) geben einen Einblick, wie das Thema in der Praxis aufgefasst wird.
  • Self-Service Business Intelligence (SSBI): Self-Service Controlling oder auch SSBI ermöglicht es, intuitiv aktuelle Unternehmensinformationen eigenständig zu analysieren. Mithilfe neuer Technologien sind Daten aus verschiedenen Quellen innert kürzester Zeit aufbereitet und stehen den Mitarbeitenden für weitere Untersuchungen zur Verfügung. Die Einführung des Self-Service Gedankens kann zu einem besseren Geschäftsverständnis beitragen und die Effizienz erhöhen. Die Autoren beschreiben auf der Seite die Voraussetzungen, den Nutzen sowie die Herausforderungen von SSBI umfassend. Anhand aktueller Untersuchungen zeigen sie, dass sich viele Unternehmen in den nächsten 3-5 Jahren mit dem Einsatz von SSBI auseinandersetzen werden. Ergänzt wird der Beitrag mit einer Fallstudie, die die Anwendung von SSBI in einem grossen KMU und den daraus generierten Mehrwert darstellt.
  • Software-as-a-Service (SaaS): Durch den zunehmenden Einsatz von Cloud-Lösungen ist mit SaaS eine Betriebsart entstanden, die standardisierte Anwendungsservices zur Verfügung stellt. Das Unternehmen bezieht in diesem Modell die Software, Infrastruktur und die Hardware direkt von einem externen Anbieter und lagert somit die IT-Landschaft aus. Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht eines Controllers wichtig, die kaufmännische und organisatorische Bedeutung von SaaS zu verstehen und die daraus entstehenden Konsequenzen bewerten zu können. Die Autoren umschreiben im Beitrag die Anwendung von SaaS als Controller, die Rolle des Controllers sowie Abrechnungsmodelle, die wiederum für das Controlling relevant sind. Eine umfassende kritische Würdigung illustriert, dass sowohl Chancen wie auch Risiken mit SaaS verbunden sind. Die erarbeiteten Fallstudien zeigen schliesslich die beiden wichtigen Aspekte Vertragsgestaltung und Investitionskosten auf.

Sie möchten selbst einen Beitrag im Themenfeld Digital Controlling verfassen und zur Erweiterung des Wikis beitragen? Für interessierte Schreiberinnen und Schreiber sind auf der folgenden Wiki-Seite die Rahmenbedingungen und der Eingabeprozess festgehalten. Aufgrund der eingehenden Prüfung aller Beiträge soll die hohe Qualität der Seiten im Controlling-Wiki sichergestellt werden. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und hoffen, Sie bald (wieder) auf dem Controlling-Wiki der Hochschule Luzern begrüssen zu dürfen.

Hintergrundinformationen zur Entstehung und zum Einsatz des Controlling-Wikis erfahren Sie im folgendem Blog-Beitrag sowie im Fachartikel aus der Zeitschrift WiSt – Wirtschaftswissenschaftliches Studium.

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