Alles zum digitalen Wandel im Controlling vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

Dimensionen der Digitalisierung im Controlling: Technologien

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von Prof. Dr. Imke Keimer und Prof. Dr. Ulrich Egle, Dozenten und Projektleiter, Marcel Fallegger, Senior Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ

In der Spezialausgabe zum Thema Digitalisierung ist Anfang November im EXPERT FOCUS der Artikel «Dimensionen der Digitalisierung im Controlling» erschienen. In dem Artikel werden die Grundlagen für das Reifegradmodell des KTI-Projekts «Digitaler Wandel im Controlling» beschrieben. In einer mehrteiligen Serie stellen wir anhand des Artikels die Dimensionen der Digitalisierung vor – diesmal die Dimension Technologien.

Technologien verkörpern einen Treiber der Digitalisierung und eröffnen dem Controlling neue Möglichkeiten. Dazu zählen nicht nur die Automatisierung von Tätigkeiten oder die Auswertung von steigenden Datenmengen; die Technologien ermöglichen auch zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten. Mit den Technologien Cloud Computing, Cognitive Computing und In-Memory Computing werden nur einige der neuen Technologien zusammengefasst.

Beim Cloud Computing werden IT-Services wie Infrastruktur, Plattformen und Software über das Internet zur Verfügung gestellt, ohne dass diese Ressourcen lokal eingerichtet sind (Pröhl & Zarnekow, 2016, S. 213-233). Cloud-Lösungen erlauben den zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf einen geteilten Pool von konfigurierbaren Rechnerkapazitäten und Datenspeichern. So können Dienstleistungen, die technisch einfach zu handhaben sind, ohne hohe Anfangsinvestition flexibel bezogen werden. Cloud Computing unterstützt das Controlling, indem z. B. Planungs- und Budgetierungsprozesse effizienter abgewickelt werden können und Kosteneinsparungen möglich sind.

Cognitive Computing simuliert menschliches Denken und umfasst Technologien wie maschinelles Lernen oder die Spracherkennung. Die Absicht besteht darin, mithilfe dieser Ansätze neue Erkenntnisse und Einsichten aus Daten zu generieren und Echtzeitinformationen miteinzubeziehen. Für das Controlling können bspw. Standardreports mit individuellen Kommentaren angereichert oder Ereignisse und deren Auswirkungen ohne menschliche Intervention interpretiert werden.

Eine weitere Technologie stellt In-Memory Computing dar, die es ermöglicht, grosse Datenmengen innerhalb kurzer Zeit zu verarbeiten. Dabei wird kein klassischer Datenspeicher verwendet, sondern die Daten werden direkt im wesentlich schnelleren Arbeitsspeicher des Rechners abgelegt. Aus Sicht des Controllings bedeutet dies vor allem, dass die Daten erheblich schneller verarbeitet werden und die Resultate aus Berechnungen und Analysen zeitnaher vorliegen.

Mit den neuen Technologien können Unternehmen die Controlling-Prozesse optimieren und neue Auswertungsdimensionen erschliessen. Dadurch werden die Nutzenpotenziale des Controllings für das gesamte Unternehmen gesteigert.

Das Projekt Digitaler Wandel im Controlling wird mitfinanziert durch die Schweizerische Agentur für Innvoationsförderung (Innosuisse, ehemals KTI).

Denkanstösse:

  • In welchem Ausmass werden die technologischen Möglichkeiten der im Unternehmen vorhandenen Infrastruktur ausgeschöpft?
  • Welche Controlling-, Big Data- und Kollaborations-Anwendungen werden im Controlling eingesetzt? Erfüllen diese die Ansprüche?
  • Wie stark sind die eingesetzten Anwendungen verknüpft und integriert? Sind manuelle Schnittstellen auf ein Minimum reduziert?
  • Wie können neue digitale Technologien das Controlling weiterbringen bzw. die Prozesse optimieren?
  • Was muss bei einer möglichen Einführung von neuen Anwendungen beachtet werden? Welche Risiken hängen damit zusammen?

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