Visuelles Storytelling – «Geschichten erzählen» als Kommunikationsmethode  

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Mit Emojis, Snaps und Stories tauscht sich die Generation Z untereinander aus. Dies ist die neue Art der Kommunikation, welche die Unternehmungen zu implementieren versuchen sollten, um Zielgruppen wie diese zu erreichen.

Ein dafür perfekt geeignetes Instrument ist das visuelle Storytelling. Der Begriff «Storytelling» bedeutet in der deutschen Sprache ganz einfach «Geschichten erzählen». Dies umschreibt die Methode auch ganz grundsätzlich: Das vereinfachte Vermitteln von Informationen durch das Verknüpfen mit bekannten Erzählmustern. Seit einigen Jahren befindet sich die Disziplin in einem digitalen Wandel. Bislang gängige Praktiken werden im Zuge der immer stärker werdenden Digitalisierung verabschiedet oder modernisiert, um der immer grösser werdenden Kanalvielfalt gerecht zu werden. Heute werden Stories nicht mehr Face-to-Face erzählt, sondern von Account-to-Account verbreitet. Gut geplantes, auf die digitalen Kanäle abgestimmtes visuelles Storytelling kann grossen Erfolg erzielen.

Den Informationsfluss vereinfachen

Für die meisten Unternehmen ist es essentiell, dass ihre Informationen bei ihren Kunden ankommen und auch verstanden werden. Dieser Ablauf gestaltet sich jedoch als schwierig, da wir heutzutage von Informationen und Daten überschwemmt werden. Entsprechend hat sich die Aufnahmefähigkeit jedes Einzelnen reduziert – gleichzeitig buhlen immer mehr Unternehmen um die paar Minuten Aufmerksamkeit ihrer Kunden.

Zusätzlich nimmt das Interesse von Kunden an Produkten und deren Entstehungsprozessen stetig zu. Den heutigen Kunden interessiert, wie ein Produkt verarbeitet wird, woher dieses kommt und wie nachhaltig dessen Produktionsprozess war. Der Konsument im Jahr 2020 konsumiert viel bewusster und informierter als früher. Entsprechend steigen auch hier die Anforderungen an Unternehmen, grundsätzlich mehr und besonders auch transparenter zu kommunizieren.

Der Informationsüberfluss und die stetig steigende Komplexität an Informationen macht es also zunehmend schwieriger, die eigene Kommunikation in eine gute Story zu packen. Hierbei kann «visuelles Storytelling» helfen.

(Visuelles) Storytelling weckt Emotionen

Ziel ist es, mit Geschichten Emotionen zu wecken, Begeisterung zu entfachen und damit den Rezipienten für die Informationsladung der Story empfänglicher zu machen. Solche emotionalen und entlang eines roten Fadens aufgebaute visuelle Stories können durch den Empfänger einfacher verarbeitet und schneller aufgenommen werden. Dabei baut eine «erfolgreiche» Story auf altbekannten Mustern (z.B. David&Goliath) auf und schafft so eine emotionale Bindung und Akzeptanz.

Klassische Formate im «Storytelling» sind Videos, Texte, Animationen, Multimedia-Reportagen und auch Slideshows. Besonders durch Bild- und Videomaterial können erfolgreich Geschichten erzählt werden – aber mehr dazu an der Diginect20 😉.

Anwendungsbeispiele von «Storytelling» 

Es gibt diverse Beispiele für gutes «Storytelling», da viele Menschen gute Geschichtenerzähler sind. Gerne präsentieren wir euch ein Beispiel einer erfolgreichen Kampagne im Bereich «Storytelling».
Apple Inc.
Der amerikanischer Hard- und Softwaregigant ist ein gutes Beispiel. Mit der Methode des «Storytellings» verfolgt Apple das Ziel, neue Produkte auf dem Markt zu etablieren. Bei den Präsentationen zeigte der Gründer, Steve Jobs, jeweils folgende Schritte auf:

1. Ausgangssituation

Die Smartphones, welche momentan auf dem Markt sind, haben wir analysiert. Sie sind alle schwer zu handhaben und gefallen uns nicht!

2. Komplikation

Unsere Vision war, ein Smartphone, das eine einfache Bedienung und eine grössere Leistung aufweist, zu entwickeln. Dieses Unterfangen erwies sich als nicht ganz leicht.

3. Auflösung

Das Endprodukt ist uns sehr gut gelungen; wir haben es produziert. Hier ist es!

Ein ganz einfaches und wirkungsvolles «Storytelling»; dies zeigt auch der expansive Erfolg von Apple in den letzten Jahren. Oder wie es unser Experte Timo Wäschle ausdrückt: „Wer sich nicht verkauft, wird unter Wert gehandelt!“

Haben wir deine Neugier geweckt? Möchtest auch du mehr über visuelles Storytelling erfahren und interessierst du dich für die spannenden Inputs unseres Experten Timo Wäschle? Dann melde dich jetzt an für die DIGINECT20 am 14. Mai 2020 mit Timo Wäschle und vielen weiteren spannenden Referentinnen und Referenten. Wir freuen uns!

Nicht verpassen! Im nächsten Blogpost erfährst du mehr über unseren Experten Timo Wäschle

Quellen

Romain Pittet (2020) Fünf Fakten über Storytelling. Abgerufen 25. März 2020 von https://enigma.swiss/de/blog/funf-fakten-uber-storytelling 
Thomas Pyczak (2020) Was ist Storytelling? Abgerufen 25. März 2020 von https://www.strategisches-storytelling.de/was-ist-storytelling 
Text Broker (2020) Storytelling: Kurzerklärung. Abgerufen 25. März 2020 von https://www.textbroker.de/storytelling 

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About Author

djuon

Aufgewachsen im kleinen Walliser Bergdorf Törbel, hoch über dem Vispertal an einem sonnigen Südhang, wo viel Wert auf Traditionen, Authentizität und Kultur gelegt wird - im selben Dorf hat das Familienunternehmen KARLEN SWISS seinen Ursprung. Ich heisse Dominic und werde euch in meiner Blogserie "Handwerk mit Charakter" das Unternehmen meiner Tante und Onkel näher bringen - von der Sattlerei zur Trendschmiede.

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