Das Geschäft mit den Körperdaten!

0

Gut geschlafen? Genug bewegt? Stresslevel normal? Self-Traking Technologien zur Optimierung des eigenen Gesundheitszustandes überschwemmen zurzeit den Markt. Aber was ist wirklich fördernd und inwieweit wird daraus ein wirtschaftlicher Nutzen geschlagen?!

Im Jahr 2016 wurde die Anzahl von in App Stores verfügbaren mobile Health- bzw.

mHealth-Applikationen im Bereich Fitness- und Gesundheit auf 249’000 geschätzt

(research2guidance, 2016). Durch diese neue Art des Datensammeln entsteht eine riesige Menge an persönlichen Daten. Diese Daten sind für verschiedene wirtschaftliche Akteure von grossem Interesse. Dazu zählen Sportartikelhersteller, Pharmaunternehmen, Arbeitgeber insbesonders Krankenversicherungen. Mit dieser Datenmenge als Basis können zum einen die auf dem Markt befindlichen Produkte und Dienstleistungen verbessert und an Zielgruppen angepasst werden und zum anderen innovative, neue Angebote entwickelt werden.

Im letzten Blogbeitrag wurde die Helsana Plus App vorgestellt. Mit dieser App können  Kunden ihre Körperdaten sammeln und in Geldprämien umwandeln. Dadurch sollen Vorteile für Personen entstehen, welche sich gesünder verhalten. In der Schweiz gibt es noch weitere Unternehmen die ähnliche Programme anbieten. So zum Beispiel die CSS-Versicherungen mit der App “myStep” oder die SWICA mit “Benevita”.

Doch wie sicher sind diese aufgezeichneten Daten und wie steht es um den Datenschutz?

Die Personendaten gelten nach der herrschenden Rechtsauffassung in der Schweiz nicht als Sache, deshalb kann auch kein Eigentum daran erworben werden. Hat eine Person ihre Angaben öffentlich zugänglich gemacht, dann können Dritte diese Personendaten nutzen; dies gilt auch für Quantified Self.

Das Versicherungswesen in der Schweiz ist ein Milliardengeschäft. Für das Geschäft werden auch Selbstvermessungsprogramme wichtiger, sei es um die Kosten zu reduzieren oder um Kunden zu gewinnen.

Die Bonusprogramme sind in den momentanen gesetzlichen Rahmenbedingungen der Schweiz lediglich im Bereich der Zusatzversicherungen gestattet. Nicht erlaubt ist der Austausch von Gesundheitsdaten gegen Prämienrabatte in der obligatorischen Krankenversicherung, da dies gegen das Solidaritätsprinzip verstösst (Chandrasekhar, 2016).

Durch Selftracking und Mobile Analytics eröffnen sich für Unternehmen natürlich ganz neue Möglichkeiten. Sie erhalten detaillierte Informationen über ihre Kunden und nutzen diese, um ihre Geschäftsstrategien danach auszurichten – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im Kampf um Kundenzufriedenheit. Gerald Fahner, FICO

 

https://digitalcollection.zhaw.ch/bitstream/11475/4977/1/3892_Quantified-Self_OA.pdf

https://www.sueddeutsche.de/digital/quantified-self-regieraum-des-lebens-1.2058004

https://www.bigdata-insider.de/quantified-self-ist-eine-grosse-chance-fuer-unternehmen-a-518517/

https://www.20min.ch/storytelling/story/31353943

 

Teilen in

About Author

anninafuhrer

Meine Passion sind Pferde, sie zu verstehen, mit ihnen zu arbeiten und sie mit Respekt auszubilden.

Leave A Reply