Alles was du über den digital Footprint Wissen solltest

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Was ist der Digital Footprint?

Kennt du das, du gehst auf eine X-beliebige Seite 😉 und dann erscheint oben rechts der Facebook Button «Teile es mit deinen Freunden» oder du warst nur ganz kurz auf einer Webseite und anschliessend siehst du ständig Werbung von den Produkten von der Webseite auf der du warst? Das verdankst du dem Internet Cookie-Monster.

Als digitaler Fussabdruck wird der Datenbestand, der als Ergebnis von Aktionen und Online Kommunikation existiert bezeichnet, welcher auf einen Einzelnen zurückgeführt werden kann. Es handelt sich sozusagen um eine Spur von Daten, welche wir hinterlassen oder kreieren, wenn wir das Internet benutzen. Dazu gehören Webseiten die man besucht hat, so wie jegliche Informationen die man einem Online Service übermittelt auch über Apps. Also um es auf den Punkt zu bringen: alle Apps die du benutzt, alle Webseiten auf denen du warst, alle Suchanfragen die du je gestellt hast, aka «Ist … ansteckend? oder Wie gross ist der durchschnittliche Penis in der Schweiz?», und alle Daten die du je übers Internet hochgeladen, heruntergeladen oder verschickt hast. Puh, da können ziemlich intime Daten zusammenkommen. Schauen wir uns den digitalen Fussabdruck genauer an, so erkennt man, dass er in den aktiven und den passiven digitalen Fussabdruck unterteilt ist.

Aktiver digitaler Fussabdruck

Zum aktiven digitalen Fussabdruck gehören Aktivitäten bei denen man mit bewussten Entscheidungen im Internet Daten hinterlässt. Wie beispielsweise auf Social-Media-Kanälen wie zum Beispiel auf Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter. Aber natürlich zählen dazu auch private Nachrichten und Bilder die via Whatsapp oder Snapchat verschickt wurden. Auch Suchanfragen im Internet und Chats sind nur einige der Möglichkeiten, wie Menschen aktive digitale Fussabdrücke erstellen. Aber auch wenn man die Zustimmung gibt, dass Cookies im Browser installiert werden dürfen und somit Daten gesammelt werden gehören zum aktiven digitalen Fussabdruck. Wenn man also die Cookies von Facebook erlaubt, können sie dein Facebook Profil und mit all deinen späteren Webseiten besuchen verbinden. Es kann also sein, dass Facebook mehr über dich weiss als deine Freundin oder dein Freund.

Was sind Cookies?

Cookies ist ein Begriff für ein Datenpaket beziehungsweise Informationen, welches ein Computer empfängt und dann zurückschickt, ohne sie zu ändern. Wenn man eine Website besucht, sendet die Website das Cookie an den Computer. Der Computer speichert sie in einer Datei, die sich im eigenen Webbrowser befindet. Cookies helfen der Website einen Überblick über die Besuche und Aktivitäten eines Users zu behalten. Das klingt wie ein Spion, dem die IT Branche den Namen „Cookie“ gegeben hat, damit es ungefährlich und süss klingt. Viele Online-Händler verwenden Cookies, um die Artikel im Warenkorb eines Benutzers zu verfolgen, während sie die Website erkunden.  Ohne Cookies würde der Warenkorb jedes Mal, wenn ein User auf einen neuen Link auf der Website klickt, geleert werden. Zudem kann eine Website auch Cookies verwenden, um Login-Daten zu speichern und individualisierte Werbung zu schalten, welche auf den Standort oder die Interessen des Users zugeschnitten sind.

Passiver digitaler Fussabdruck

Zum passiven digitalen Fussabdruck gehören alle Spuren die man hinterlässt ohne es Beabsichtigt zu haben, oder manchmal sogar ohne es zu Wissen. Dazu gehören gesammelte Informationen wie oft man auf einer Website war, durch das verbinden der IP Adresse mit der Website. Dies wird als passiven Fussabdruck gewertet, weil es ein versteckter Prozess ist, bei dem einem möglicherweise nicht klar ist, dass es passiert. Weitere Beispiele für einen passiven Fussabdruck sind Cookies, die installiert werden, ohne dass die Website darüber informiert, Apps und Webseiten die die Geolocation des Users nutzen, um anzuzeigen wo er sich befindet.

Für was nutzen Unternehmen den digitalen Fussabdruck?

Für Unternehmen die ein gutes Kundenbeziehungsmanagement wollen ist der digitale Fussabdruck wichtig. Denn er wird von Werbetreibenden und Unternehmen verwendet, um die Zielgruppen mit massgeschneiderten Anzeigen anzusprechen. Wenn man sich beispielsweise ein Paar Schuhe online ansieht, ist es gut möglich später Anzeigen für diese Schuhe oder ähnliche Artikel auf anderen Webseiten zu sehen.

Durch verschiedene Tracking-Mechanismen spüren die Unternehmen die Fussabdrücke der User im Netz auf. Die Daten werden mit Analysetools kombiniert und sortiert. Dadurch können sie Profile über die User erstellen und diese an Dritt-Unternehmen weiterverkaufen. Diese können dann den Usern personalisierte und individualisierte Werbung anzeigen und somit diese User mit speziellen Angeboten ansprechen. Dies alles weil unser digitaler Fussabdruck so viele Informationen über uns hinterlässt, um uns auf der individuellen Ebene anzusprechen. Das hat den Vorteil für die Unternehmen, dass sie effizientere Marketing Kampagnen lancieren können, da sie ihre Zielgruppe im Netz besser erreichen können und mit gezielten Anzeigen mehr verkaufen können.

Für Unternehmen ist es heutzutage wichtig die richtige Balance zwischen dem Data Mining der digitalen Fussabdrücke und der Privatsphäre der User zu finden.

Du musst dir als Internetnutzer darüber im Klaren sein, dass deine Daten nun eine Währung sind, mit der du bezahlst. Als Beispiel dafür sind die vielen «kostenlosen» Apps die man sich herunterladen kann, welche jedoch viele Informationen von dir haben möchten.  Der digitale Fussabdruck ist relativ dauerhaft und sobald die Daten gesammelt werden, hat der Ersteller dieses digitalen Dossiers nur noch wenig Kontrolle darüber, wie sie von anderen genutzt werden.

In einem Land in dem einem die freie Meinungsäusserung gewährleitest ist, ist dies noch unproblematisch. Doch kann der digitale Fussabdruck natürlich auch gegen die Bürger eines Staates verwendet werden, wenn diese beispielsweise regierungskritische Webseiten besuchen oder sich über Themen informieren, welche dem Staat nicht passen.

Der digitale Fussabdruck verläuft parallel zu unserem Leben

Im Video ist zu sehen wie der digitale Fussabdruck heutzutage schon vor der Geburt anfangen kann. Weitere Beispiele dafür sind auch Instagram Accounts von Babys, die bereits vor ihrer Geburt über 200’000 Abonnenten haben.

Dies war nun eine sehr neutrale Aufbereitung des Themas digitaler Fussabdruck. Doch es stellt sich die Frage, wie unsere Daten in Zukunft von Dritten genutzt werden oder sogar gegen uns genutzt werden.

Quellen:

https://us.norton.com/internetsecurity-privacy-clean-up-online-digital-footprint.html

https://www.rasmussen.edu/student-experience/college-life/what-is-digital-footprint/

https://whatis.techtarget.com/definition/digital-footprint

https://www.youtube.com/watch?time_continue=63&v=79IYZVYIVLA

https://searchcio.techtarget.com/opinion/The-digital-footprint-Business-boon-vs-privacy-bane

https://techterms.com/definition/digital_footprint

https://us.norton.com/internetsecurity-how-to-what-are-cookies.html

https://www.bento.de/today/influencer-ein-ungeborenes-hat-auf-instagram-mehr-als-113-000-follower-a-998a3c06-abe6-4c59-9851-8424f7477c32

https://www.instagram.com/p/Bu1YkZbgaQT/

https://pixabay.com/illustrations/dyslexia-learning-disorder-puzzle-3014152/

Bildquelle: https://pixabay.com/illustrations/finger-fingerprint-security-digital-2081169/

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Laura

Online Business & Marketing Masterstudentin, glückliche Katzenbesitzerin und engagierte Hundesitterin. Mein Herz schlägt für alle Vierbeiner. Damit auch du eine besondere Beziehung zu deiner Stupsnase aufbauen kannst, möchte ich dir mit diesem Blog aufzeigen, wie du das Verhalten deiner Stupsnase besser verstehen und beeinflussen kannst.

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