Google Shopping – Von Froogle zu Google Shopping

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Google Shopping ist kurz ausgedrückt die Suchmaschine für Produkte. Google Shopping ermöglicht dem Nutzer nach Produkten zu suchen und für diese unterschiedliche Anbieter und deren Preise zu vergleichen.

Google Shopping

Google Shopping erschien 2002 unter dem Namen Froogle in Europa im Markt der Preisvergleichsdienste. Zunächst wurde er in Google Product Search 2008 und anschliessend in Google Shopping 2013 umbenannt. Google Shopping ist nach der klassischen Suche einer der wichtigsten Traffic- und Umsatzkanäle für Online Händler.

Der Google Shopping Dienst ermöglicht den Verbrauchern verschiedenste Produkte und Preise online zu vergleichen und verschafft dabei einen Überblick aller Angebote von Online-Einzelhändlern. Weil es im Jahr 2002 bereits etablierte Anbieter von Preisvergleichsportalen gab (PriceGrabber.com und NextTag.com), war der Markteintritt für Google vergleichsweise schwer.

Erstellen von Google Shopping Anzeigen

Zur Einrichtung von Google Shopping wird der Google Merchant Center benötigt und Google Adwords. Zunächst müssen die Produkte in den Merchant Center hochgeladen werden. Anschliessend kann dann eine Google Shopping Kampagne in Adwords erstellt werden. Über die Platzierung vom Produkt auf der Suchergebnissliste entscheidet der Algorithmus von Google. Hingegen zu Textanzeigen ist ein Bieten auf Keywords bei Google Shopping nicht möglich. Wenn nach einem Produkt gesucht wird, scannt Google im Hintergrund seine gesamte Merchant Center-Datenbank ab und wählt die Produkte mit dem höchsten Qualitätsfaktor für das Suchergebnis aus.
Seit Februar 2013 ist die Nutzung von Google Shopping für Verkäufer kostenpflichtig. Die Kosten für Shopping-Anzeigen entstehen durch CPC (Coster-per-Click), Bei Showcase-Shopping- Anzeigen dahingegen wird per CPE (Cost-per-Engagment) gezahlt. CPC und CPE werden dabei selbst festgelegt.

Shopping-Anzeigen eignen sich bestens für Produkte wohingegen Showcase Anzeigen sich aufgrund der mehreren Bilder für Produktkategorien besser eignen. Showcase Anzeigen sind in der Schweiz leider nicht Verfügbar.

Vor- und Nachteile für den Werbenden

Vorteil ist vor allem die Reichweite. Besonders für neue oder kleine Online Shops ist dies ein wichtiges Argument, da sie die Reichweite von Google zur eigenen Bekanntheitssteigerung nutzen können. Darüber hinaus besteht durch die Google Shopping Anzeigen eine höhere Sichtbarkeit im Vergleich zu normalen Anzeigen. Dies ist auf das Bild und die damit verbundene grösse der Anzeige zurückzuführen. Zu guter Letzt ist die CTR (Click-Through-Rate) laut Google bei Google Shopping Anzeigen höher. Google erklärt die höhere Kennzahl mit der höheren Sichtbarkeit.

Natürlich zieht Google Shopping auch Nachteile mit sich. Zunächst ist es ein Preisvergleichsportal, wodurch ein Vergleich mit der direkten Konkurrenz möglich ist. Zudem ist die Erstellung der Google Shopping Anzeigen aufgrund des Merchant Centers ziemlich aufwendig. Des Weiteren unterliegen auch die Google Shopping Anzeigen gewissen Richtlinien, wodurch beispielsweise das Bewerben von rezeptfreien Arzneimittel deutlich eingeschränkt ist. Zudem können die Qualitätsfaktoren von Google für einzelne Werbende ein Nachteil sein, besonders für Anfänger, die keinen besonders tollen Onlineshop vorweisen können. Zu guter Letzt handelt es sich auch bei Google Shopping Anzeigen um Werbung, wodurch diese laufend optimiert werden sollte, was natürlich Zeit aufwendig ist.

Vor- und Nachteile für den Kunden

Neben dem Werbenden zieht Google Shopping natürlich auch Vor- und Nachteile für den Kunden mit sich.

Da es sich bei Google Shopping auch um ein Preisvergleichsportal handelt, kann der Kunde hier direkt die Preise der unterschiedlichen Anbieter für ein Produkt miteinander vergleichen. Zudem ist der Check-out weg über Google Shopping deutlich kürzer für den Kunden. Der Kunde landet direkt auf der Produktseite des Onlinestores und muss das Produkt nicht noch vorher suchen. Durch die Richtlinien und die Qualitätsfaktoren von Google vertraut der Kunde Google, dass sie die einzelnen Onlineshops zunächst geprüft haben und der Kunde nicht getäuscht wird.

Neben den Vorteilen gibt es natürlich auch für den Kunden Nachteile. Prinzipiell kann es sein, dass noch zusätzliche Kosten auf den Kunden zu kommen, wie beispielsweise Lieferkosten oder Kreditkartenkosten. Zudem ist das offerierte Angebot begrenzt, da nicht alle bei Google Shopping mitmachen, beispielsweise aufgrund von fehlendem Budget.

Diskussion

Nachdem nun Google Shopping ausführlich und detailliert dargestellt wurde, stellt sich die Frage, wer eigentlich die Konkurrenz von Google Shopping ist? Sind es die anderen vorhandenen Preisvergleichsportale oder doch jemand ganz anderes?
Google selbst sieht Amazon als Konkurrent und will dem Online Händler Amazon möglichst die Stirn bieten.
Was denkt ihr? Kann Google Shopping sich wirklich mit Amazon vergleichen? Was benutzt ihr eher?
Darüber hinaus ist natürlich generell die Frage ist es fair, dass Google fast wie ein Monopol ist? Und Woran liegt das? Ist Google einfach zu gut und erschweren sie zudem die Möglichkeiten für Mitbewerber oder liegt es an dem Nutzer, der einfach gerne auf Google zurückgreift?

Quellen:

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Fjona Veselji

MSc in Business Administration with a Major in Online Business and Marketing

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