InMails auf LinkedIn – wieso werde ich angeschrieben?

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Dein Posteingang auf LinkedIn füllt sich mit InMails von Unbekannten? Firmen nutzen dazu zielgruppenrelevante InMails.

You’ve got mail! Was Tom Hanks und Meg Ryan einst als aufregenden und neuen Weg der Kommunikation gezeigt haben, ist zwar längst gang und gäbe aber noch nicht aus der Mode. Inzwischen erhalten wir zusätzlich zum klassischen E-Mail auf unzähligen Plattformen Kommunikationsaufforderungen aller Art. Auf LinkedIn sind es InMails, welche unseren Posteingang füllen – aber warum bekommen wir eigentlich so viele InMails von Unbekannten?

LinkedIn wurde primär für berufliche Interaktionen gegründet. Die Social Media Plattform bietet ihren Firmenkunden eine Möglichkeit ihre Zielgruppen über die eigene Nachrichtenfunktion direkt anzuschreiben. Durch die persönliche Ansprache, wirken die Botschaften individuell verfasst und versprechen laut Website mehr Abschlüsse als normale E-Mails.

Wie funktioniert es?

Um ein Zielgruppengerechtes InMail zu versenden, legt der Kunde bei der Erstellung der Kampagne Filter fest, welche die LinkedIn Nutzer in Kategorien aufteilt. So kann man Firmenname, -branche und -grösse, Job Titel, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Ausbildung, Alter und viele weitere Kategorien auswählen und seine Zielgruppe erfassen. Eine einfache Einteilung in geographische Relevanz (Geo-Targeting) ist bei weitem nicht der einzige Weg eine Kampagne für sein Zielpublikum zu generieren.

Als Business Netzwerk wirbt LinkedIn damit, dass die Nutzer motiviert sind ihre Daten vollumfänglich und korrekt einzugeben. Sie stellen den digitalen Lebenslauf dar. Gerade in jüngeren Generation gilt es als suspekt, falls man kein gepflegtes Profil hat. Diese Datensammlung erlaubt Firmenkunden eine professionelle und zielorientierte Vermarktung.

Headhunter bedienen sich häufig an InMails, da sie auf einem schnellen Weg treffende Profile individuell ansprechen können. Es scheint, als könne man auf keiner anderen Plattform so effizient, zuverlässig und global nach Personengruppen filtern und vom Berufseinsteiger, zum Entscheidungsträger bis hin zum CEO jeden direkt anschreiben.

Was heisst das für mich?

Sofern man seine LinkedIn Seite als digitalen Lebenslauf wahrnimmt und pflegt, erhält man vermutlich regelmässig InMails. Je umfangreicher die Erfassung ist, je wahrscheinlicher ist es, von gewissen Filtern aufgegriffen zu werden. Zusätzlich spielt die eigene Aktivität auf LinkedIn eine Rolle, da man automatische InMails nur erhält, wenn man sich auch regelmässig einloggt.

Am Ende kann es eine win-win Situation für alle Beteiligten geben, da zielgruppengerechte Botschaften abgegeben und empfangen werden. Sollte man nur Branchenfremde oder persönlich uninteressante InMails erhalten, ist es angebracht sein eigenes Profil nach Indikatoren für die falsche Einteilung abzusuchen.

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Quellen:

Gratwohl, N. (8. Januar 2018). Wie Personalvermittler auf Linkedin und Xing nach Talenten suchen. Neue Zürcher Zeitung. Abgerufen von https://www.nzz.ch/wirtschaft/raffinierte-jagd-auf-talente-ld.1345229

LinkedIn Marketing Solutions. (o.J.). Auf LinkedIn werben. Abgerufen am 21. März 2018 von https://business.linkedin.com/de-de/marketing-solutions/ads?#

Online-Marketing Praxis. (o.J.). Definition Geo-Targeting. Abgerufen am 21. März 2018 von https://www.onlinemarketing-praxis.de/glossar/geo-targeting

Roth, P. L., Bobko, P., Van Iddekinge, C. H. & Thatcher, J. B. (2016). Social Media in Employee-Selection-Related Decisions: A Research Agenda for Uncharted Territory. Journal of Management, 42(1), 269-298. doi: 10.1177/0149206313503018

Schmid, S. (6. April 2016). Wie LinkedIn den Arbeitsmarkt aufmischt. Handelszeitung. Abgerufen von https://www.handelszeitung.ch/management/trend-wie-linkedin-den-arbeitsmarkt-aufmischt

Utz, S. (2016). Is LinkedIn making you more successful? The informational benefits derived from public social media. New media & society,18(11), 2685-2702. doi:10.1177/1461444815604143

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nadineberdux

Online Business & Marketing Studentin @HSLU

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