Webseiten-Optimierung: ein Spagat zwischen Design, SEO und Usability

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Beim Design und Redesign von Websites sind viele Anforderungen zu berücksichtigen. Die Balance zwischen unterschiedlichen Sichtweisen wie SEO, Design und Usability herzustellen, stellt dabei eine grosse Herausforderung dar.

Die Zeiten, in welchen man mit Unique Content alleine punkten konnte, sind vorbei. Es mag zwar sein, dass man eine Nische entdeckt und eine Website aufgrund des einzigartigen Contents oder einer einzigartigen Dienstleistung Erfolg hat. Aber diese Trends werden im Zeitalter des Web 2.0 schnell kopiert. Deshalb ist es umso wichtiger, dass man von Beginn an das Einmaleins einer erfolgreichen Webseite beherrscht.

Eine Website hat verschiedene Anforderungen zu erfüllen. Sie soll ansprechend aussehen, sie muss gefunden werden können und sie soll möglichst benutzerfreundlich sein. Design, SEO und Usability spielen also eine entscheidende Rolle für den Erfolg einer Website. Die Vereinbarung der unterschiedlichen Anforderungen kann jedoch zu Konflikten führen.

Wie Usability dein SEO verbessert und konkurriert

Usability beschreibt die Benutzerfreundlichkeit deiner Website. Es findet also eine Orientierung am User statt. Eine effiziente, intuitive und effektive Bedienung können die Usability steigern. Mehr Tipps und Tricks dazu findest du im diginect Beitrag Usability und User Experience: Was macht eine gute Website aus? von Peter Mangold.

Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht es darum, den User auf deine Seite zu holen. SEO-Fachleute orientieren sich also nicht in erster Linie an den internen Standards, sondern an den Anforderungen die Google oder andere Suchmaschinen an eine Website stellen. Aber auch SEO und Usability gehen in gewisser Hinsicht Hand in Hand, denn die Suchmaschinen orientieren sich schlussendlich am Enduser und möchten diesem möglichst wertvolle Suchergebnisse zeigen. So kann also die Verbesserung der Usability einen positiven Beitrag für die Suchmaschinenoptimierung deiner Website leisten. Folgende Qualitätsstandards sind sowohl für die Usability wie auch für SEO von hoher Bedeutung:

  • schnelle Ladegeschwindigkeit
  • tiefe Absprungrate
  • wertvoller Content
  • intuitive Navigation

Konflikte zwischen den beiden Fachbereichen können dennoch auftauchen. Einige SEO-Praktiken wie die veraltete Methode des Keyword Stuffings können die Usability deiner Seite schwächen. So kann zum Beispiel ein Text mit zu vielen Keywords schwierig zu lesen sein. Dasselbe gilt bei der Verwendung von komplizierten Keywords. Hierbei ist es wichtig gute Copywriter zu beschäftigen, die es beherrschen die Keywords perfekt einzusetzen und das Optimum für den Nutzer herauszuholen.

Design und SEO: zwei Welten müssen sich vereinen

Der Spagat zwischen Design und SEO stellt eine weitere Herausforderung dar. Design-Trends sind sehr kurzlebig und sind aus SEO-Sicht nicht immer optimal. Ein Beispiel dafür sind One-Page-Webseiten, auch bekannt als OnePager oder Single Page Layout. Wie der Name schon sagt, bestehen diese Webseiten aus einer einzigen HTML-Seite. Die Navigation dient dabei nur als Sprungmarke, um an die richtige Position zu scrollen. Es ist nicht unmöglich mit OnePager gut zu ranken, es stellt aber eine grössere Herausforderung dar. Das Problem fängt schon bei den Keywords an. Diese verteilt man bei konventionellen Webseiten auf verschiedene Unterseiten, bei OnePager hat man hierfür nur eine Seite zur Verfügung. Die SEO-Möglichkeiten sind daher einfach geringer.

Umgekehrt schränken die SEO-Standards auch die Design-Freiheiten ein. Deshalb ist ein gutes Projektmanagement gefragt. Durch Diskurs und Absprache können Lösungen, die für beide Seiten akzeptabel sind, gefunden werden.

Usability und Design: Teamwork ist der Schlüssel zum Erfolg

Teamwork ist auch zwischen Usability-Experten und Webdesignern gefragt. Designer sind oft kreative Querdenker, die Kunst nicht gerne für die Funktionalität opfern. Extravagante Schriftarten, schöne Bilder, passende Farben oder eine aussergewöhnliche Navigation, es gibt viele Möglichkeiten eine einzigartige, schöne Website zu erstellen. Aber welche Farbe funktioniert eigentlich am besten für den Call-To-Action? Und welche Navigation ist benutzerfreundlicher? Das sind alles Fragen die nicht vergessen werden sollten und die im Rahmen von Usability-Tests beantworten werden können. Kompromisse lassen sich auch hier finden, aber schlussendlich ist es auch eine Frage der Unternehmensstrategie. Eine schöne Seite, ist besonders für High-End Brands ein wichtiges Kriterium. Dort zählt das Gefühl, die emotionale Bindung, die eine Marke auslöst und so kann es auch sein, dass bei Konflikten der Usability-Anspruch gegenüber dem Design den Kürzeren ziehen muss.


Quellen:

Jayne, Tilly (2016). Design vs usability: coming together for success. Online (28.04.2017): https://memeburn.com/2016/03/design-vs-usability-coming-together-for-success/

usability247 (2016). Balancing Usability and SEO. Online (28.04.2017): http://www.usability247.com/blog/balancing-usability-and-seo/

Wordtracker. How site usability and user experience affect SEO. Online (28.04.2017): https://www.wordtracker.com/blog/how-site-usability-and-user-experience-affect-seo

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2 Kommentare

    • Matthes Fleck
      Matthes Fleck on

      Besten Dank für den Hinweis. Wir machen gerade Frühjahrsputz bei uns im Blog und passen künftig besser auf.

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