Das digitale Herz von Namics

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Holger Neckenbürger ist Senior Principal Consultant für den Webdienstleister Namics und Gastreferent beim diesjährigen diginect Event.

Im folgenden Interview gewährt er unseren Lesern einen umfänglichen Einblick in die Welt des E-Business durch die digitalen Augen von Namics. Dort herrschen scheinbar disruptive und dynamische Verhältnisse.

Über Holger Neckenbürger

Herr Neckenbürger wurde 1980 in Würselen – Kreis Aachen (im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen) geboren und hat an der Justus Liebig Universität in Giessen Betriebswirtschaftslehre studiert. Heute arbeitet er bei der Agentur Namics als Leiter der Online Marketing Abteilung. Dort ist er für den Auf- und Ausbau aller Online Marketing Themen und somit für die Beratung international tätiger Unternehmen verantwortlich. Als ich ihn frage, ob sich seit Anfang seiner Karriere seine Einstellung zum E-Business geändert hätte, antwortet Herr Neckenbürger, dass diese noch dieselbe sei, was man allerdings nicht von der Arbeit behaupten könne: „Durch die stärkere Professionalisierung der Marketing Aktivitäten im digitalen Umfeld werden die Sachgebiete segmentierter und komplexer, was neue Herausforderungen und Chancen für Agenturen und Mitarbeiter nach sich zieht.“ Diese Tatsache mag auf Anhieb belastend klingen, aber die darin enthaltene Aussage entpuppt sich als völlig schwerelos. Das E-Business, so wie wir es heute kennen, öffnet die Tür zu einer Welt, welche voller Möglichkeiten ist, um die Arbeit kreativer zu gestalten und spannendere und spezifischere Lösungen für Kunden zu finden.

Über Namics

Die Erfahrung zeigt, dass man Sachverhalte viel simpler und effizienter erklärt, wenn man sich vorstellt, dass ein Kind der Zuhörer ist. Ich wollte genau diesen Effekt erzeugen, und habe Holger Neckenbürger gefragt, ob er mir erklären könne, was Namics genau sei und mache. Dabei müsse er dies so tun, dass auch ein Kind mit seiner Antwort etwas anfangen könnte. „Namics Herz schlägt digital“, lautete seine Antwort. Im Grunde funktioniert Namics wie ein Lebewesen. Zwar operiert der Dienstleister mit seinen sechs Standorten quer durch die Schweiz, Deutschland und Serbien, aber seine Aufgabe bleibt stets überall dieselbe: Den digitalen Erfolg von Unternehmen zu sichern. Dabei ist der Vergleich zu einem Lebewesen besonders einleuchtend, da es genau um menschlich geprägte Eigenschaften geht, die Namics mit einem einzigartigen Erfolgsrezept versehen. So hat Namics 11 Grundprinzipien formuliert, welche das ethische Fundament für Namics postulieren. Sie dienen als Verhaltensrichtlinien für den Umgang mit Mitarbeitenden, Kunden und Partnern. Diese entstanden, um auf strikte und komplizierte Arbeitsprozesse zu verzichten, die durch die Einhaltung von ethisch vertretbarem Handeln bei der Arbeit ersetzt werden können. Das Ziel, die innere Organisation und die Arbeitsausführung zu strukturieren, wird somit erreicht. Ein Beispiel dafür ist das Prinzip „Kooperation und Respekt“, bei dem auf eine Hierarchie innerhalb der Teams verzichtet wird, um Innovation und Kreativität bei jedem Mitarbeiter gleichermassen zu ermöglichen. Zwei andere, und zudem selbsterklärende Prinzipien, sind die „Vertraulichkeit“ und „Integrität“ (die hier auch als Ehrlichkeit umgeschrieben werden kann). Diese sind nebst ihrer Gültigkeit innerhalb der Teams vor allem bei der Arbeit mit den Kunden relevant. Schlussendlich führt die Spielregel der „Internet-Prinzipien“ zurück zum eigentlichen Tagesgeschäft, und zwar dem Internet. Da geht es darum, der alltäglichen Arbeit mit der Auswahl der richtigen Software, der richtigen Tools oder der richtigen Herangehensweise gerecht zu werden. Diese Prinzipien sind das Fundament von Namics – der Raum, in dem sein digitales Herz schlägt.

 

Quelle: https://www.namics.com

 Die disruptive und dynamische Welt des E-Business

Während des Interviews mit Herrn Neckenbürger wird klar: Die Kernmission von Namics ist, Unternehmen bei dem digitalen Wandel erfolgreich zu unterstützen. So werden Kunden von Namics zum Beispiel in den Bereichen digital communications, Websitenverwaltung, digital workplace, E-Commerce, Mobile und Technologie auf die Reise zur Digitalisierung begleitet. Für die Kunden wird anhand ihrer Sektorzugehörigkeit ein strategischer Beratungsplan entwickelt, um die für sie relevanten Bereiche zu optimieren. Dies ist auch der Grund, weswegen die Arbeit nach einer starken Spezialisierung verlangt. In den Worten von Herrn Neckenbürger: „Die benötigte Unterstützung hängt auch immer davon ab, wie die eigene Maturität und Ressourcen-Verfügbarkeit des Kunden ist.“ So wird jede Beratung und die damit verbundene Unterstützung zu einer erfreulichen und spannenden Herausforderung. Allerdings sind sich Unternehmen des eigentlich existierenden Druckes nicht bewusst, der mit der Digitalisierung immer mehr zunimmt: „Das Verständnis für eine integrierte, effiziente Kommunikation ist bisher verhältnismässig gering ausgeprägt“, so Herr Neckenbürger. Automatisch stellt sich die Frage, wie Unternehmen diese Dringlichkeit überhaupt wahrnehmen können – oder eben nicht? Dies habe mit der Disruptivität zu tun: „Je höher die Disruptivität in Bezug auf bestehende Geschäftsmodelle, desto stärker ist der Reflex, etwas zu tun.“ An dieser Stelle heiratet das Wort der Disruptivität den Begriff der Dynamik. Disruptiv ist alles, was nach einer neuen Form, Denkens- und Verhaltenweise verlangt. Dynamisch ist die Qualität, die alles Disruptive schlussendlich annehmen muss, damit auch eine Transformation, in diesem Fall eine digitale Transformation, vollzogen werden kann. Diese ist auch die Herausforderung, welche die Digitalisierung mit sich bringt: Dienstleistungen müssen überdacht und anders zur Verfügung gestellt werden sowie Produkte angepasst und auch anders verkauft werden müssen. Während diese disruptiven und dynamischen Verhältnisse lediglich den Boden bereiten, worauf die Arbeit von Namics gestützt werden kann, kommen noch weitere Erschwernisse hinzu. Bei der Frage, was der grösste Kampf für Digitalagenturen momentan sei, antwortet Herr Neckenbürger, dass es nicht ohne Hindernisse sei, die Diversifikation eines Unternehmens zu gewährleisten, indem man sich gleichzeitig auf die Stärkung von dessen Kerngeschäft konzentriere. Das sei aber auch eine willkommene Anfechtung, bei der sich Namics immer wieder gern beweist und sich so ins Spiel der sich endlos wandelnden Welt des E-Business bringt.

Die Zukunft von Namics – und des E-Business

Meine letzte Frage lautet: Wie wird das E-Business in 10 Jahren aussehen? Noch vor wenigen Jahren sah die Online Business Landschaft völlig anders aus, war zudem auch in der Form, in der wir sie heute kennen, inexistent. Absurd war der Gedanke, dass Social Media Kampagnen zu Umsatz gewandelt werden können, sowie dass Mobile Ansichten die Oberhand gewinnen würden. Heute zu bestimmen, was morgen Sache sein wird, ist riskant, aber Vermutungen darüber anzustellen ist immer erlaubt. Herr Neckenbürger zeigt sich damit einverstanden: „Heute eine Prognose für die nächsten 10 Jahre abzugeben, ist unmöglich. Fakt aber ist, dass wir in 10 Jahren wahrscheinlich ganz andere digitale Zugänge haben werden, neue Technologien, das Nutzerverhalten grundlegend anders ist und auch unsere Agenturgeschäftsmodelle anders sein werden“. Zwischenzeitlich verfolgt Namics das seit Beginn formulierte Ziel eines gesunden Wachstums, um Kunden weiterhin bei dem digitalen Wandel erfolgreich unterstützen und um sich trotz der ungewissen Zukunft weiterentwickeln zu können.


Quellen:

Namics. Namics Professional Ethics Grundsätze. Online (29.04.2017): https://blog.namics.com/2009/08/namics-professi.html.

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About Author

Chiara Bisanti

Masterstudentin in Online Business und Marketing an der Hochschule Luzern - Wirtschaft.

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