Welches CMS ist das Beste?

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Immer mehr kommerzielle Softwarehersteller und Open-Source-Communities entwickeln weitere Content Management Systeme (CMS) für alle erdenklichen Web-Anwendungen. Wie soll man sich da entscheiden? Welches ist denn nun das beste CMS?

Ein Blick in Internetforen zeigt, dass oft nach dem einzig „besten Content Management System“ gesucht wird. Möglichst einfach bedienbar, flexibel und zeitsparend soll es sein. Zudem soll das CMS weiterentwickelt werden können und sicher vor Hackerangriffen geschützt sein.

In der Schweiz werden unterschiedliche Systeme eingesetzt, beliebt ist vor allem WordPress, gefolgt von Joomla und Typo3.

builtwith

Quelle: builtwith

Proprietär vs. Open-Source

Bei der Wahl eines CMS stellt sich oft als erstes die Frage, ob man auf ein proprietäres CMS eines Herstellers oder auf ein Open Source CMS setzt. Proprietäre CMS eines bestimmten Herstellers sind in der Regel nicht im Quelltext verfügbar und werden von den Mitarbeitenden des Herstellers gepflegt und gewartet. Open Source CMS werden von einer großen Entwicklergemeinde gepflegt und erweitert. Jeder der sich berufen fühlt kann mitwirken. In der nachstehenden Tabelle werden die wichtigsten Unterschiede aufgeführt:

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Quelle: Typoblog

Die Qual der Wahl

Nach der Entscheidung für ein proprietäres oder ein Open-Source System, stellt sich immer noch die Frage, welches CMS es nun sein soll. Die folgenden Kriterien helfen bei der Auswahl:

  1. Kompatibilität mit Systemen anderer Anbieter: Das CMS sollte über möglichst offene Schnittstellen verfügen und problemlos mit anderen Systemen (z.B. CRM-Programme oder CXM Lösungen) zusammenarbeiten können.
  2. Effiziente Mehrfachnutzung der Inhalte: Um keine Ressourcen zu verschwenden, sollte beim Vergleich der CMS darauf geachtet werden, dass entsprechende Prozesse zur Wiederverwendung aller Inhalte unterstützt werden.
  3. Fokus auf die strategischen Ziele: Das CMS sollte helfen die Unternehmensziele zu erreichen und nicht umgekehrt.
  4. Effiziente Migration alter Inhalte: Beim Testen eines potenziellen CMS sollte darauf geachtet werden, dass die Migration des bisherigen Contents ohne größere Probleme möglich ist.
  5. Perfekte Usability für die Online-Redakteure: Unübersichtliche Backend-Strukturen gehören der Vergangenheit an, moderne CMS sollten über eine intuitive Bedienung verfügen (z.B. Inline-Editing).
  6. Individueller Content für jeden Website-Besucher: Das CMS sollte den Einsatz von Personalisierungen unterstützen, etwa durch die Verschlagwortung der Inhaltselemente.

Fazit

Weder Open Source noch proprietäre Systeme können von vornherein als besser gelten. Die Beurteilung hängt von den individuellen Anforderungen ab. Je komplexer eine Website jedoch ist, desto unwahrscheinlicher, dass Joomla und WordPress das passende System sind. Gerade Joomla glänzt nicht durch ein Höchstmaß an Flexibilität, wenn individuelle Anpassungen nötig werden. Drupal – dank modularem Prinzip deutlich flexibler – oder Typo3 sind hier schon eher geeignet. Aufgrund ihrer höheren Komplexität werden regelmäßig externe Dienstleister oder der Aufbau entsprechender eigener Ressourcen nötig sein. Ein Kostenvorteil gegenüber kostenpflichtigen Anbietern – als eine mögliche Alternative – ist dadurch in vielen Fällen fraglich.

Kurzgesagt: DAS beste CMS gibt es nicht!

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1 Kommentar

  1. Ich finde die grosse Auswahl ziemlich super. So kann man schnell und einfach das CMS wählen, das den eigenen Ansprüchen genügt, egal ob man ein CMS im Thurgau braucht oder für ganz spezielle Seiten.

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