App vs. Mobile Website – wo liegen die Unterschiede?

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Hast du dich bereits einmal gefragt, worin der Unterschied zwischen einer App und einer mobilen Webseite besteht? Und du denkst jetzt sicher: Ist ja klar – die App lade ich aus dem App-Store auf mein Smartphone und die Mobile Website besuche ich über den Browser…

Das stimmt schon mal soweit. Allerdings gibt es noch viel mehr Unterschiede und wir werden dir in unserem heutigen Beitrag die Wichtigsten aufzeigen!

Mobile Website & Responsive Website

Heutzutage ist der Begriff „Responsive Website“ aufgrund immer mehr werdender mobiler Zugriffe auf eine Webseite in aller Munde. Die Responsive Website ist eine von vier Möglichkeiten, Inhalte für Smartphones oder Tablets darzustellen. Was Responsive Webdesign ist und wie dies umgesetzt werden kann, haben wir euch in unserem Blogpost von vorletzter Woche bereits erklärt.

Schauen wir uns die übrigen drei Varianten an: Eine weitere Möglichkeit über den Browser auf Inhalte zuzugreifen, bietet die Mobile Website – auch Web-App genannt. Diese ist nicht etwa dasselbe wie eine Responsive Website, sondern soll wie eine App funktionieren. Das bedeutet, dass das User Interface speziell für den mobilen Zugriff interaktiver gestaltet wird als bei einer Responsive Website, bei der die Inhalte lediglich neu angeordnet werden. Mobile Websites erkennt ihr ausserdem oftmals an ihrer Domain, mobile.domain.ch, die sich mit dem Zugriff via Smartphone oder Tablet automatisch ändert.

Gemeinsamkeiten der Mobile Website und der Responsive Website bestehen darin, dass beide mit HTML, CSS und Java „geschrieben“ sind und somit für alle Betriebssysteme gleich funktionieren. Dadurch müssen sie nur einmal umgesetzt werden. Allerdings bringt dies auch Nachteile mit sich, denn die Funktionen der Website sind im Vergleich zur App limitiert. Was zudem oft vergessen geht ist, dass die Mobile Webseite und die Responsive Website zwingend Internetzugang benötigen.

 

Hybrid App und Native App

Und hier kommen zwei Varianten, wovon viele wohl erst eine kennen! Denn App ist nicht gleich App! Bei einer App kann zwischen einer Hybrid App und einer Native App unterschieden werden , wobei die letztgenannte Form die „pure Form“ einer App darstellt.

Die Hybrid App wird so genannt, da sie eine Mischform darstellt, die aus einer Mobile Website, die mit HTML geschrieben ist und aus einer Native App besteht. Die Native App wird auch mit HTML geschrieben, jedoch dann mit einer nativen Hülle als Schnittstelle zum Betriebssystem – auch „native wrapper“ genannt – kombiniert. Einfach gesagt: in den Wrapper wird eine Webseite aus HTML, CSS und Java gelegt. Die Vorteile liegen darin, dass die Funktionen des Endgerätes nicht mehr nur limitiert nutzbar sind und die Hybrid App trotzdem nur einmal für sämtliche Betriebssysteme zugeschnitten werden muss.

Nun stellt sich die Frage, für was denn überhaupt noch Native Apps umgesetzt werden? Hybrid Apps sind nicht ganz so Performance-stark wie Native Apps, die nur auf ein Betriebssystem zugeschnitten werden müssen. Dies hat auch zur Folge, dass keine systemspezifischen Funktionen genutzt werden können.

diginect

Quelle: In Anlehnung an www.cloud-solutions.net

Für was entscheidest du dich? 

Um eine passende Variante für dein Unternehmen zu finden, musst du dir genau im Klaren darüber sein, was deine App bzw. Mobile Website können muss. Damit wir dir jedoch die Entscheidung etwas leichter machen können, hier einige Kriterien, die du dir vor deinem Entscheid unbedingt anschauen solltest:

  • Brauchst du Zugriff auf bestimmte Hardwarefunktionen (Kamera, Gyroskop)?
  • Sind direkte Systeminteraktionen wie Push-Nachrichten oder zeitabhängige Aktivierung der App geplant?
  • Braucht deine App grosse Rechenleistungen aufgrund komplexer Berechnungen wie z.B. für 3D-Darstellungen oder Verschlüsselungen?
  • Basiert dein Geschäftsmodell auf der Monetarisierung mit Verkäufen via App-Store oder mit In-App-Verkäufen?

Falls du eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, solltest du dir überlegen, eine App umzusetzen. Falls du keine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, stell dir die folgenden Fragen:

  • Hast du beschränkte finanzielle Ressourcen?
  • Ist die Optimierung für mobile Endgeräte dein einziger Anspruch?
  • Haben deine Kunden keine Erwartungshaltung, dass du für sie eine App lancierst?

Im Falle einer positiven Antwort solltest du dir überlegen, eine Mobile Website oder zumindest eine Responsive Website umzusetzen. Auf keinen Fall aber eine Native App.

 

Abschliessend kann gesagt werden, dass der wachsenden Zahl mobiler Nutzer heutzutage zwingend Beachtung geschenkt werden muss. Die „richtige“ Lösung, was für das eigene Unternehmen umgesetzt werden soll, gibt es nicht. Ein Unternehmen muss sich vielmehr den Bedürfnissen der Zielgruppen, der Zielfunktionen, den zu erreichenden Zielen sowie den verfügbaren Ressourcen bewusst sein. Wenn es das Budget erlaubt, können sogar sowohl eine Native (bzw. Hybrid) App als auch eine Mobile Website betrieben werden, um sämtliche Zielgruppen abzuholen.

 

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