Endlich das Online-Budget erhöhen – so klappts

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83 % lautet die magische Zahl der Schweizerinnen und Schweizer, die das Internet mehrmals pro Woche nutzen (Quelle: BfS Admin, 2015). Dass alles rund um «online» immer wichtiger wird, musste die Medienbranche bereits frühzeitig erkennen. Auch nahezu alle weiteren Branchen sind aktuell von der Digitalisierung (womöglich das Unwort der nächsten Jahre) betroffen. Unternehmen und Agenturen müssen auf das veränderte Nutzungsverhalten reagieren. Müssen, müssten!

Im nachfolgenden Blog möchte ich der Frage nachgehen, inwiefern das Marketingbudget angepasst wird, wieso Unternehmen womöglich scheitern und du deinen Chef oder das Management überzeugen kannst.

Wohin fliessen die Werbegelder?

Der Blick auf die folgende Grafik zeigt, in welche Kanäle die Unternehmen in der Schweiz im Jahre 2015 investiert haben. Der Internetanteil mit rund 11 % verdient im Durchschnitt weiterhin den Jööö-Faktor, wenn auch in den letzten Jahren kontinuierlich steigend. Als Vergleich dazu: In Grossbritannien beträgt der Anteil der Online-Ausgaben bereits über 50 %.  Da uns UK in vielen Online-Themen oft voraus ist, würden wir womöglich gut daran tun, diese hohen Wert ernst zu nehmen.

Wenig überraschend und parallel zu den sinkenden Auflagezahlen der Printmedien, nimmt der Marketinginvest in dieses Medium ab.

DE_MediaFocus_WMT_201512_Page_8(Quelle: Werbemarkt Trend 2015: Verteilung Werbedruck in den Medien, Media Focus)

Digital Marketing – in welche Bereiche investieren?

Das folgende Diagramm zeigt die Verteilung des Digital-Budgets nach Earnded, Owned und Paid Media. Unternehmen werden demzufolge im Jahre 2016 vermehrt in Earned und Owned Media investieren. In Paid Media ist weniger Budget eingeplant. Gründe dafür könnten der steigende Konkurrenzkampf in Search-Engine-Advertising oder die Zunahme von Banner Blindness sein.

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(Quelle: Digital marketing budgets are growing, Econsultancy)

«Alles gut und recht – aber wieso soll ich…?»

Eine durchaus berechtigte Fragestellung. Hier eine nicht annähernd vollständige Liste zu den Vorteilen von digitalen Kanälen für Unternehmen, wo das Wissen über die Online-Möglichkeiten fehlt (mehr dazu weiter unten):

Du kannst alles messen. Ja, alles!
Du kannst mit wenig Budget erste Erkenntnisse gewinnen.
Du kannst dich auf der Spielwiese austoben. Ständig verändernde Tools und Plattformen öffnen dir neue Türen.
Du kannst deine Webseitenbesucher (ergo potentielle Kunden) wieder ansprechen – Remarketing lautet das Zauberwort.
Du kannst (endlich!) deine Kunden kennenlernen, mit ihnen interagieren und dadurch deine Personas genauer definieren.
Du kannst alles testen. Unterschiedliche Headlines oder Bilder und schwups, Klickrate mal eben um 40 % erhöht. Geil, oder?
Du kannst deine anvisierte Zielgruppe mit minimen Streuverlusten finden und ansprechen. Die Werbenetzwerke bieten dir eine optimale Datengrundlage.

Und du kannst noch viel mehr!

Was habe ich vergessen? Lass es mich über Facebook oder Twitter wissen.

Online-Budget – wieso noch immer gehemmt?

Die Gründe für den tiefen Online-Anteil sind breit. Die nachfolgenden Behauptungen haben keine empirische Evidenz, sondern sind lediglich eine persönliche Einschätzung. Diese resultiert aus verschiedenen Gesprächen mit Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Unternehmen.

Fehlendes Know-how
Einerseits fehlt das nötige Wissen bei den Führungskräften, die mit klassischem Marketing gross geworden sind. Online ist für sie eine neue, unbekannte Welt. Andererseits ist die Auswahl an kompetenten Online-Fachexperten in der Schweiz noch immer klein. Die steigende Zahl an Ausbildungsmöglichkeiten stimmt optimistisch.

Die Unser-Geschäft-läuft-doch-ok-Mentalität
Wir alle kennens – wir alle könnens nicht mehr hören. Es fehlt an Innovation und Initative, auch Neues auszuprobieren. Und von diesen Unternehmen wird bald nichts mehr zu hören sein, denn da droht die UBERnahme.

Change-Prozess
Change-Management wird eines der zentralen Pfeiler der Digitalisierung werden. Dies bedeutet, dass sich Marketing-Units neu strukturieren müssen, um die steigenden Ressourcen und die Vielfalt des Online Marketing professionell umzusetzen.

Was ist deine Meinung, wieso der Anteil des Online-Budgets in der Schweiz so tief ist? Diskutiere mit diginect auf Facebook oder Twitter.

Der Strategie-Check & dein Chef wird nicken

Es ist also an der Zeit (und an dir!), dass du in deinem Unternehmen die Digitalstrategie stetig weiterentwickelst.  Die folgende 4-Schritte-Anleitung soll dir helfen, deinen Chef zu überzeugen, die Ressourcen fürs digitale Marketing zu erhöhen.

    1. Entwirf eine Strategie! «Ein bisschen auf Facebook. Ein bisschen bloggen.» Ohne Konzept und Verzahnung des Marketing-Mixes ist das zu vermeiden.
    2. SMARTe Ziele setzen!  Spezifische, messbar usw. sollen deine Ziele sein. Dank Webanalyse- und Trackingtools ist in Online Marketing alles wunderbar mess- und belegbar und es muss nicht (ausschliesslich) mit «Wir machen damit Branding» begründet werden.
    3. Optimierungszenarien ausdenken! Durch sorgfältige Datenanalyse kannst du online kontinuierlich optimieren, denn z. B. das Keyword-Setting in AdWords wird nie (nie!) im ersten Durchgang perfekt sein.
    4. Besuche diginect! Komm vorbei (gratis) und lass dich von den Fachexperten beraten. Hier gehts zur Anmeldung.
    5. Überzeuge deinen Chef! Nun hast du dich sorgfältig und fundiert auf das Gespräch vorbereitet. Viel Erfolg!

 

Hinweise zu den Quellen und Studien:
Bei den Studien von Econsultancy wurden grösstenteils Personen aus UK und USA befragt, womit sie nicht vollständig für den Schweizer Markt  übertragbar sind.

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About Author

Yannick Waeny

arbeite als Leiter Performance Marketing bei Farner Consulting. Aktuell in der Ausbildung zum MSc in Business Administration (Online Business und Marketing). Freue mich über den Austausch mit dir zu Themen rund ums Internet.

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