Die perfekte Marke hat viele Rechte

Claudia Degoumois ist Brand Managerin bei der Schweizerischen Post und bloggt als Gastautorin aus dem Unterricht des CAS Design Management.

Man nehme eine beschreibende Aussage, verändert diese soweit, dass sie noch Assoziationen weckt, offensichtlich aber nicht mehr beschreibend ist. Das ist laut Ueli Grüter, Rechtsanwalt für Immaterialgüter- und Technologierecht die perfekte Marke.

Wieso ist das so? Das Marketing verlange nach einer beschreibenden Marke. Denn diese zeige klar, um was für ein Produkt oder Dienstleistung es sich dabei handelt. Das spare viel Zeit und Geld für die Bekanntmachung des Angebotes. Eine solche Marke sei jedoch nicht schützbar. Juristen bevorzugen daher Fantasienamen, da sich diese besser durchsetzen lassen. Die optimale Marke liege daher in der Mitte, wo die Vorteile beider Perspektiven vereint werden, so Ueli Grüter.

Aber was ist überhaupt die Funktion einer Marke? Die Funktion von Marken ist etwas zu kennzeichnen, um Wiedererkennung zu schaffen. Dafür braucht es ein kennzeichnungsfähiges Zeichen. Dieses muss individuell genug sein. Somit können Namen (Wortmarke: z.B. Puma) oder Logos (Bildmarke: z.B. Abbild des Pumas; Wort-/Bildmarke: Puma inkl. Schriftzug) geschützt werden, sofern sie genügend eigenständig sind. Auch Formen sind schützbar, wenn sie charakteristisch für eine Marke sind (Formmarke z.B. Coca Cola Flasche). Wird eine Farbe über Jahren mit einem bestimmten Produkt verwendet, assoziieren die Konsumenten die Farbe direkt mit der entsprechenden Marke. In diesem Fall kann sogar die Farbe als Farbmarke registriert werden (z.B. GELB für Post). So kann eine gut gestaltete Marke über viele Rechte verfügen.

Siehe mehr dazu: www.digilaw.ch

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