#cosca13 – Sometimes we need less content.

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‚Content’ ist DAS Zauberwort, wenn es um Online-Strategien geht. So gehen wir auch im Forschungsprojekt Audience+ STORY von der These aus, dass gerade Museen besonders wertvollen Content für den Online-Bereich zu bieten haben. Content bedeutet, Geschichten oder Gespräche (rund um Produkte oder Angebote) in den Vordergrund zu rücken und es bedeutet, die Involvierung von Kunden – oder eben Besucher – mit Produkten und Angeboten anzustreben. Anbieter und Kunden stehen sich in der Conten-Welt potentiell auf Augenhöhe gegenüber.

Die #COSCA13 (Content Strategy Camp 2013) erfindet die Welt der Content Strategien (mit Zielpublikum-Ausrichtung, Monitoring und Kuration) nicht neu, führt die Diskussion aber an konkreten Beispielen. Das macht die Sache greifbar. Gleichwohl wird viel über grundsätzliche Mechanismen im Content Marketing debattiert: Wie können sinnhafte Zusammenstellungen – statt zusätzliche Inhalte – produziert werden? Wie entstehen bemerkenswerte oder bedeutende Gegenüberstellungen, Verortungen, Neuverlinkungen und Neustrukturierung von Inhalten, Angeboten und Geschichten. Neben Faktoren wie Workflow und Governance (Abstimmung der Inhalte mit Unternehmenszielen) liegt darin die Kunst erfolgreicher Conten Strategien. Es ist eine Art Kurations-Tätigkeit, die hier entsteht und auch beginnt sich als eigenes Berufsfeld mit eigenen Kompetenzen herauszubilden. Thomas Pleil (Gastgeber von COSCA13) formuliert diesen organisationalen Aspekt in seinem Rückblick auf #COSCA13 wie folgt:

„In Anlehnung an Doris Eichmeier: Auf organisatorischer Ebene muss nach meinem Eindruck zunächst sicher gestellt sein, dass eine Person für Content Strategie den Hut aufhat. Und zwar in dem Sinne, dass sie für kleine und große Fragen ansprechbar ist. Wenn sie als Problemlöser anerkannt ist, ist schon viel erreicht. Mit der Zeit kann hieraus auch die entsprechende Durchsetzungslegitimität und eine übergreifende Strategie entstehen.“

Alle #COSCA13-Beiträge zum BarCamp 13 sind auf Darmstädter Projektseite zu finden. Ausserdem ein nützlicher Literatur Link: The Epic List of Content Strategy Resources.

 

Hochschulaustausch: Luzern – Darmstadt – Graz

Im Forschungsprojekt Audience+ Story arbeitet das CC ES eng mit dem IKM (W) zusammen. Das Conten-Strategy-Camp an der Hochschule Darmstadt bot den geeigneten Rahmen für einen ersten Austausch über die gemeinsamen Themen. Der Besuch beinhaltete sowohl einen informellen Austausch mit Projektpräsentationen zwischen den Forschenden der beiden Hochschulen sowie der FH-Johaneum in Graz (Journalismus & PR / Web Literacy Lab), als auch die Teilnahme am ersten Tag des BarCamps. Beides war ausserordentlich inspirierend. An dieser Stelle deshalb besten Dank an’s IKM und an Seraina Mohr für die Initiative und die Organisation sowie an die kolossal gastfreundlichen Darmstädter Kollegen und Kolleginnen. Ein Projekt, welches gerade im Zusammenhang mit Audience+ STORY eine spannende Herangehensweise aufweist, möchte ich speziell hervorheben: Unter dem Dach der eBusiness-Lotsen-Projekt arbeitet Darmstadt an einer interaktiven Recherche-Plattform zur Kunstsammlung des Staedel Museums.

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Recherche-Plattform für die Staedel-Sammlung (Forschungsprojekt der Hochschule Darmstadt)

Werke sind hier (wie bei anderen Plattformen auch) nach Stichworten, Jahreszahlen geordnet und untereinander entsprechend verlinkt. Im Unterschied zu anderen Sammlungsplattformen erfolgt die Vergabe von Stichwörtern aber in sogenannten Triplets (Subjekt, Verb, Prädikat). Das macht die Suche sowie die Verweise auf weitere Werke überraschend sinnhaft, passend und erhellend. Diese ‚Verwandschaften’ sind auf der Plattform ausserdem gut dargestellt – spirch intuitiv verständlich.

Darmstadt, die Hochschule Graz und Luzern weisen (für Design, Medien und Kommunikation) ähnliche Hochschulprofile auf. Dabei kombiniert insbesondere Darmstadt die Design-Kompetenzen von D&K (Video, Animation, Visuelle Kommunikation) mit Journalismus, Medien und Kommunikation. Im Grunde also der Zusammenschluss von Design mit so was wie dem IKM. Das gibt der Zusammenarbeit des CC ES mit dem IKM noch einmal zusätzliche Berechtigung. Vor dem Hintergrund der #COSCA13 muss man sagen, diese Kombination hat Zukunft! Und eine Fortführung des Austausch würde deshalb von allen beteiligten Instituten/Forschungsgruppen begrüsst werden. Bereits diskutiert wird das Content Strategy-BarCamp 2014 an der FH-Johaneum in Graz.

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