Hochschule Luzern – Soziale Arbeit

Autor: dominikk

Und was habt ihr so besprochen?

Die Ergebnisse aller Gruppen betrachten und deren Video und Lösungsansätze nochmals diskutieren. Unsere Aufgabe für den letzten Modultag.

Jede Gruppe zeigte ihren Film, der dokumentarisch die ganze Woche thematisiert und aufzeigt welche Methoden angewendet wurden, was die Resultate der einzelnen Workshops waren und zu was für einem Lösungsvorschlag es sie geführt hat.
Nach der Filmvorführung stand es allen offen Kritik am Erzeugnis zu üben oder Fragen zum Lösungsansatz zu stellen. Die Mitglieder der Gruppen wurden aufs Feld geboten und mussten ihre Idee verteidigen oder genauer erklären.

Die Lösungsideen zeigten eine grosse Vielfältigkeit auf. Da gab es Mikrochips, die die eigene Gesundheit regulieren oder Quittungen, die das Verhältnis vom digitalen zum realen Leben aufzeigen und dir so sagen, ob der heutige Tag Balsam für deine Seele war oder eher das Gegenteil. Es kamen aber auch Vorschläge, die internationale Forschungstage vorhersahen, an denen Hierarchien aufgebrochen werden sollten, um die Kreativität und das Innovationspotenzial zu steigern.

Am meisten polarisierte aber sicherlich der Vorschlag, welche die Gruppe vorstellte, die sich mit der Frage um Blockchain und ein neues System um Wertschöpfung auseinandergesetzt hatten.
Die Gruppe hatte mit der Frage zu kämpfen, was Wertschöpfung bedeutet und vor allem, wie Wert messbar ist. Herausgekommen ist ein Ansatz, der durchaus kommunistische Züge aufzeigt und darauf konstituiert, dass es Pools gibt in welche man seine Arbeit hineingeben kann. Dafür bekommt man Punkte und diese kann man dann wieder gegen andere Arbeit eintauschen. Das Zinssystem wird kurzerhand abgeschafft, Punkte können nicht aus bestehenden generiert werden, es muss dafür gearbeitet werden.
Doch an was wird Wert gemessen? Was passiert mit den Kranken, die keine Arbeit verrichten können? Oder was bedeutet Arbeit und Leistung überhaupt?

Geschlossen wurde der Morgen mit einer Austauschrunde, wie wir die Woche empfunden haben. Viele waren erstaunt ab den Methoden, ab den Ideen die entstanden sind und doch zweifeln einige, dass das Erlernte auch wirklich in der Arbeitswelt regelmässig anwendbar ist.
Trotzdem war es sicherlich eine horizonterweiternde Erfahrung für alle Teilnehmenden, denn wo treffen sonst Wirtschaftlerin und Künstler in einer Gruppenarbeit aufeinander?

Reflektieren und Editieren

Nach dem Nachmittag mit den Auftraggebenden am Mittwoch starteten wir am Donnerstag in den zweiten Teil der CreaLab Summer School. Von nun an ging es weniger darum weitere Workshops zu gestalten, sondern um die Reflexion und das Arbeiten am Leistungsnachweis.

Am Morgen Stand das Vertiefen und Weiterentwickeln der Lösungen vom Mittwochnachmittag im Zentrum. Dabei ging es darum, auf die Rückmeldungen der Auftraggebenden zu reagieren und sich auf ihre genannten Punkte zu konzentrieren. In unserer Gruppe bestand dies darin, uns im Spannungsfeld von Seele und Digitalisierung auf den Begriff der Ethik zu konzentrieren.

Anschliessend machten sich die Gruppen an den Leistungsnachweis, welcher aus einem Video bestand. Die ganze Woche wurde viel fotografiert und gefilmt, um den Arbeitsprozess zu dokumentieren. Dieses Material galt es nun, in Form eines Videos aufzubereiten. Das Video sollte den gesamten Prozess, verwendete Methoden sowie Rückmeldungen und Reflexion enthalten und zugänglich machen.
Dazu musste zuerst das ganze Dokumentationsmaterial gesichtet, ausgewählt und geschnitten sowie einige Sequenzen nachproduziert werden. Neben dem Umgang mit den Programmen war eine sinnvolle Arbeitsteilung eine Herausforderung, da nicht alle geleichzeitig am Video arbeiten konnten. In unserer Gruppe lösten wir das Problem dadurch, dass wir uns von Anfang an aufteilten. Zwei Personen arbeiteten an der Vertiefung der Lösung und zwei am Video. Anschliessend produzierte ein Teil der Gruppe noch einige nötige Sequenzen für das Video produzieren, während die andere Hälfte am Schnitt arbeitete.

Konfrontation mit den Auftraggebenden

Der dritte Tag der CreaLab-Woche stand unter der Verantwortung jeder einzelnen Gruppe. Diese starteten den Tag je nach Gusto auch schon vor dem offiziellen Unterrichtsbeginn. Ziel des Tages war, einen 90-minütigen Workshop mit den jeweiligen Auftraggebern der Challenges zu planen und als Peak des Tages auch tatsächlich durchzuführen. Dieser war um 15:00 Uhr festgelegt und spornte alle Gruppen an, die bis anhin kennengelernten Methoden und Erkenntnisse auf den Prüfstand zu stellen. Weitere festgelegte Termine war der anschliessende 15-minütige Rückblick der vergangenen zwei Tage inkl. der Ergebnisse aus den Workshops in Bezug zur Fragestellung zu erläutern. Daraufhin fand eine professionell moderiete Podiumsdiskussion im Plenum statt, dessen Diskussionen wurden im anschliessenden Apéro weitergeführt.

Aus der Perspektive einer Gruppe kann berichtet werden, dass das Planen des Workshops ein sehr langwieriger Prozess war, jede einzelne Sequenz wurde penibel durchstrukturiert. Um die passenden Methoden zu finden wurden manche direkt getestet. Gegen Mittag war entschieden, welches Gruppenmitglied welchen Part übernahm. So konnte Jede und Jeder seine Utensilien organisieren und vorbereiten.

Am Nachmittag wurden die Räume bezogen und vorbereitet.
Daraufhin wurde die verbliebene Zeit genutzt, um Interviews durchzuführen und um den entspannten Teil im Workshop, den Wendepunkt, in der genannten Gruppe zu erproben.
Gespannt und neugierig folgten die Workshops. Sie waren intensiv und schweisstreibend, verliefen aber laut den Feedbacks der Gäste in allen Gruppen überraschend gut ab. Es wurde Theater gespielt, geschrien und pantomimisch Tiere nachgemacht. Die Gäste waren an der anschliessenden Podiumsdiskussion sehr von den unkonventionellen Methoden angetan und waren bester Laune.

An der angeregten Diskussion wurden die bisherigen Ergebnisse der Challenges aufgegriffen und teils philosophisch in Augenschein genommen. Sowie diskutiert, wie die Workshops aufgenommen und erfahren wurden und was nun davon von den jeweiligen Gästen in den Arbeitsalltag integriert werden kann.

Hier entstand zum ersten Mal in dieser Woche eine schon fast avantgardistische Stimmung.
Es lag das Gefühl in der Luft, dass in dieser Diskussion der Hund begraben liegt, um dieser Gesellschafft, in der wir unweigerlich gefangen sind, einen Kick zu geben und tatsächlich verändern zu können

Quintessenzen sind, dass um Innovation voran treiben zu können, mehr Zeit für kreative Prozesse eingeplant werden müssten, das nur gemeinsam Veränderung geschehen kann, dass eine andere Art der Wertschätzung von Materiellem und Immateriellen vorherrschen müsste und dass auch die Bereitschaft des Scheiterns vorherrschen sollte.

Etwas wehmütig und nicht mehr unbedingt nüchtern wurden diese Erkenntnisse am Apéro kritisch beurteilt und festgestellt, dass die Umsetzung sehr schwer ist.

Selber Workshops gestalten

Nach einer kurzen Einführung um 9:00 Uhr und unterstützenden Worten der Dozierenden fanden sich die vier Gruppen erneut zusammen, um mit dem ersten Workshop des Tages zu starten. Es stand allen Gruppen frei, wie sie den gesamten Tag gestalten wollen, wann Pausen gemacht werden oder welche Methoden angewendet und ausprobiert werden sollen. Ziel dieses Tages war, verschiedene Methoden für den zu planenden Workshop am Mittwoch zu testen und anhand dieser Eindrücke die passendsten Methoden dafür zu wählen. Deshalb gingen auch alle Gruppen den Tag unterschiedlich an.

Eine Gruppe begab sich beispielsweise an die frische Luft, um frühmorgens die Gedanken anzuregen und mit der ABC-Methode Inspirationen für die Challenge zu erhalten. Eine weitere Gruppe wandte diese Methode ebenfalls dazu an. Die Gruppe zur Challenge 2 hat sich in zwei Teams aufgeteilt, wobei jedes Team je einen Workshop vorbereitet hat. Danach starteten auch sie mit der Inspirationssuche zum Thema.

Auch am Nachmittag ging das Ausprobieren der Methoden für den Workshop am Mittwoch bei allen Gruppen weiter. Aufgrund des sonnigen Wetters zog es die meisten erneut an die frische Luft. Es wurde wiederum viel diskutiert, ausgetauscht und Ideen für den Mittwoch gesammelt. Dazu wurden auch Plakate gestaltet und viel geschrieben oder gezeichnet.

Die Lokalitäten wurden von den Gruppen individuell gewählt und ständig gewechselt, um das kreative Denken anzuregen und auf möglichst viele Ideen zu kommen. Einerseits blieben Gruppen im Schulzimmer, andererseits waren sie draussen auf der Terrasse, am See oder in einem Park. Um die Kreativität anzuregen und beizubehalten, haben die Kursteilnehmenden immer wieder kurze Pausen eingelegt oder Spaziergänge an der frischen Luft gemacht.

Im Hinblick auf den zu produzierenden Film haben die Gruppen während des ganzen Tages ihre Vorgehensweisen fleissig mit den Smartphones und Kameras dokumentiert. Auch wurde die Möglichkeit von einigen Gruppen genutzt, Filmutensilien wie Stative an der Rezeption der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit auszuleihen.

Die letzte Stunde des Tages wurde für eine Tagesreflexion beansprucht, in der die Gruppen die gewonnenen Eindrücke der Workshops diskutieren konnten. Dabei kam heraus, dass bei den meisten Gruppen das Zeitmanagement eine Herausforderung war. Kurz vor 17:00 Uhr konnten die Kursteilnehmenden den Tag abschliessen, um die letzten Sonnenstrahlen des wunderschönen Sommertages zu geniessen.

Challenge ahoi!

Nach der Kick Off Veranstaltung im Mai und der Vorbereitungsaufgabe während der Sommerpause, war heute endlich der Start unserer gemeinsamen Woche der CreaLab SummerSchool 2017.

Um 09:00 Uhr wurden wir freundlich begrüsst und der Stundenplan wurde verteilt. Wir wurden langsam ins Thema «Zukunft denken» eingeführt, indem uns nochmals unsere Aufgabe für die Woche erklärt wurde. Diese besteht darin in Gruppen, sogenannte Challenges zu meistern, bei denen eine Fragestellung beantwortet werden muss. Um was es in diesen Challenges geht und auch wie wir den Leistungsnachweis erfüllen, wurde uns detailgetreu erläutert. Zusätzlich zu den Challenges müssen wir unsere Erfahrungen, Prozesse und Lösungen filmisch dokumentieren. Dieser Film wird dann als Leistungsnachweis dienen. Als Vorbereitung darauf, folgte nach einer 15-Minütigen Pause ein Input von Widukind Zenker zum Thema «Filmdokumentation erstellen». In zweiergruppen notierten wir unsere bisherigen Erfahrungen, aber auch unsere Schwierigkeiten zu dem Medium Film und teilten diese der Klasse in Form einer kleinen Präsentation mit. Danach durften wir uns das erste Mal in unseren Gruppen zusammensetzen und uns mit unserer Aufgabe auseinandersetzen.

Um 12:00 Uhr machten wir unsere verdiente Mittagspause, so dass wir uns um 13:00 Uhr mit neuer Energie und Motivation ins Thema stürzen konnten.
Am Nachmittag führten wir immer wieder kleine Übungen durch um neue Lösungsansätze an unser Thema zu finden, wie zum Beispiel Flashstories schreiben, Zeitungsartikel lesen und auch Meditation. Danach hatten wir etwa 40 Minuten Zeit eine Collage zu unseren Themen zu kreieren. Das war ein sehr hilfreicher Schritt um unsere Gedanken zu ordnen und alle Informationen vom Tag zu dokumentieren. Diese Collage mit unseren bisherigen Ergebnissen präsentierten wir zum Schluss dem Rest der Klasse, dabei konnte jeder seine eigenen Ideen einbringen oder Gedanken ergänzen.

Die letzte Stunde des ersten Tages diente zur Planung eines eigenen Workshops am Dienstag. Der Workshop soll dazu dienen weitere Inspiration zu finden und uns näher an unsere Fragestellung heranzutasten. Wir diskutierten in unseren eigenen Gruppen nochmals unsere Themen und überlegten uns, wie wir am Dienstag weiterfahren wollen.