Der dritte Tag der CreaLab-Woche stand unter der Verantwortung jeder einzelnen Gruppe. Diese starteten den Tag je nach Gusto auch schon vor dem offiziellen Unterrichtsbeginn. Ziel des Tages war, einen 90-minütigen Workshop mit den jeweiligen Auftraggebern der Challenges zu planen und als Peak des Tages auch tatsächlich durchzuführen. Dieser war um 15:00 Uhr festgelegt und spornte alle Gruppen an, die bis anhin kennengelernten Methoden und Erkenntnisse auf den Prüfstand zu stellen. Weitere festgelegte Termine war der anschliessende 15-minütige Rückblick der vergangenen zwei Tage inkl. der Ergebnisse aus den Workshops in Bezug zur Fragestellung zu erläutern. Daraufhin fand eine professionell moderiete Podiumsdiskussion im Plenum statt, dessen Diskussionen wurden im anschliessenden Apéro weitergeführt.

Aus der Perspektive einer Gruppe kann berichtet werden, dass das Planen des Workshops ein sehr langwieriger Prozess war, jede einzelne Sequenz wurde penibel durchstrukturiert. Um die passenden Methoden zu finden wurden manche direkt getestet. Gegen Mittag war entschieden, welches Gruppenmitglied welchen Part übernahm. So konnte Jede und Jeder seine Utensilien organisieren und vorbereiten.

Am Nachmittag wurden die Räume bezogen und vorbereitet.
Daraufhin wurde die verbliebene Zeit genutzt, um Interviews durchzuführen und um den entspannten Teil im Workshop, den Wendepunkt, in der genannten Gruppe zu erproben.
Gespannt und neugierig folgten die Workshops. Sie waren intensiv und schweisstreibend, verliefen aber laut den Feedbacks der Gäste in allen Gruppen überraschend gut ab. Es wurde Theater gespielt, geschrien und pantomimisch Tiere nachgemacht. Die Gäste waren an der anschliessenden Podiumsdiskussion sehr von den unkonventionellen Methoden angetan und waren bester Laune.

An der angeregten Diskussion wurden die bisherigen Ergebnisse der Challenges aufgegriffen und teils philosophisch in Augenschein genommen. Sowie diskutiert, wie die Workshops aufgenommen und erfahren wurden und was nun davon von den jeweiligen Gästen in den Arbeitsalltag integriert werden kann.

Hier entstand zum ersten Mal in dieser Woche eine schon fast avantgardistische Stimmung.
Es lag das Gefühl in der Luft, dass in dieser Diskussion der Hund begraben liegt, um dieser Gesellschafft, in der wir unweigerlich gefangen sind, einen Kick zu geben und tatsächlich verändern zu können

Quintessenzen sind, dass um Innovation voran treiben zu können, mehr Zeit für kreative Prozesse eingeplant werden müssten, das nur gemeinsam Veränderung geschehen kann, dass eine andere Art der Wertschätzung von Materiellem und Immateriellen vorherrschen müsste und dass auch die Bereitschaft des Scheiterns vorherrschen sollte.

Etwas wehmütig und nicht mehr unbedingt nüchtern wurden diese Erkenntnisse am Apéro kritisch beurteilt und festgestellt, dass die Umsetzung sehr schwer ist.