Was ist das CreaLab schon wieder?

Als ich im kürzlich einen Vortrag bei der Tagung „Future Workplace and Office“ vom Euroforum als Repräsentantin für das CreaLab halten durfte, konnte ich auch die Arbeit vom Interdisziplinären Schwerpunkt einführen. Ich habe das Projektbouquet, welches im Lab bis jetzt erarbeitet wurde angeschaut, um die zum Thema relevanten Inputs aufzufrischen. Und siehe da!  So vieles kam zusammen an Forschungsthemen,  was mit Workplace zu tun hat. Zum Beispiel Tools for Innovation, das TINA, und die Methodeplattform, wo es um Zusammenarbeiten in Teams, also im breitesten Sinne um einen Future Workplace geht. Meet2Create, wo Räume für lebendige Arbeitssituationen geschaffen werden. Die Untersuchungen zum Home Working (hier im Blog auch ersichtlich), zum Architektur-Wettbewerb (BuildingBuilding und JustArchitecture –  www.justarchitecture.ch). Die Untersuchung zu Räumen der Musiker und Musikerinnen. Die CreaLab Projekte arbeiten immer in einen aktiven Raum des Austauschs.

Somit ermöglicht CreaLab Projekte, die nicht nur technisches Bearbeitungen sind, sondern sofort konkrete Vorschläge und Inspiration zur Gestaltung von unserem (Arbeits-)Alltag leisten. Es wird auch sichtbar, dass das die Forschungsprojekte, weil sie so aktiv interdepartmental sind, nicht in einer Abteilung bleiben und sich schnell über die Schwelle der Hochschule bewegen. Es geht hier um mehr als „anwendungsorientierte Forschung“, die Projekte sind transdisziplinäre Forschung in the making, die Zusammenarbeiten sind immer nahe an einer gesellschaftlichen Wirklichkeit und werden – vielleicht, weil die ForscherInnen auch unter sich die Übersetzungsarbeit leisten müssen – sofort geteilt.

Und wie bebildert man diese Forschung und ihre „Temporalität“, also Lebendigkeit für und mit gesellschaftlichem Engagement hier und jetzt? Die ersten Postkarten von CreaLab sind aussagekräftig, deshalb gab es auch kürzlich eine Neuauflage; die Karten in den 5 CreaLab Farben, (nach den 5 HSLU Departementen, aber nicht zugeteilt!) stellen die Entwicklung unserer Umwelt vom „klassisch oder alt“ zu „neu“ da: Als mein Grossvater jung war hatte man noch Pferde als Haupttransportmittel. Damals war es auch nicht ungewöhnlich, Wasser am Brunnen zu holen (und es nicht nur aus dem Hahn zu erwarten). Die Karten Pferd/Auto, Eimer/Hahn, Kerze/Lichtbirne, Brief/Computer, Feuer/Ofen beschreiben ursprüngliche Tools und fügen ihre modernen Versionen dazu. Man merkt, dass die alten Technologien hinter Mobilität, Wasserversorgung, Beleuchtung, Kommunikation und Kochen mit körperlicher Anstrengung zu tun hatten, und dass sie Wissen nicht nur über die Verwendung, sondern auch über die Herstellung und den Unterhalt vorausgesetzt haben.  Es geht also in den Postkarten nicht um Gegensätze, sondern darum, zu sehen, wie Zugänge konkret in ihrer Ursprünglichkeit auch verstanden werden müssen.

Bei der transdisziplinären Forschung im CreaLab beteiligen sich alle „Arten“ von Spezialisten und Spezialistinnen und haben das gemeinsam, dass sie durch den offenen Dialog mit einem frischen Blick auf die eigenen Methoden erahren möchten, wie die anderen  konkret ihr Wissen bauen und gestalten. So können wir unseren Arbeitsalltag verändern, und das ist eben Forschung heute und das ist eben das CreaLab.