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Comeback der Utopie

Die in den 1960er Jahren entwickelten Utopien verschiedener Gruppen – insbesondere auf dem Architektursektor (z.B. Archigram, Superstudio) – nahmen den Schwung des damals gegenwärtigen Fortschritttrends auf und entfalteten ihre Kraft indem sie wie damals Thomas Morus ganzheitliche Welt- und Gesellschaftsbilder inszenierten. Mit neuen Mitteln, neuen Kombinationen («Architektur-Telegramm») und über disziplinäre Grenzen hinweg wurden «Walking Cities» oder «Plug-In Cities» bekanntgemacht.

Heute ist zwar der Fortschritt der Technik und der medialen Möglichkeiten deutlich zu spüren, aber die Kraft der damaligen Utopien scheint unterwegs gebrochen worden oder in Vergessenheit geraten zu sein. Dabei könnten gerade heute, in der notwendigen Auseinandersetzung mit den Megatrends Globalisierung, Urbanismus und Individualisierung ganzheitliche Visionen eine Kraft und Dynamik bewirken und die Methode der «Utopie» als Spiegelbild zum Status Quo wirksam eingesetzt werden um Potenziale jenseits der bekannten Orte und Wege zu ausfindig zu machen.

Im Projekt «Comeback der Utopie» soll untersucht werden, wie Utopien ihre Kraft entwickeln und mit welchen Formen (Gesellschaften, Städten, Räumen) sie einhergehen. Womöglich lässt sich unmögliches Utopisches zu Innovationen downgraden? Was geschieht wenn Pragmatismus und Utopie aufeinander treffen und wer arbeitet heute utopisch? Wie steht es um das Wiederaufkommen der Utopien (vgl. F. Rötzer, R. Maresch: Renaissance der Utopie. 2004)?

Um sich diesen Fragen zu nähern, sollen im Projekt ausgesuchte utopische Konzepte verglichen und in einer Übersicht zusammengefasst werden, die als Ressource, als Startpunkt und Wanderführer für Denkräume und Parallelwelten dienen kann.

“A map of the world that does not include Utopia is not worth even glancing at, for it leaves out the one country at which Humanity is always landing. And when Humanity lands there, it looks out, and, seeing a better country, sets sail. Progress is the realisation of Utopias.” – Oscar Wilde, The Soul of Man under Socialism.

Förderinstrument(e)

IS CreaLab |
Grundlagenprojekt
Forschungsfeld
Kernteam
Nächste Gesellschaft

Forschungsfeld

Zukunft der Arbeit

Departemente & Institute

Technik & Architektur,
Design & Kunst, Wirtschaft
Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP)

Team

C. Lars Schuchert PL
Julie Harboe PM
Ursula Sury PM

Volumen

400’000.- CHF

Dauer

01.06.2013 – 31.12.2014

Kontakt

Lars Schuchert