Studierenden Blogs als Marketinginstrument?

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Renommierte amerikanische Universitäten wie das M.I.T. oder Yale haben Blogs von Studierenden als Marketinginstrument entdeckt. Sie binden die Blogs in ihre offiziellen Websites ein, mit dem Ziel, zukünftige Studierende anzusprechen, die sich weniger für unpersönliche Informationen und Statistiken interessieren, als vielmehr für authentische Erlebnisberichte aus dem Alltag von Studierenden.
Um die Qualität der Einträge hoch zu halten, geht das M.I.T. gar soweit, einen Wettbewerb auszuschreiben, um die besten Blogger zu eruieren. Diese dürfen dann in offizieller Mission für ihre Hochschule bloggen und werden erst noch dafür bezahlt. Dies scheint sich zu lohnen. Die Blogs der M.I.T. Studierenden seien inhaltlich die besten und würden von sehr vielen interessierten Studienanwärtern gelesen. Zudem böten sie eine Plattform für Gleichgesinnte, um sich kennenzulernen und auszutauschen. (Mehr darüber finden Sie im NYT Bericht)
Vom M.I.T. zurück zur Realität: Die Fachstelle Neue Lernmedien bietet seit einigen Jahren für alle HSLU Angehörigen, die Möglichkeit, eigene Blogs zu betreiben. Dies wird zuweilen auch rege genutzt. Meistens zu Unterrichtszwecken, in wenigen Fällen aber auch als Informationsplattform und zu Marketingzwecken: So informiert die Bibliothek der HSLU-W über Neuerscheinungen und Anschaffungen, das IFZ bloggt regelmässig über Neuigkeiten aus ihrem Institut. Studierenden Blogs mit persönlichem Charakter sind hingegen eher rar. Für ein kleines Entgelt würde sich da aber sicher etwas mehr regen – der Ball liegt beim Marketing.

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1 Kommentar

  1. Spannender Vorschlag. Vielleicht müssen wir das mal alle in den Veranstaltungen thematisieren. Der Wert einer Ausbildung steigt ja bekanntlich mit dem Renommé der Schule. und daran kann man ja von alles Seiten aus aktiv arbeiten. Self-Fullfilling-Prophecy also. Ist zwar unter Wissenschaftler verpönt funktioniert in der Praxis aber recht gut. Also: Einfach machen! Danke für den interessanten Blogpost und Gruss N.