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Anerkennung jetzt! Bloss wofür?
Selbstorganisation in und mit Kunst

Internationale Konferenz, Witness Roundtable und Workshop
Freitag, 21. April (13-21 Uhr) – Samstag, 22. April 2017 (9.30-17 Uhr)

NEU: Videodokumentationen der Konferenz und des Witness Roundtable finden sich hier.

 

 

Selbstorganisierte Kunsträume sind heute selbstverständlicher Bestandteil insbesondere städtischer Kunstszenen. Keineswegs selbstredend ist aber deren Anerkennung durch die Kulturpolitik, die Kunstkritik und die Geschichtsschreibung. Das hat in gleicher Weise mit der Verschiedenheit der Initiativen zu tun, wie mit der kaum vorhandenen Diskussion über ihrer Aktivitäten, Verdienste und ihrer Funktion innerhalb der Kunstlandschaft. Bereits die Vielzahl von Bezeichnungen zeugt von verschiedenen Charakteristika mit teils gegensätzlicher Bedeutung: Viele BetreiberInnen etwa bewegen sich professionell sowohl im institutionellen Kontext als auch in der freien Szene. Galerien, Stiftungen und Museen gründen Projekträume und von Künstler/innen gegründete Räume streben Professionalisierung und längerfristige Partnerschaften mit Förderinstitutionen an. Auch die kulturpolitischen Bedingungen variieren in unterschiedlichen Städten und Regionen stark.Trotz ihrer mittlerweile mehrere Jahrzehnte dauernden Präsenz im Kunstbetrieb bewegen sich die selbstorganisierten Initiativen also weiterhin auf ungesichertem Terrain. Die Veranstaltung ‚Annerkennung jetzt! Bloss wofür? Selbstorganisation in und mit Kunst‘ will mit AkteurInnen aus der künstlerischen Selbstorganisation und Gästen diese paradoxen Situation diskutieren und nach Perspektiven fragen. Die Veranstaltung teilt sich in drei Teile: Eine Konferenz mit internationalen SprecherInnen und ein Witness Roundtable am Freitag 21.4 sowie ein Workshop am Samstag 22.4.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Forschungsprojekts Off OffOff Of? Schweizer Kulturpolitik und Selbstorganisation in der Kunst seit 1980 statt. In diesem werden Entwicklung und Funktion von selbstorganisierten Kunsträumen in der Schweiz erstmals systematisch aufgearbeitet und im Verhältnis zu kulturpolitischen Massnahmen untersucht.

Veranstaltungsort:
Hochschule Luzern – Design & Kunst, Bau 745, Viscosistadt, Nylsuisseplatz 1, 6020 Emmenbrücke

Räume:
Aktionshalle

Sprache:
Die Veranstaltungssprache ist deutsch und französisch. Eine Simultanübersetzung steht zur Verfügung.

Teilnahme:

Die Veranstaltung ist kostenlos, bitte um Anmeldung: offoffoffof@hslu.ch. Kinderbetreuung und einfache Übernachtungsmöglichkeiten können auf Wunsch organisiert werden. Bei Bedarf bitte um Meldung bis zum 9. April.

Organisiert durch das Kompetenzzentrum Kunst, Design & Öffentlichkeit, Hochschule Luzern – Design & Kunst