Out-of-Home-Displays

Kommunikation im Spannungsfeld von narrativem, medialem und urbanem Raum

Ultra-Kurzfilm-Wettbwerb 5-10-20: Jetzt einreichen!

10. Juni 2010 | ursula | Abgelegt unter: Out-of-Home-Displays

5-10-20 geht bereits in die 4. Runde

- Eingabeschluss 2010: 30. September 2010 (via Website www.5-10-20.ch)
- Preisverleihung: 17. November 2010
- Wettbewerbsite: http://www.5-10-20.ch.

Zuerich-Hauptbahnhof: Das e-Board in der Querhalle

Im Rahmen des Ultra-Kurzfilm-Wettbewerbs 5-10-20 zeichnet die Hochschule Luzern zum vierten Mal die besten Film- und Animationsbeiträge des Jahres aus.
Die Teilnahme am Wettbewerb 5-10-20 ist für alle offen.
Thema, Technik und Gestaltung der Filme sind frei.
Für Einreichungen werden keine Teilnahmegebühren erhoben.

Eingabeschluss

Eingabeschluss ist der 30. September 2010.
Filmbeiträge, die später eingereicht werden, nehmen automatisch am Wettbewerb 2011 teil.

Einreichungskriterien

* Die Länge Ihres Beitrags muss exakt einer der 3 Kategorien entsprechen – also entweder 5 Sekunden oder 10 Sekunden oder 10 Sekunden lang sein.
* Der Film muss ohne Ton funktionieren.
* Der Beitrag muss im Format 16:9 bzw. 4:3 mit Balken links und rechts ausgespielt sein, um eine Verzerrung im Bild zu vermeiden.
* Die Dateigrösse eines Films darf 45 MB nicht überschreiten.
* Jeder Beitrag muss via die Website www.5-10-20.ch eingereicht werden.

Beurteilungskriterien

Der Wettbewerb 5-10-20 zeichnet gute Beiträge für die Präsentation auf digitalen Displays im öffentlichen Raum aus. Im Rahmen des Wettbewerbs 5-10-20 werden unter „guten Beiträgen“ Filme verstanden, die…
… eine klare, zeitgemässe Aussage machen;
… aufmerksamkeitsstark, unverwechselbar und unterhaltsam sind;
… mediengerecht realisiert sind;
… filmhandwerklich professionell produziert sind.

Viel Glück!

Schweizer Pavillon an der Expo Shanghai 2010

21. April 2010 | ursula | Abgelegt unter: Branding Screens · Public Screens

Medienfassade aus 10‘000 autonomen, auf die Umwelt und aufeinander reagierende LED-Zellen

- Dauer: 01.05.2010-31.10.2010
- Auftraggeber: EDA (Präsenz Schweiz), Bern
- Architektur: Buchner Bründler Architekten, Basel (www.bbarc.ch), Element GmbH, Basel (www.elementdesign.ch)
- Medienfassade: iart interactive ag, Basel (www.iart.ch) (Konzeption, Planung, Gestaltung), in Zusammenarbeit mit tegoro solutions, Basel (www.tegorosolutions.com)
- Webseite des Schweizer Pavillons: http://www.swisspavilion.ch/de/home.html


Der Schweizer Pavillon auf der Expo 2010 in Shanghai ist von einer halbtransparenten Fassade umhüllt, die mit Hilfe modernster Solartechnik Strom erzeugt und die Sonneneinstrahlung als gestalterische Kraft und Energiequelle sichtbar werden lässt. Der Strom entlädt sich in Leuchtdioden, die je nach Lichteinfall und Lichtintensität in unterschiedlicher Anzahl, Konstellation und Dauer aufblitzen: Sie leuchten vereinzelt auf, interagieren miteinander und ziehen in Schwärmen oder anderen Formationen über das Netz der Fassade.

Jede Leuchtdiode ist mitsamt der übrigen Technik auf einer Leiterplatte angebracht und von einer roten Schutzhülle eingefasst. Zusammen ergeben sie tellergrosse Elemente, die in unregelmässigen Abständen am Netz angebracht sind.

Die innovative und nachhaltig orientierte Schweiz

Durch die besondere Gestaltung und das reaktive Verhalten der Fassade soll die Schweiz bereits aus der Ferne als innovatives, technisch fortschrittliches und ökologisch bewusstes Land wahrgenommen werden. Beim Nähertreten und Betreten des Pavillons konkretisiert sich nach und nach die Schweizer Vorstellung von der Stadt der Zukunft: eine hybride, vernetzte Stadt, in der Natur und Technik, Innovationskraft und Nachhaltigkeit symbiotisch funktionieren und interagieren.

10‘000 interaktive LED-Zellen

Die von 20 Metern Höhe abgehängte Fassade besteht aus einem grobmaschigen Drahtseilnetz, an dem ab drei Metern Höhe 10‘000 rote Zellen in unregelmässigen Abständen angebracht sind. Jede Zelle enthält eine – formal der Schweizer Landkarte nachempfundene – Platine mit Elektronik, die die interaktive Bespielung der Fassade ermöglicht: Solarzellen, zwei Doppelschichtkondensatoren (besonders leistungsstarke Energiespeicher), eine LED (Light Emitting Diode) und Sensoren, die auf Licht und auf die benachbarten Zellen reagieren.

Geschütz wird die Elektronik von einer roten, transparenten Hülle aus Kunstharz. Ein Feld mit kristalliner Struktur überlagert die Schweizer Landkarte so, dass sie nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Die Umrisse des kristallinen Feldes entsprechen dem Grundriss des Schweizer Pavillons, einer der Zylinder umfasst die Solarzellen.

Sonne als Energiequelle und Steuerungswerkzeug

Die Solarzellen erzeugen Strom, der im Kondensator gespeichert wird und sich im Aufblitzen der Leuchtdiode entlädt. Dank der Sensoren geschieht dies in Reaktion auf Lichteinstrahlung und in Abhängigkeit von der Lichtstärke. Steigt der Lichteinfall auf einen Teil der Fassade, geben die Lichtsensoren einen Impuls weiter und bewirken so das Aufblitzen der dort befindlichen Lichtdioden. Je nach Lichtintensität blitzen die Zellen kürzer oder länger auf. Die Helligkeit des Blitzes ändert sich in Abhängigkeit von der Ladung und der Umgebungshelligkeit.

Das Eigenleben der Zellen

Die Zellen funktionieren jeweils autonom, sie führen sozusagen ihr Eigenleben. Durch Einsatz eines Mikrocontrollers wird jedoch auch ein reaktives Verhalten der Zellen untereinander erzeugt. Elektromagnetische Impulse bewirken, dass jede Zelle beim Aufblitzen das Leucht-Verhalten der Nachbarzellen beeinflusst. Eine Kettenreaktion entsteht, und Schwärme von Blitzen ziehen über die Fassade. So wird eine Vernetzung sichtbar, die als massgebend für die Lebensqualität von heute und morgen erachtet werden kann.

Rural and Urban Interaction

Auf der Fassade und im Pavillon kommt die hoch entwickelte Vernetztheit der Schweiz mehrfach zum Ausdruck. Anders als in China, trifft dies in der Schweiz nicht nur für die Städte, sondern auch für ländliche Regionen zu. Eine Tatsache, die den Chinesen weitgehend noch nicht so bekannt ist.

Die Vorderseite der Zelle repräsentiert die Aussensicht auf die Schweiz: Hinter rotem Kunstharz zeichnet sich ganz schwach die Schweiz mit einer weissen Grafik ab, die ihre Landschaft abstrahiert darstellt. Die Elektronik und Leiterbahnen sind von derselben Seite sichtbar und stehen für den urbanen Teil des Landes; die Städte, ihre moderne Infrastruktur und komplexe Vernetzung. Die Rückseite der Zelle bzw. der Fassade zeigt die Schweiz von innen her gesehen: Die Zellen werfen rote Schatten; wir blicken sozusagen durch eine rosafarbene Brille und das schützende Netz (die Landesgrenzen) auf die Umwelt und zugleich vom Landesinnere her auf die Schweiz selber. In der Zelle werden die Umrisse der Schweiz im Gegenlicht besser sichtbar. Die Bevölkerungsdichte in Stadt- und Landregionen werden anhand von grafischen Ringformationen lesbar.

Eine Fassade der Nachhaltigkeit

Nach Ende der Ausstellungsdauer werden die Zellen als innovative Gadgets und Erinnerungsstücke versteigert. Dazu gibt es Informationen zu Aufbau, Funktion und Bedeutung der Zelle. So wird die Fassade direkt weiterverwendet und bringt ihre Botschaft sowie die Erinnerung an eine innovative und nachhaltig orientierte Schweiz in die chinesischen Haushalte.

Via: http://www.iart.ch (22.3.2010)

Migros M-Electronics “MelTV”

16. April 2010 | ursula | Abgelegt unter: Digital Signage

Fachgespräch der Werbewoche mit den beteiligten Spezialisten

In: http://www.werbewoche.ch (4.11.2009)

Ein neues Medium verspricht wertvolle Kontakte am POS. In-Store-Fernsehen ist in den USA bereits weit entwickelt und steht auch bei uns vor einem Boom. In diesen Tagen ist in allen 109 Filialen von M-Electronics ein einheitliches TV-Programm aufgeschaltet worden. Entwickelt hat es Inhalt & Form zusammen mit Ultra Images.

Die Werbewoche hat die beteiligten Spezialisten zu einem Fachgespräch geladen – mit Claudio Zier, Geschäftsführender Partner Inhalt & Form; Markus Gyhr, Managing Partner Ultra Images; Jürg Meyer, Berater und Mitglied der Geschäftsleitung Inhalt & Form , sowie Urs Peter Naef, Mediensprecher Migros-Genossenschafts-Bund.

WW: Die ersten Versuche für In-Store-Fernsehen gab es bereits 1970 in den USA. Heute betreibt Walmart In-Store-TV in 2800 Filialen und im Juni hat es in Deutschland einen grossen Kongress rund um dieses neue Medium gegeben. Ein angesagtes Thema.

Jürg Meyer: Alle reden davon, aber keiner weiss richtig, was In-Store-Media ist. Bei M-Electronics hat sich das Thema angeboten, weil die Infrastruktur bereits zur Verfügung steht. In der spektakulären Art, wie es bei M-Electronics nun angelaufen ist, können das andere Abteilungen der Migros natürlich noch nicht präsentieren. Aufgrund der grossen Kundenfrequenzen würde es jedoch auf jeden Fall auch für weitere Abteilungen Sinn machen.

WW: Inhalt & Form betreut das Budget von M-Electronics seit zwei Jahren und ist auch für SportXX verantwortlich. Wird In-Store-TV zu einer möglichen Spezialisierung ihrer Agentur?

Claudio Zier: Es ist ein Medium, in welchem wir uns selbstverständlich wohl fühlen müssen. Aber auch ein gutes Beispiel, wo alle Agenturen noch Learnings machen müssen. In der Branche kennt man bisher TV-Spots und Kino-Spots – in Zukunft werden auch noch In-Store-Media-Versionen adaptiert werden müssen.

Meyer: Mit M-Electronics machen wir In-Store-TV erstmals in einem solch grossen Umfang. In allen Agenturen redet man ja sehr viel von integrierter Kommunikation. Was heisst das aber im konkreten Alltag? Die wenigsten reden bis jetzt in diesem Zusammenhang von In-Store-TV. In-Store-Radio führen bereits mehrere im Vokabular. Aber auch hier ist alles noch viel zu vage. Ideal war für uns deshalb die Zusammenarbeit mit Ultra. Die sind bereits sehr weit spezialisiert für solche Angebote.

WW: Ultra Images verwaltet auch das sehr umfangreiche Filmarchiv der Migros. War das ein Grund für die Zusammenarbeit?

Markus Gyhr: Nein, doch es hat das Ganze sicherlich vereinfacht. Wir können mit unserem digitalen Asset Management den vollen Service anbieten und somit effizient alle Screens beliefern. Unsere Kernkompetenz ist das Bewegtbild und wie man das auf den verschiedensten Plattformen anbieten kann – vom Mobile über Web zu TV – und Kino. Dazu gehört auch Digital Signage. In diesem Fall In-Store-TV.

WW: Die Migros zeigte sich schon immer an vorderster Front für Kommunikation mit Filmen. Schon Duttweiler hat alle seine Aktivitäten mit einer Kamera dokumentieren lassen. Will man jetzt in Sachen In-Store-TV erneut als Pionier auftreten?

Urs Peter Naef: Wir haben verschiedenste Sachen bereits andiskutiert. Ich bin seit acht Jahren dabei und mein erstes Projekt war In-Store-Radio. Das ist zwar damals unter anderem auch an den Finanzen gescheitert. Dazu ist die Migros zu vielschichtig strukturiert, um so eine Idee national durchziehen zu können. M-Electronics gibt im Moment ziemlich Gas mit einer klaren Expansionsstrategie. Man will sich auch klar positionieren auf dem Markt. Und weil wir bereits so viele Geräte an der Wand haben, bietet sich an, dass wir daraus etwas machen. Die Partnerschaft mit Inhalt & Form und M-Electronics ist dermassen fruchtbar, dass dieses Projekt derart rasch zum Fliegen gekommen ist. Es gab ja einzelne Versuche wie im Food-Court in Zürich, wo wir mit einer Grossleinwand ausprobiert haben, Spots zu projizieren. Aber meistens sind dort einfach Radrennen und Tennis-Turniere gelaufen. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und wollen das Thema professionell angehen – mit neuen Partnern, die ihre Kernkompetenzen einbringen. Wir versprechen uns davon, dass wir den Kanal mit diesen Spezialisten zusammen optimal nutzen können.

WW: Was ist speziell an diesem Projekt und was haben die einzelnen Parteien beigetragen?

Meyer: Es sind fünf Firmen beteiligt. Sony als Generalunternehmer für das Projekt musste das Ganze technisch klammern und war auch dafür verantwortlich, dass die 109 Filialen zur richtigen Zeit mit dem Equipment versehen sind. Das ist gar nicht so einfach, da der technische Stand all dieser M-Electronics-Filialen sehr unterschiedlich ist. Die Verkabelung musste neu mit Glasfasertechnik aufgerüstet werden. Das brauchen wir, um die Software von Zürich aus zentral steuern zu können.

Gyhr: Der Content für alle Filialen wird zentral von einem Studio bei Ultra Images verwaltet und gesteuert. Das ist in Bezug auf den Qualitätsstandard ein wichtiger Vorteil. Dazu sind wir auch verantwortlich für die Steuerung des lokalen Contents – was ebenfalls von grosser Bedeutung ist. Dies erlaubt es uns, auch lokalen Content CI-konform zu senden. Das läuft zentral über eine Software von ScreenFOOD und wird in die Filialen übermittelt. Dort werden von einem Rack aus sämtliche Screens im Laden angesteuert. Speziell am Projekt ist natürlich, dass wir in Full-HD produzieren.

WW: Wie wurde die Idee entwickelt?

Gyhr: Wir haben zuerst untersucht, welche Produkte bei M-Electronics angeboten werden und wie das Unternehmen dafür Werbung macht. Das haben wir versucht in Bewegtbilder zu übertragen. Klar war für uns von Anfang an, dass wir den Anspruch hatten, ein vielseitiges Programm zu bieten mit einer klaren Struktur. Mit vielen Ideen sind wir dann mit Inhalt & Form zusammengekommen und haben nach einem gemeinsamen Resultat gesucht. Es ist uns darum gegangen, einen Loop zu kreieren, der über die ganzen Öffnungszeiten laufen kann. Um jedem Besucher die Kontaktmöglichkeit über das ganze Programm zu geben, mussten wir die durchschnittliche Auftenthaltsdauer berücksichtigen. Das hat Einfluss auf die Länge des Programms von Mel TV. Dieses ist ein Mix aus Werbung, Unterhaltung, Kommunikation und Image.

WW: Wie lange ist ein solcher Loop?

Zier: Zwölf bis fünfzehn Minuten, wobei sich das laufend verändern kann. Wir haben einmal pro Monat eine Redaktionssitzung. Diese ist gekoppelt an die Redaktionssitzung – ein etwas grosses Wort – der Flyer, die wir produzieren. Das bedruckte Papier und die elektronische Message müssen ja einen klaren Zusammenhang zeigen. Produkte, welche InStore zusätzlich beworben werden, findet man auch in den klassischen Werbemitteln. Hier sitzen also regelmässig Vertreter von Sony, Migros, Ultra Images und der Werbeagentur zusammen an einem Tisch und der neue Content wird kreiert. Das macht Sinn, dass hier die Agentur nicht alleine vorangeht und Ideen beschliesst, die technisch gar nicht machbar sind. In dieser Konferenz wird auch bestimmt, welche Schwerpunkte bleiben – zum Beispiel Weihnachtsaktionen – und was jeweils ersetzt wird.

WW: Ist man mit einem solch redaktionell durchdachten Programm weiterhin offen für spontane Sportereignisse wie zum Beispiel ein Finalspiel mit Roger Federer?

Meyer: Das ist ein heikles Thema.

Gyhr: Die technische Möglichkeit ist gegeben. Es ist aber eine Frage des Sinns. Man kann nicht kontrollieren, was vor oder während einer solchen Sportübertragung läuft. Was gibt es für Sponsoring-Massnahmen? Man möchte ja die eigene Werbefläche in den Filialen nicht der Konkurrenz «schenken».

WW: Und wie steht es um die Möglichkeiten für einen Wetterbericht, einen Schneebericht für das kommende Skiweekend?

Meyer: Zu Beginn ist das Programm sicher noch ein bisschen werbelastiger, als wie wir uns das für die Zukunft vorstellen. Ein Hauptteil bilden zurzeit Produktespots von M-Electronics selber, mit neuen Produkten oder solchen aus aktuellen Aktionen.

WW: Sind das speziell konzipierte Spots oder die gängigen der laufenden Werbung?

Meyer: Jein. Inhalt & Form ist ja die Leadagentur von M-Electronics und da werden wir einzelne Filme sicher übernehmen können. Dazu produzieren wir aber spezielle Produkte-Clips. Diese müssen sehr kurz sein. Aus Erfahrung wissen wir, dass diese im Laden nicht länger als zehn Sekunden sein dürfen. Dazu kommen In-Store-Clips, welche die strategischen Leistungen von M-Electronics dramatisieren. Die bekannte «Plus-Plus»-Positionierung. Daneben haben auch die Partner von M-Electronics, also die wichtigsten Lieferanten, eine Plattform. Wir zeigen, welche Marken M-Electronics im Sortiment führt. Dazu können diese Partner wie in einem normalen Fernsehprogramm auch ihre TV-Spots platzieren.

Zier: Hier stösst man plötzlich auf eine gewisse Schwierigkeit, dass einige Partner von M-Electronics noch keine geeigneten TV-Spots haben.

Gyhr: Das ist das Ungewohnte mit dem Ton. Ein TV-Spot lebt auch vom Akustischen, genau so wie die Kino-Spots. In-Store-Media muss aber auch stumm funktionieren. Und die Erfahrungen zeigen auch, dass spezifisch für In-Store hergestellte Spots oft besser funktionieren.

Naef: Wir müssen auch Rücksicht nehmen auf unsere Mitarbeitenden, welche sich den ganzen Tag in diesen Läden aufhalten.

Meyer: Es ist ein neues Medium, ein neuer Kanal. Und da wissen die Werbetreibenden noch nicht genau, wie sie damit umgehen sollen. Nespresso kann nicht einfach einen 30-Sekünder, in welchem George Clooney spricht, unverändert im Laden schalten. Das funktioniert nicht mit Ton – aber auch nicht ohne.

Gyhr: Das muss die Branche erst noch lernen. Und das werden die Kreativen auch lernen, wie man in Zukunft In-Store-Media-konforme Clips produziert.

Zier: Die Agenturen müssen bereits zu Beginn einer Kampagne wissen: Wir werden auch mit In-Store-Media etwas machen. Dazu muss man auch wissen, wie das neue Medium eingesetzt wird. Beim Canal-Jaune auf der Post zum Beispiel warten die Kunden in einer Schlange. Da kann man sie anders ansprechen als im Laden, wo sich alle frei bewegen. Im Laden muss das Programm hingegen so aufgebaut sein, dass es die Kunden nicht vom Auswählen ablenkt.

WW: Gegner des In-Store-Fernsehens argumentieren: In jeder Minute, wo ein Kunde auf den Bildschirm schaut, packt er nichts in seinen Warenkorb.

Gyhr: Um dem entgegenhalten zu können, zeigen wir natürlich am POS genau diese Filme, die den Kunden auch zum Kaufen anregen sollen. Schliesslich belegen Studien, dass über 65% der Kunden den Kaufentscheid spontan am POS treffen. Mit gezielten Botschaften fördern wir konkret den Abverkauf.

Meyer: Wir haben ja zwei Contents, die aufge¬spielt werden. Ein Content ist für die Fernsehrückwand. Dort finden sich auch gewisse beruhigende Phasen. Zurzeit zeigen wir Tiere aus dem Zürcher Zoo. Ein solches Programm darf nicht zu hektisch sein. Daneben gibt es eine Aktionsfläche. Diese ist mehr gegen das Schaufenster gerichtet und natürlich sehr verkaufsgetrieben. Ob genau das dann zu höheren Zahlen führt, können wir erst dann messen, wenn wir etwas versuchsweise nur gerade dort bewerben.

WW: Die Messbarkeit des Erfolgs ist ja auch entscheidend, wenn Spots für Dritte geschaltet werden. Gibt es hier bereits Erfahrungen?

Gyhr: Im Moment ist das noch etwas schwierig. Es geht ja auch um eine Preisfindung. Die Mediawerte sind noch nicht so klar. Was kostet eine Sekunde In-Store-Media für einen unserer Partner? Einen ersten Anhaltspunkt liefern die Adscreens, welche man bereits kennt. In-Store-Media ist jedoch noch wertvoller, da man direkt in der Zielgruppe kommuniziert. Bei M-Electronics hat man sich nun auf einen äusserst fairen Preis für die Partner entschieden, da man gegenseitig voneinander profitiert und nicht zusätzlich Geld mit Werbung generieren muss. Eine gewisse Refinanzierung muss jedoch möglich sein.

WW: Ist es möglich, dass die Food-Abteilung zum Beispiel an Weihnachten Spots für spezielle Aktionen schaltet?

Naef: Die Food-Abteilung würde das vielleicht wollen, aber ich bin nicht sicher, ob das unserer M-Electronics auch gefällt.

Meyer: Das ist genau die richtige Antwort. Da gibt es Erfahrungswerte von anderen. Wenn die Kunden in der Metzgerei warten müssen und es läuft über ihren Köpfen ein Spot für Waschmittel, funktioniert das überhaupt nicht. Wir wollen deshalb auch keine Koteletts in der Abteilung für Computer verkaufen. Sonst vertreiben wir die Kunden aus dem Laden.

WW: Und Wetterberichte für die Skifahrer?

Naef: Das wäre vielleicht eher sinnvoll bei SportXX oder Outdoor. Was ich mir aber vorstellen könnte, ist das Huhn aus dem neuen Dachmarken-Spot, das auf Facebook bereits über 27 000 Freunde hat. Das könnte als ruhiges Element geschaltet werden. Ein Dachmarkenspot. Aber für Fremdprodukte sehe ich weniger Chancen.

Meyer: In Deutschland sind ganz untaugliche Versuche gemacht worden. Eine Agentur hat Getränkehändler mit In-Store-Media ausgestattet und ihnen mit dem Schalten von Fremdwerbung zusätzliche Einnahmen für ihren Markt versprochen. Es hat aber nicht funktioniert. Man darf Kunden nicht mit zu viel Werbung verärgern.

WW: Bei M-Electronics gehören die Bildschirme zum Inventar. Wie sind die Möglichkeiten in anderen Abteilungen?

Naef: Es gibt verschiedene Projekte innerhalb der Migros. Die technischen Hürden sind aber noch gross. Man könnte vielleicht mit einer Pilot-Genossenschaft etwas machen. Wir wollen aber nicht zu einer ARD werden – mit einem nationalen Programm in all unseren Läden. Wir prüfen verschiedene Ideen, zum Beispiel auch, wie man ein Info-Programm auf kleine Bildschirme auf die Einkaufswägelchen bringen könnte. Das bedingt aber wieder einen anderen Content. Die Zukunftsmusik ist sicher: Man könnte etwas auf dem Einkaufswagen machen, um unseren Kunden mit Mehrwert-Informationen den Einkauf zu erleichtern. Man könnte zum Beispiel die Kundin via Cumulus-Karte identifizieren und ihm damit massgeschneiderte Infos rund um ihre Bedürfnisse liefern. Hinweise auf Aktionen, die ihren Einkaufsgewohnheiten entsprechen. Das ist aber wie gesagt Zukunftsmusik. Die Art, wie wir In-Store-Media nun bei M-Electronics realisieren, stimmt für diesen Fachmarkt. In den Läden würde es zu viel Unruhe in den Laden bringen. Dazu stellt sich auch die Frage: Wo sollte eine solche Wand mit Bildschirmen aufgestellt werden? Vielleicht gibt es da Möglichkeiten in unserem neuen Ladenkonzept, wie es in Basel im Stücki bereits realisiert wurde. Dort gibt es diese Rest-Areas, wo Kunden an einer Bar eine Pause einschalten können. Hier sind zum Beispiel interaktive Bildschirme für Kinder installiert.

Meyer: Eine ungeklärte Frage ist auch noch: Wie lange verweilen die Kunden an einem Ort und wie ist ihre Bereitschaft, im Laden überhaupt zusätzliche Informationen aufnehmen zu wollen? Bei M-Electronics ist es von der Grösse des Ladens her klar definiert und wir wissen, dass der Durchschnittskunde sich zehn bis fünfzehn Minuten bei uns aufhält. Da haben wir eine Chance, mit den Kunden anders in Kontakt zu kommen. Im Supermarkt steuert jemand vielleicht sofort auf das Waschmittel zu und interessiert sich nicht für andere Sachen.

WW: Bei einem McDonald’s ist die Situation auch wieder anders. Da müssen die Kunden zuerst anstehen und bleiben nachher zum Essen.

Meyer: Das ist grundsätzlich eine einfachere Situation. An Orten, wo die Kunden eine gewisse Wartezeit haben, lassen sie sich diese gerne überbrücken oder schauen sich die Botschaften bereits automatisch aus Langeweile an. Wir müssen sie aber dazu verführen. Dazu müssen wir schnelle Botschaften bringen und gleichzeitig die Kunden nicht zu viel ablenken. Deshalb ist es auch problematisch mit Fussballübertragungen. Aber Public Viewing ist wieder eine weitere Diskussion.

WW: Walmart präsentiert in seinen Läden mit grossem Erfolg exklusive Vorpremieren von Music-Videos. Wäre das ein Rezept für M-Electronics?

Gyhr: Walmart macht das auf hohem Niveau. Die Kette ist ein sehr bedeutender Marktfaktor und die Majors haben deshalb ein entsprechendes Interesse, ihre Künstler in diesen Läden präsentieren zu können. Dazu hat Walmart eine eigene Musiksendung kreiert, wo solche neuen Songs, Interviews und Clips mit den Stars exklusiv gezeigt werden. Das Ganze wird natürlich mit entsprechendem Webauftritt abgerundet.

Zier: Wir lassen ebenfalls Trailer laufen, denn Film und Musik ist für M-Electronics ein wichtiger Markt und ein Frequenzgeschäft. Das bringt die Leute in den Laden. Aber die Clips, die momentan zur Verfügung stehen, sind oft noch zu lang. Das sehen wir aktuell auch mit einem Trailer für den neuen «Schneewittchen»-Film von Disney.

Meyer: Das zeigt noch einmal: Unsere Branche muss zuerst lernen, mit In-Store-Media richtig umgehen zu können.

Zier: Weil wir auch noch verantwortlich sind für SportXX, unseren zweiten Fachmarkt der Migros, wünschten wir uns, dass diese Kette unser nächster Kandidat für In-Store-Media werden könnte. Der Laden arbeitet heute bereits mit Screens, aber nicht in einer derart massiven Form wie M-Electronis. Man zeigt vor allem Mood-Geschichten oder Snowboard-Filme. Da könnte man ergänzend ein richtiges In-Store-Media lancieren.

Meyer: Sport bietet auch die nötigen Emotionen, um eine Atmosphäre schaffen zu können. Dazu haben Reebock oder Nike bereits sehr attraktive Spots, die man auch ohne Ton zeigen kann.

Naef: In einem Sportmarkt zeigt man die Geräte in einer Umgebung oder in der Natur, wo sie nachher auch eingesetzt werden. Das erzeugt Emotionen.

Zier: Und Emotionen verkaufen. Dazu gibt es Erfahrungswerte.

Gyhr: Um nochmals auf Ihre Frage zurückzukommen: Ja es macht durchaus Sinn, wie das Beispiel von Walmart zeigt. Man kann sehr Zielgruppen-affin kommunizieren und hat so nur einen geringen Streuverlust. Zudem kann man mit In-Store-Media auch lokal kommunizieren, da man jede Filiale einzeln ansteuern kann. Wir haben bis jetzt mit allen drei Landessprachen eine Sendeliste von über 600 möglichen Beiträgen. Dass das CI dabei in jedem Laden gewahrt bleibt, garantiert unsere zentrale Steuerung für alle 109 Filialen. In-Store-Media ist aber auch äusserst schnell und dynamisch. Wenn ein Produkt ausverkauft ist, nehmen wir den Spot umgehend aus dem Programm. Das funktioniert viel schneller als mit Spots im öffentlichen Fernsehen, für die ich langfris¬tig buchen muss. Generell zielt die Werbung immer direkter und schneller auf die Zielgruppe ab; sprich an den POS. Somit sehen wir mit dem Kommunikationstool In-Store-Media ein grosses – noch lange nicht ausgeschöpftes – Potenzial.

Meyer: Man kann auch anfügen, dass wir mit diesem Projekt in der nur kurzen Zeit für die Realisation bereits sehr viel gelernt haben.

Zier: Wir und alle unsere Partner. Und das macht uns echten Spass. Es passiert ja nicht oft, dass mehrere Beteiligte gemeinsam etwas wirklich Neues auf die Beine stellen dürfen oder sogar ein ganz neues Medium etablieren. Die Migros, Ultra Images, Bild und Ton, Sony als Generalunternehmer, ScreenFOOD und unsere Agentur haben es gemeinsam geschafft. Das Feedback von den Filialen ist sehr gut. Das macht uns ein bisschen stolz.

Meyer: Das war ein Projekt, wie es eine Werbeagentur nie allein hätte durchziehen können. Aber nach dem guten Start kommt jetzt die entscheidende Arbeit: Wir müssen gemeinsam die richtigen Programme und dazu den möglichen Content entwickeln. Schon in einem Jahr wird In-Store-Media völlig anders aussehen. Das heisst für uns: Learning by Screening.

Interview: Andreas Panzeri

Alle Bilder:

Migros: “MelTV” in den M-Electronics-Filialen

15. April 2010 | ursula | Abgelegt unter: Digital Signage

Migros macht Fernsehen

Auftraggeber:
- M-Electronics (www.m-electronics.ch), ein Unternehmen der Migros
Beteiligte Unternehmen:
- Sony Professional Solutions (www.sony.ch/biz/)
- Inhalt &Form (www.iundf.ch)
- Ultra Images AG (www.ultra.ch) sowie
- ScreenFood AG (www.screenfood.ch)
Ausstrahlung: In allen (derzeit 108) Filialen von M-Electronics
Inbetriebnahme: Oktober 2009

Der Schweizer Elektronikfachmarkt M-Electronics bietet in seinen Filialen ab sofort ein eigenes TV-Programm. Das neue einheitliche Programm „Mel-TV“ wird auf den Bildschirmen der angebotenen Geräte gezeigt und von zentraler Stelle eingespeist.

Im Vordergrund stehen Produkteinformationen. Die unterschiedlichen Programmteile wie Brand Visuals, Home Entertainment, Partnerwerbung oder lokale Inhalte wie beispielsweise Wettbewerbe oder Aktionen werden durch Kapitel-Intros und kurze Werbeclips voneinander getrennt. Eingestreute Beruhigungsblocks sollen zudem verhindern, dass das Programm zu hektisch wird.

Für den lokalen Inhalt stehen den Filialleitungen unterschiedliche Templates zur Verfügung. So kann jede Filiale bei Bedarf zusätzlich zum gesamtschweizerischen Sendeprogramm ihren eigenen Inhalt produzieren. Änderungen und Ergänzungen des Programms sind jederzeit möglich. Es können zum Beispiel Spots von Produkten, die ausverkauft sind, sofort entfernt werden.

Gesendet wird national in drei Landessprachen, alles produziert und ausgestrahlt in Full HD. Monatlich wird der Programminhalt gemeinsam von Melectronics, Sony, Inhalt&Form und Ultra Images an der Redaktionssitzung kritisch hinterfragt und überarbeitet. Änderungen und Ergänzungen des Programms sind jederzeit möglich. Es können zum Beispiel Spots von Produkten, die ausverkauft sind, sofort entfernt werden.


Mel-TV soll eine nationale Identität schaffen und dem Kunden die Angebotspalette und die Vorteile der einzelnen Fernsehgeräte in bewegten Bildern präsentieren. Das Programm mit eigenem Sendesignet läuft auf allen in den 108 Schweizer Melectronics-Filialen ausgestellten Fernsehern. Bisher lief dort überall ein anderes, je nach Filiale individuelles Programm.

Mel-TV basiert auf der neuesten HD-Technologie HDMI 1.3 und sendet in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. 38 Kilometer HDMI-Kabel und 10 Kilometer Meter Glasfaserleitungen wurden dafür installiert. Zu den gemeinsamen Programmteilen können auch lokale Inhalte wie Wettbewerbe oder Aktionen gezeigt werden. Die Filialen der Migros-Tochter können unterschiedliche Templates nutzen und so einfach eigene Inhalte produzieren.

Die Generalunternehmung für die Projektplanung, das Rollout bis hin zur Content Creation übernahm Sony Professional Solutions Schweiz. Für die Programmgestaltung und inhaltliche Kreation waren Sony Professional Solutions, die Werbeagentur von Melectronics Inhalt & Form und die Full-Service-Agentur für Bewegtbild Ultra Images zuständig.

Via:
http://invidis.mittelstandswiki.de
http://www.kleinreport.ch
http://www.swissitmagazine.ch
http://www.werbewoche.ch
http://www.ultra.ch


Instore-Screens wurden bereits 2005 in die M-Electronics-Filialen der Migros Ostschweiz integriert – damals noch als Bigscreens mit einer perfekten Einbettung in das Filialdesign.

Saturn: TV-, Adscreens, Kiosk- und Scansysteme

7. April 2010 | ursula | Abgelegt unter: Adscreens

Verkaufsförderung im Blick

Insgesamt zwanzig Entertainment-Terminals informieren im Ende Februar 2009 eröffneten Saturn-Markt im Frankfurter Einkaufszentrum MyZeil Kunden detailliert und ansprechend über alle erhältlichen Musiksongs, Spiele und Filme.

Außerdem stehen auch zwei interaktive Kiosksysteme für die Druckerpatronenberatung sowie eine Monitor-Teststation und zwei Klangstationen zum Testen von Lautsprechern und Kopfhörern zur Verfügung.

Ergänzt werden die verkaufsfördernden Installationen durch “AdScreens“, sowie durch die beliebten „Scan@Screen“-Informationssysteme, die dem interessierten Kunden nach dem Scan einer Verkaufsverpackung alle relevanten Angaben zum jeweiligen Produkt – beispielsweise zu Titel, Interpret und Cover – auf einem Plasmabildschirm ausgeben.

„Für den Markt ganz besonders interessant sind außerdem die Instore-TVs, die aktuell und wirkungsvoll für Unterhaltung durch Produktinformationen direkt am Point of Sale sorgen“, erklärt Florian Brinkmann, Geschäftsführer bei der xplace GmbH, die für die Installation verantwortlich zeichnet.

Die Instore-TVs bieten ein tagesaktuelles Programm, das sowohl zentral als auch lokal gesteuert und eingespeist werden kann. Das in Zusammenarbeit mit dem Kommunikations-Spezialisten 42media group GmbH bereitgestellte Werbeformat punktet dabei durch willkommene Unterhaltung auch an Kassen oder in anderen Wartezonen. „Instore-TV bietet Märkten wie Saturn eine nie gekannte, emotionale Kommunikation, die Produkte informativ sowie wirkungsvoll in Szene setzt“, gibt Brinkmann einen Einblick in die zahlreichen Vorteile gegenüber statischen Werbeflächen.

Dabei kann das ausgestrahlte Programm mithilfe dynamischer Playlists im Hinblick auf spezielle Sendezeiten, Spielhäufigkeiten und thematische Prioritäten ganz individuell direkt von der Marktleitung gesteuert werden. „Für xplace ist mit dem Frankfurter Saturn-Markt EKZ MyZeil der Startschuss für zahlreiche weitere erfolgreiche Instore-TV-Projekte in Saturn-Märkten unter anderem in Bergisch Gladbach und am Berliner Alexanderplatz gefallen“, kündigt Brinkmann an.

Über xplace GmbH

(Website: www.xplace.de)
Die xplace GmbH mit Sitz in Göttingen ist Spezialist für interaktive Kundeninformationssysteme im Handel. Mit der Eigenentwicklung xplace bietet das Unternehmen ein vielseitiges Informationssystem an, das auf digitalen Werbedisplays und so genannten Kioskterminals zum Einsatz kommt. Am Touchscreen können sich Verbraucher ausführlich über Musik-CDs, Film-DVDs, Computerspiele und Hörbücher sowie über zahlreiche andere Warengruppen aus dem Food- und Non-Food-Bereich (wie Handytarife, Druckerpatronen, Mobiltelefone, Wein oder Spirituosen) informieren.

Via: http://www.pressebox.de

Nielsen-Studie bestätigt: Instore-TV wirkt

7. April 2010 | ursula | Abgelegt unter: Adscreens

Deutliche Stärkung von Umsatz und die Marken-Awareness

(PresseBox) München, 13.01.2010, Digitale-Outof-Home- Medien (DooH) steigern den Abverkauf am Point of Sale (POS). Dies hat eine aktuelle Verbraucherbefragung des Forschungsinstituts Nielsen zum Thema “Wahrnehmung und Wirkung der in Lebensmittel- Märkten installierten digitalen Bildschirme” jetzt ergeben. Für vier von fünf untersuchten Markenprodukten konnte demnach ein signifikanter Zusatzabsatz von bis zu 33 Prozent durch den Einsatz von DooH-Medien festgestellt werden. Gleichzeitig sorgte die Bildschirmwerbung am POS für eine deutlich gesteigerte Marken-Awareness: Während bisherige Studien über die Werbewirkung von POS-Medien nur eine geringe Steigerung der Markenbekanntheit (ungestützt) ausweisen, kommt das untersuchte Instore- TV auf ein bemerkenswertes Plus der Awareness- und Recallwerte von bis zu 14 Prozent (ungestützt) bzw. von bis zu 31 Prozent (gestützt).

Generell werden digitale Bildschirme laut Nielsen-Studie in hohem Maße bewusst wahrgenommen. Rund drei Viertel der Befragten (74 Prozent) sind die Monitore am POS aufgefallen. Damit liegt der Aufmerksamkeitswert von DooH-Medien um 23 Prozentpunkte über der durchschnittlichen Benchmark anderer POS-Medien- Analysen. Und auch unter dem Gesichtspunkt Akzeptanz kann Instore-TV punkten: Bei 62 Prozent der Verbraucher kommen Bildschirmwerbung und Infotainment beim Einkaufen gut an.

“Die Nielsen-Studie macht vor allem eines ganz deutlich: DooH-Medien haben einen direkten Einfluss auf die Marken-Awareness und das Einkaufverhalten der Konsumenten. Damit zahlen sie direkt auf den Umsatz ein”, so Dirk Hülsermann, Präsident des OVAB Europe, dem Interessenverband der kontinentalen Digitaloutof-Home-Industrie. “Für den Einzelhandel sind diese Ergebnisse ein klarer Aufruf, zukünftig noch stärker auf DooH-Formate zu setzen. Für uns sind diese Ergebnisse sehr wichtig, da sie unserer noch recht junge Branche helfen, weiter an Akzeptanz zu gewinnen.”

Die Nielsen-Studie bezieht sich auf das DooH-Format “EDEKA TV”, das vom OVAB Europe Mitglied Neo Adverting deutschlandweit in rund 220 EDEKA-Märkten eingesetzt wird. Mehrere Wochen zeigte das DooHMedium spezielle TV-Spots zu entsprechenden Markenprodukten aus der Kategorie Lebensmittel und Hygiene. Anschließend wurde dessen Einfluss auf die Markenbekanntheit und den Abverkauf in den betreffenden Märkten gemessen. Hierfür befragte das Forschungsinstitut über 1.400 Verbraucher in zwölf Märkten aus ganz Deutschland.

Über OVAB Europe e.V.
Der OVAB Europe ist die erste unabhängige, europaweite Interessenvertretung von Anbietern und Dienstleistern audiovisueller Medien am POS und POI. Der Verband ist eine Ergänzung zu den schon bestehenden Organisationen der digitalen Outofhome-Industrie und konzentriert sich in dieser Funktion ausschließlich auf den Bereich der digitalen Outofhome-Medien. Damit ist der Verband eine zentrale Anlaufstelle und Informationsquelle für alle Belange der Industriepartner und Systemanbieter in diesem Bereich.

Via: http://www.pressebox.de

Valser Waser @ Swiss Gastro ‘09

31. März 2010 | ursula | Abgelegt unter: Branding Screens

Wasserbar und ViFaces als Highlight

Jedes Jahr präsentiert sich Valser Wasser am “Best of Swiss Gastro ‘09″ mit einem innovativen Auftritt. 2009 setzte Valser “ViFaces” – ein Produkt von Vanija (www.vanija.ch), das die Technologie Augmented Reality (AR) mit Face Tracking kombiniert – ein. ViFaces erkennt Gesichter und generiert Sprechblasen nach Zufallsprinzip, die zum Gespräch anregen sollen.

Gemeinsam mit der Werbeagentur Adam & Adam konzipierte Vanija den Valser Stand: Der Stand nahm die Fabrikwelt von Valser auf und zeigte im Bildschirm einen Blick in die Welt mit den Gedanken der Betrachter.

Neben dem grossen 65″ Display in der Mitte des Standes wurde ein zweiter “Voyeur”-Screen in der Lounge montiert. Die Besucher der Lounge konnten so das geschehen vor der Bar live mitverfolgen.

ViFaces ist ein interaktiver Spiegel. Auf einem Display ist das Spiegelbild der Umgebung zu sehen. Sobald eine Person sich im Spiegel betrachtet, entsteht eine Sprechblase mit einer Werbebotschaft. Der Betrachter erhält den Eindruck, da seien seine Gedanken. Volle Aufmerksamkeit ist garantiert.

Wilmaa TV: Interaktive Bodenprojektion 2009

31. März 2010 | ursula | Abgelegt unter: Branding Screens

Vanija (www.vanjia.ch) realisiertte für die 5 Sponsoren 3+, NZZ Online, Ricardo.ch, Wilmaa.com & local.ch den interaktiven Auftritt am Tweakfest (www.tweakfest.ch) am 24./25. April 2009.

Im Eingangsbereich des Ausstellungsorten in der Alten Börse platzierte Vanija die ViFloor mit einer Playlist. So hatte jeder Sponsor seinen Auftritt und war alternierend während jeweils 5 Minuten präsent. Für die Tweakfestbesucher ein erster Hingucker neben den anderen Installationen.

Für jeden der 5 Sponsoren wurde jeweils ein individuelles Sujet nach Zielen und Auftritt entwickelt.

Die Reaktionen der Besucher übertrafen die Erwartungen. Sogar Erwachsene spielten gerne mit den einzelnen Marken. Kinder sowieso.

Via: http://www.vanija.ch/

Media Facades Summit 2010

28. März 2010 | ursula | Abgelegt unter: Branding Screens

Über MEDIA FACADES SUMMIT 2010

- Datum: April 12th, 2010, 4 p.m. – 8 p.m.
- Ort: Sparda Bank, Osloer Straße 2, DE-60327 Frankfurt am Main
- Organisator: Dr. Gernot Tscherteu, Media Architecture Institute (www.mediaarchitecture.org)
- Website: www.mediaarchitecture.org/summit2010/

Nach der Media Architecture Conference London 2007 und der Medien Fassaden Ausstellung Berlin 2008 versammeln wir auch beim Media Facades Summit 2010 zentrale Akteure dieses neuen Bereiches. Kreative Köpfe und Topexperten für Medienfassaden präsentieren ihre Gestaltungsansätze und wichtigsten Projekte.

REGISTRATION REQUIRED [hier registrieren]

In den Vorträgen sowie in der darauf folgenden Podiumsdiskussion werden folgende Fragen erörtert.

- Wie verändert sich Architektur durch Medienfassaden?
- Welche Rolle spielt die Technologie – z.B. die LED Technologie im Gestaltungsprozess?
- Wie wirken sich Medienfassaden auf die Wahrnehmung der Stadt aus?
- Wie lassen sich Bewohner in Bespielungskonzepte einbeziehen?
- Wie könnte man Nutzen und Risiken von Medienfassaden bewerten?
- Verschwenden wir mit dieser Technologie Energie?
- In welche Richtung könnte sich das Thema weiterentwickeln. Werden die Visionen von „Minority Report” oder “Blade Runner” realisiert oder sogar noch übertroffen.

An der Veranstaltung nehmen teil [Speaker's Biographien und Abstracts hier]:

- Astrid Piber / UNstudio, (confirmed)
- Rogier van der Heide / Arup (confirmed)
- Christoph Kronhagel / kronhagel – mediatecture (confirmed)
- Jan/Tim Edler / Realities:United (confirmed)
- Andreas Schulz / Licht Kunst Licht AG (confirmed)
- Marc Largent / Magic Monkey (confirmed)

Via: http://www.mediaarchitecture.org/summit2010/

tipi2 Touchscreen-Lösung

25. März 2010 | ursula | Abgelegt unter: Digital Signage

Mit einem Fingertip blättern

- Gewicht: ca. 5 kg
- Hersteller: cid-technologies ag, Kreuzlingen (www.cid-technologies.com)
- Beratung/Content: iPeak Infosystems GmbH, Zermatt und Baar (www.ipeak.ch)
- Installationsvoraussetzungen
• Fixe Montage hinter einer Schaufensterscheibe
• Keine direkte Sonneneinstrahlung
• Breitband-Internetanschluss und Strom
• Computer mit USB-Anschluss

tipi2 ist ein Touch Screen System, das sich durch Schaufensterglas bis 50 mm Dicke bedienen lässt. Das System besteht aus zwei Komponenten: Einer schlichten Schiene mit Umlenkspiegeln am Schaufenster aussen und einer Sensor-Einheit oberhalb des Screens innen am Schaufenster.


tipi2screen erfasst mittels computergesteuerter Kamera- und Infrarottechnik mit Sensoren exakt die Position des Fingers und ermöglicht so die zuverlässige interaktive Kommunikation durch jedes Glas hindurch.

Die vandalensichere Einrichtung erfordert keine baulichen Maßnahmen und praktisch keinen Unterhalt.

Grundsätzlich lässt sich damit jeder Display – auch von vorhandenen Digital Signage Systemen – zum (Single)Touchscreen aufrüsten und für interaktive Kommunikations- und Präsentationsplattform nutzen.