Immobilienblog Hochschule Luzern

Immobilienmanagement am Institut für Finanzdienstleistungen Zug – IFZ

Wie sehen die Büros der Zukunft aus?

15. Mai 2012 | Markus Schmidiger | 1 Kommentar

Die Arbeit des Wissensarbeiters wird durch die neuen Technologien laufend verändert. Schlagworte wie «Home Office», «Business Nomaden», «Open Space» geistern seit Jahren durch die Literatur und sind teilweise bereits verschwunden, bevor sie in der Praxis richtig umgesetzt wurden. Gerade in Zürich sind zurzeit viele Firmen daran, ihre verschiedenen Standorte zu vereinen und ermöglichen damit den Bau hochmoderner, flexibler neuer Bürohäuser.

  • Was erwarten heutige Büromieter von den Gebäuden?
  • Wie können Bürolandschaften gestaltet werden, um Kosteneffizienz, Flexibilität und Mitarbeiterproduktivität unter einen Hut zu bringen?
  • Wie umgehen mit einer Situation, wo der Büroflächenbedarf für fast 10 Jahre gebaut und innerhalb weniger Jahre auf den Markt kommen wird?
  • Was passiert mit den frei werdenden Flächen?
Am 14.6.2012 zeigen Ihnen Experten aus Forschung und Praxis mögliche Lösungen. Informationen und Anmeldung hier.
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Bauen wir für gestern, heute oder morgen?

6. Mai 2012 | Markus Schmidiger | 2 Kommentare

Die Bautätigkeit ist auf einem Rekordstand. Jährlich werden 40-45’000 Wohnungen fertiggestellt. Im heutigen, durch Angebotsknappheit geprägten Umfeld werden auch alle davon mehr oder weniger problemlos vermietet oder verkauft.

Wer als Wohnungssuchender die Angebote anschaut und vergleicht, merkt, dass sie sich sehr ähneln. Zwar haben sie unterschiedliche, mehr oder weniger farbenprächtige Logos und phantasievolle Namen, andere Standorte und vor allem unterschiedlich hohe Preisschilder. Wer aber die einzelnen Wohnungsgrundrisse anschaut erkennt sehr Bekanntes: 3.5, 4.5 und 5.5 Zimmer Wohnungen, wie sie schon unsere Eltern kannten: Wohnzimmer, Elternschlafzimmer und einige Kinderzimmer.  Alle Zimmer haben ein paar Quadratmeter mehr Raum gewonnen, aber grundsätzlich hat sich nichts geändert.

In der Stadt Zürich lebten im Jahr 2000 nur noch 16% der Bevölkerung in sog. „familienähnlichen“ Haushalten mit 2 erwachsenen Personen (Geschlecht und Zivilstand unerheblich) und 1 oder mehreren Kindern. Weitere 4 % der Haushalte bestanden aus Einelternfamilien. Rund 51% waren Einpersonenhaushalte, 23% bestanden aus Paaren ohne Kindern. Der Anteil der klassischen Familienstrukturen (Paare mit Kindern) an den Haushalten der Stadt Zürich hat sich innert 30 Jahren praktisch halbiert. Haushalte mit Kindern machen nur noch rund einen Fünftel aus.

Zürich mag als urbaner Schmelztiegel der Schweiz ein extremes Beispiel sein, aber ähnliche Entwicklungen sind in vielen Städten und etwas abgeschwächt auch auf dem Land zu beobachten. Auch die Stadt Luzern hat bereits rund 50% Singlehaushalte. Die heutigen flexiblen Lebensläufe führen dazu, dass einzelne Personen, bzw. Haushalte öfter und flexibler als früher zwischen den verschiedenen Mustern wechseln. Die Lebensentwürfe und Wohnformen werden immer individueller. Die Wohnung ist auch ein Ausdruck der Persönlichkeit und des Lifestyles und soll die eigene Einzigartigkeit ausdrücken.

Nach wie vor werden jedoch vielerorts die bekannten Grundrisse reproduziert. Nur wenige nehmen den Aufwand auf sich die Zürcher Architekten Geschwentner/Gmür, die in der Überbauung „James“für total 280 Wohnungen über 40 unterschiedliche Grundrisse entworfen haben. Entstanden sind interessante, teilweise unkonventionelle, flexibel nutzbare Wohnungen, die in der Lage sind, ein breites Publikum anzusprechen und für eine gute Durchmischung der Mieter sorgen. Auch wenn sich die Bewohnerstruktur im Quartier im Verlauf der Zeit ändert, dürfte damit die langfristige Vermietbarkeit und somit der Werterhalt für den Investor gesichert sein.

Zur Zeit werden viele 30-40 Jährige Mehrfamilienhäuser abgerissen und neu gebaut, nicht nur weil sie energetisch problematisch sind, sondern vor allem auch, weil sich die Grundrisse beim besten Willen nicht mehr an die heutigen Bedürfnisse anpassen lassen.

Weil wir trotz aller Prognosen nicht so klar voraussagen können, wie sich die Wohnpräferenzen in den nächsten Jahren entwickeln werden, ist vor allem Flexibilität gefragt. Flexibel – und damit nachhaltig – konzipierte Gebäude sind in der Lage, auf veränderte Anforderungen zu reagieren. Wenn sich Einflussfaktoren wie Nutzer, Betreiber, Umgebung, politische Rahmenbedingungen verändern, muss das Gebäude sich anpassen können. Mit der heute gebräuchlichen starren Bauweise im Wohnungsbau ist das jedoch nur sehr bedingt möglich. Bürohäuser werden schon länger so gebaut, dass die Einteilung und Einrichtung eines Geschosses völlig frei vorgenommen werden können. Erschliessungskanäle und Installationen werden unabhängig von der Tragstruktur installiert. Damit kann bei Bedarf eine ganze Etage ausgeräumt und völlig neu konzipiert werden. Umgesetzt auf den Wohnbau würde das bedeuten, dass der einzelne (Stockwerk)Eigentümer die Raumaufteilung innerhalb seiner Wohnung frei definieren und mit wenig Aufwand ändern könnte. Bei Mietwohnungen könnte sogar ein völlig neuer Wohnungsmix erstellt werden. Auf technische Änderungen, kann mit den heute immer noch verbreiteten Unterputzinstallationen schwer reagiert werden.

Der Wandel beginnt im Kopf. In diesem Fall im Kopf der Architekten und Planer, aber auch der Bauherren, die nachhaltigere und flexiblere Bauweisen einfordern müssen. Zum Glück werden sich vor allem grössere institutionelle Investoren der Thematik bewusst und fordern die Planer heraus. Methoden zu flexiblerer, nachhaltigerer Bauweise wären vorhanden. Jetzt müssen Sie nur noch angewendet werden.

(Kolumne in der NeuenLuzernerZeitung am Sonntag vom 6.5.2012)

Vertiefende Informationen:


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Wohin geht die Reise der schweizer Hotellerie?

3. Mai 2012 | Markus Schmidiger | Keine Kommentare

Wie präsentiert sich die aktuelle Situation der Hotellerie nach den eher düsteren Perspektiven im Herbst 2011?

Welche Auswirkungen haben die Annahme der Zweitwohnungsinitiative und die Ablehnung des MWST-Satzes 0% für Beherbergungsdienstleistungen?

Martin Eltschinger, Hotel- und Finanzexperte und Dozent an der Hochschule Luzern, analysiert die aktuelle Situation.

Mehr dazu finden Sie hier.

 

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Wem glauben die Kunden noch?

1. Mai 2012 | Markus Schmidiger | Keine Kommentare

Traditionelle Medien verlieren immer mehr Konsumentenvertrauen und damit Wirkung. In der aktuellen Reizüberflutung werden persönliche Empfehlungen immer wichtiger. Eine neue Studie von Nielsen zeigt, was das für die Vermarktung bedeuten kann. Mehr dazu erfahren Sie hier (inkl. Link um die gesamte Studie zu beziehen).

Wenn Sie mehr zum Thema wissen wollen, besuchen Sie das Seminar “Immobilienvermarktung in Zeiten von Facebook, Google, Twitter & Co” am 4.5.2012 in Zug. Details und Anmeldung hier.

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Wann übernehmen die asiatischen Städte?

24. April 2012 | Markus Schmidiger | 1 Kommentar

Ein Grossteil der wirtschaftlichen Entwicklung findet in den Emerging Markets statt. Eine beispiellose Welle der Urbanisierung rollt über die aufstrebenden Länder. Was bedeutet das für die etablierten Mega-Cities wie London, New York, Paris? Werden sie dadurch ins Abseits gedrängt? Zumindest nicht in den kommenden 10 Jahren, sagt eine Studie von Knight Frank. Für die Nutzer und Investoren wichtige Faktoren wie “Sicherheit” und “Soziale Stabilität” werden dafür sorgen, dass sie ihre Spitzenpositionen nicht ganz so schnell abgeben müssen. Lesen Sie mehr dazu hier.

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Wie sehen die Reichen die Immobilienwelt?

20. April 2012 | Markus Schmidiger | Keine Kommentare

Die Vermögen der Reichsten 1% der Weltbevölkerung steigen wesentlich schneller als der Durchschnitt. Wohn- und Geschäftsimmobilien spielen dabei eine grosse Rolle. Knight Frank hat in ihrem neusten Wealth Report das Verhältnis der High Net Worth Individuals zu Immobilien untersucht. Die interessanten Resultate finden Sie hier.

 

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Schweizer Immobilienmarkt: heute stabil — langfristig mit Risiken

15. April 2012 | Marco Palmieri | Keine Kommentare

Die neueste Studie der Credit Suisse zeigt die Tendenzen zum Schweizer Immobilienmarkt. Ein Bericht von Jonas Meuli, Economic Research.

Der Schweizer Immobilienmarkt befindet sich dank Zuwanderung und tiefer Zinsen auf einem anhaltenden Wachstumspfad. Die aktuelle Studie der Credit Suisse erkennt keine spekulative Preisblase, warnt aber vor langfristigen Risiken.

zum Artikel…


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Wieso boomt das Stockwerkeigentum?

13. April 2012 | Markus Schmidiger | Keine Kommentare

Stockwerkeigentum hat in den letzten Jahren in der Schweiz einen beispiellosen Boom erlebt. Wieso das so ist und wie es in Zukunft weitergehen könnte, zeigen Carmen Lang und Thomas Leu in ihrem Artikel, den Sie hier lesen können.

 

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Werden die Anleger wieder risikofreudiger?

3. April 2012 | Markus Schmidiger | Keine Kommentare

Das IVG Research-Team hat ein interessantes Research-Paper publiziert.
 Analysten stellen sich die Frage, wie sich das Fondsvolumen der offenen Immobilienpublikumsfonds in den kommenden Jahren nach der offensichtlichen Implosion dieser Produktgattung weiter entwickeln wird.
  • Wohin wird das Kapital von rund 25 Mrd. fließen, welches aktuell in den “Problemfonds” investiert bzw. eingefroren ist?
  • Werden sich die deutschen Anleger nunmehr von der Immobilienklasse in der indirekten Form abwenden oder eher auf dem Risiko-Rendite-Profil nach oben rechts bewegen?
  • Endlich die Perspektive, in Produkte wie REITs, Immobilienaktien oder gar Derivate stärker zu investieren?
  • Auch die Erwartungshaltung aus dem europäischen Ausland, dass sich die deutschen Fondsgesellschaften vielleicht sogar zurückziehen werden als Investoren?
Eine international berechenbare Käufergruppe könnte langfristig wegfallen, so die Befürchtungen.
Details dazu finden Sie hier.

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Social Media in der Immobilienvermarktung

12. März 2012 | Markus Schmidiger | 1 Kommentar

Mit den neuen Medien entwickeln sich laufend neue Interaktions- und Kontaktformen. Social Media gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Informationsströme sind nicht mehr kontrollierbar. Nutzer tauschen sich untereinander aus und können Kampagnen und Bewegungen auslösen, die für den Anbieter positive oder negative Folgen haben können. Viele Marktteilnehmer sind noch in einem Experimentierstadium und fragen sich, welche Kanäle wie interessant sind und wie diese zu “bespielen” sind.

Eine gute Übersicht über die verschiedenen Kanäle finden Sie im Artikel von Jean Megow und Patrick Spoerli hier.

Eine ausführliche Einführung in Möglichkeiten und Vorgehensweisen erhalten Sie am Seminar vom 4.5.2012. Detail finden Sie hier.

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